Die Stiftung Eigensinn sammelt originelle und meist selbstgemachte Fußbälle von Straßenkindern aus aller Welt. Die Ausstellung der Fußbälle reist durch ganz Europa und soll auf die Situation von Straßenkindern aufmerksam machen.
Rund 300 Fußbälle von Straßenkindern aus 48 Nationen hat Hans-Martin Haist von der Stiftung Eigensinn seit 2005 gesammelt. Jeder Ball hat seine eigene Geschichte, meist sind die Bälle selbstgemacht, aus den verschiedensten Materialien: alten Socken, Bananenblättern, Schweineblasen, Blechbüchsen, Stroffresten, Plastiktüten, Kronkorken….
Die Fußbälle treffen per Post, Kurier oder im Reisegepäck bei Hans-Martin Haist ein. Seine Sammelwut hat sich inzwischen herumgesprochen, und so erhält er Bälle von Streetworkern, Sozialarbeitern, Mitarbeitern von Kirchen und Organisationen aus aller Welt. Sie treffen meist mit bunten Briefen, Fotos oder kleinen Geschenken aus dem Herkunftsland ein. Natürlich will Hans-Martin Haist den Straßenkindern etwas zurückgeben, und so werden die originellen Bälle durch nagelneue Bälle aus Deutschland getauscht.
Die Stiftung hat die Highlights der Sammlung sowie Bilder von Straßenkindern beim Fußballspielen zu der Ausstellung “Momente des Glücks” zusammengestellt, die jetzt durch ganz Europa wandert. Anliegen der Ausstellung ist es, auf die Situation von benachteiligten Kindern, insbesondere der 100 Millionen Straßenkinder weltweit, aufmerksam zu machen. Die Ausstellung soll den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Europa deutlich machen, mit welch einfachen Mitteln Kinder in anderen Teilen der Welt “Momente des Glücks” finden.
Die Ausstellung soll natürlich auch ausgebaut und erweitert werden. Daher bittet die Stiftung darum, ihnen weiterhin viele bunte und originelle Straßenkinder-Fußbälle aus aller Welt zukommen zu lassen. Vielleicht habt ihr ja die Gelegenheit, einen Ball “eurer” Straßenkinder an die Sammlung weiterzugeben.
Mehr über die Ausstellung “Momente des Glücks” und die Fußball-Sammlung gibt es hier.
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