Eine aktuelle Studie aus Quito/Ecuador zeigt, dass sich während der Schulferien die Anzahl der Straßenkinder signifikant erhöht – insbesondere in der Altersgruppe 11-13.
Vergangene Woche gab die Stiftung „Salesianisches Projekt für Straßenkinder“ in Quito/Ecuador eine Pressekonferenz, auf der sie die Ergebnisse einer aktuellen Untersuchung zur Situation der Straßenkinder im Viertel „La Mariscal“ in Quito vorstellte.
In der Gegenwart der Obersten der Salesianischen Provinz Ecuadors, Vertretern der Stifung „Ayunda en Acción“ und der Polizei organisierte die Stiftung „Salesianisches Projekt für Straßenkinder“ eine Pressekonferenz, auf der sie die Ergebnisse einer Studie vorstellte, die sie zwischen Januar 2009 und Juli 2010 im Viertel „La Mariscal“ durchführte.
Miguel Pérez, Koordinator des technischen Teams der Straßenkindereinrichtung „Mi Caleta“ („Meine Zuflucht“) erklärte, dass zwischen Januar 2009 und Juli 2010 zusammen mit zivilen Einrichtungen wie COMPINA und UNICEF rund 100 000 Dollar für über 1000 Straßenkinder, Jugendliche, Familien in Not, Straßenhändler, und Zufluchtsorte in Quito, insbesondere im Viertel „La Mariscal“, investiert wurden.
Während der Schulferien, sagte Miguel Pérez, erhöhte sich die Anzahl von Kindern und Jugendlichen, die auf der Straße lebten, signifikant, insbesondere in der Altersgruppe zwischen 11 und 13. In diesem Zusammenhang zitierte er auch eine interessante Statistik, die zeigte, dass die Mehrheit dieser Kinder und Jugendlichen ihre Ferien als Straßenhändler verbrachten. Die meisten von ihnen stammen aus den Problemvierteln „Placer“ und „Tejar“.
Quelle: ANS
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Ich war letzten Sommer in Quito, während der Ecuadorianischen Schulferien. Die Anzahl der Strassenkinder, insbesondere Losverkäufer und Schuhputzer, hat mich überrascht und schockiert. Leute vor Ort sagten mir, dass die Anzahl der Strassenkinder nicht nur während der Schulferien steigt, sondern auch ganz generell im Verlauf der letzten Jahre zunahm. Ich gehe davon aus, dass dabei die anhaltende Urbanisierung (Landflucht) ein wichtiger Faktor ist. Die Kinder müssen mitverdienen, da sich der Traum von Arbeit, einem besseren Leben und genügend Geld für die Familie nach einem Umzug in die Stadt nicht erfüllt. Die sozialen Einrichtungen, welche Kindern in solchen Situationen helfen könnten, sind überfordert, da sie oftmals auch auf Spenden und ehrenamtliche Mitarbeiter angewiesen sind.