Manchmal reicht ein „Danke“ nicht aus

Die letzten Wochen haben wir alle uns ordentlich den Kopf zerbrochen, geht es doch nun darum, das gespendete Geld möglichst effektiv einzusetzen. Dabei waren vor allem wir beide häufig am Grübeln, Abwägen von Kosten und Nutzen und auf der Suche nach weiteren Ideen. Schließlich kennen wir die vielen berührenden Geschichten hinter den Spendengeldern und wollen daher das Geld bestmöglich und zur Zufriedenheit aller einsetzen.
Wir sind einfach sprachlos angesichts einer Summe von über 6000 Euro, die hunderte (ungelogen!) Freunde, Bekannte und Verwandte von uns für Ajjanahalli gespendet haben – und immer noch gibt es Hoffnung auf weitere Spenden. Ein ganz großes, von tiefstem Herzen kommendes Dankeschön dafür an euch alle!
Uns beiden ist es wichtig, dass mit dem Geld nicht nur ein Bereich des Projektes unterstützt wird, sondern an möglichst vielen Stellen etwas vorangebracht werden kann. Über allem steht natürlich das Ziel, dass das Geld direkt den Jungen zugute kommt.
1. Gesundheit
In den nächsten Wochen werden wir hier in Ajjanahalli ein „Medical Camp“ veranstalten. Das bedeutet, dass Ärzte und Krankenschwestern einen Tag lang zu uns kommen, einige Unterrichtsstunden über Hygiene und Erste Hilfe halten und alle Jungen einzeln untersuchen. Für sehr wichtig halten wir, dass die Jungen auch zahnärztlich untersucht werden und dass gegebenenfalls Bluttests durchgeführt werden können. Inklusiv eventueller Nachbehandlungen wird dieses „Medical Camp“ etwa 425 Euro kosten.

2. Spiel, Spaß und Freizeit
Auf dem Gelände befindet sich ein Spielplatz. Dieser wird nicht nur von unseren Jungen benutzt, sondern auch von Kindern aus dem Dorf, für die dieser Ort wohl der einzige ist, an dem sie einfach nur Kind sein dürfen. Die Spielgeräte sind allerdings schon ziemlich abgenutzt und bei manchen grenzt es schon fast an ein Wunder, dass sie noch keine Kinder unter sich begraben haben. Deswegen werden wir die alten Spielgeräte reparieren und neu streichen sowie ein neues Spielgerät konstruieren und aufstellen lassen.
Was wäre eine Kindheit in Indien ohne indische Filme? Filme sind das Gesprächsthema Nr.1 auf dem Pausenhof, der Soundtrack immer hitverdächtig und die Tänze werden fleißig kopiert. Jeden Samstagabend dürfen unsere Jungen einen Film sehen-das absolute Highlight der Woche. Dafür steht ein kleiner Fernseher zur Verfügung, um den sich alle Jungen drängen müssen, um etwas sehen zu können. Außerdem ist dieser mittlerweile etwas mitgenommen, denn auf der linken Seite befindet sich ein breiter Farbstreifen, weswegen die Jungen immer nur die Hälfte des Bildes sehen. Um den Jungen wieder „ganze“ Filme und die abendlichen Nachrichten zeigen zu können, werden wir einen neuen, größeren Fernseher sowie einen passenden (abschließbaren) Fernsehschrank kaufen.
Zusammengerechnet werden wir für den Bereich „Spiel, Spaß und Freizeit“ etwa 2000 Euro zur Verfügung stellen.

3. Lebensqualität
Ein Leben in der indischen Einsamkeit bringt vor allem einen Nachteil mit sich – man weiß nie, wann man mal wieder Strom hat und wie lange er bleibt. Das ist vor allem dann problematisch, wenn die Jungen im Dunkeln ihre Hausaufgaben machen müssen. Die Schule hört erst am späten Nachmittag auf und die Sonne geht pünktlich um kurz nach 6 unter. Auf dem Dach sind kleine Solarzellen angebracht, die jeweils eine Batterie aufladen, von der aus dann jeweils eine Lampe mit Strom versorgt werden kann. Diese Batterien halten 5 Jahre, dann müssen sie ausgetauscht werden. Seit wir hier sind, haben wir diese Lampe nie leuchten sehen, es war nie Geld für die Wartung und neue Batterien da. Wir wollen das Solarsystem wieder in Gang setzen, damit die Klassenräume, der Essensraum und andere Gemeinschaftsräume zuverlässig mit Licht versorgt sind. Außerdem werden wir im Badezimmer der kleinen Jungen ein neues System einrichten. Die Kleinen haben sich nachts im Dunkeln nämlich nicht auf Toilette getraut und lieber ins Bett gemacht. Bei 60 Kindern in einem Raum nicht ganz so lecker. Für die nächsten 5 Jahre wird das hoffentlich kein Problem mehr sein. Diese große Maßnahme wird ca. 2500 Euro kosten.

4. Bildung
Nicht nur die Jungen, die momentan im Projekt leben und hier zur Schule gehen, brauchen Bücher, Schulgebühren und Uniformen, sondern auch viele ehemalige Jungen, die nun an anderen Orten auf ein College gehen. Wir werden den Rest der Spendengelder auf ein „Bildungskonto“ einzahlen. Brauchen ehemalige Jungen Collegegebühren, bestimmte Bücher oder andere Dinge, die sie nicht sofort selbst finanzieren können, so können die Patres Geld von diesem Konto abheben. Hat der Junge seine Ausbildung dann beendet und verdient eigenes Geld, so soll er diese Summe dann zurückzahlen.

So schnell wie möglich werden wir diese Dinge nun in Gang bringen, damit wir erste Ergebnisse sehen, bevor wir Ajjanahalli im August wieder verlassen.
Viele Grüße aus unserem letzten indischen Monat,
Miriam&Anna-Lena

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Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen

Dieser Satz ist mir in den letzten Wochen oft durch den Kopf gegangen, denn es lohnt sich immer (auch für verbleibende 1 ½ Monate) etwas Neues anzufangen. Seit der spannenden Zeit des Summercamps haben wir nun mit knapp 100 Jungs wieder „volles Haus“ und dennoch ist seit Schulbeginn in keinster Weise Alltag in Don Bosco Yuvakara Grama eingekehrt. Seitdem hat sich hier nämlich einiges verändert: Zum Einen mussten wir uns nach den Sommerferien von unseren 15 Zehntklässlern verabschieden, die alle(!) erfolgreich ihren Highschoolabschluss bestanden haben. Etwa die Hälfte von ihnen lebt nun in dem Don Bosco Projekt „BOSCO Yuvakendra“ in Bangalore, von dem aus die Jungs ein College besuchen werden. Andere können zurück zu ihren Familien gehen und dort ihre Ausbildung fortsetzen. Unsere alten Centerboys, die im letzten Jahr noch im Projekt unterrichtet wurden und die wir jeden Tag um uns hatten, sind nach einem Jahr nun in die Middle- bzw. Highschool in Ajjanahalli eingeschult worden. Es ist schön zu sehen, wie sich alle entwickelt haben und nun voller neuer Energie nachmittags ins Projekt zurückkommen. Dafür bekommen wir zur Zeit fast täglich neue Kinder, die für das nächste Jahr die Centerboys sind. Diese „wilden“ Jungs lassen es unter der Woche auch allein ganz schön laut im Haus werden und stellen alles auf den Kopf. Es ist zwar nicht leicht, vor allem aber sehr spannend mit diesen „frischen“ Kindern zusammen zu sein.

Gestern hat es aber auch noch einen ganz anderen Neuanfang gegeben: Wir haben die Pfadfinder, die es vor einigen Jahren noch in unserem Projekt in Ajjanahalli gab, wieder ins Leben gerufen. Schon seit unserer Ankunft im August letzten Jahres, spielte Miriam mit dem Gedanken, wieder eine feste Pfadfindergruppe zu gründen, da sie auch in Deutschland Pfadfinderin der DPSG ist und dort eine Gruppe leitete. Da es natürlich wie immer kein Zufall sein kann, dass wir genau in einem Projekt landen, in dem es schon einmal Pfadfinder gab, hätten wir natürlich am liebsten sofort angefangen. Dass es aber doch „erst“ jetzt etwas geworden ist, klingt vielleicht unverständlich, lohnt sich aber total: Gestern hatten wir mit 16 Jungs der 7., 8. und 9. Klasse eine erste Gruppenstunde in unserem „Rockgarden“ und abends mit allen zusammen eine große Eröffnungsfeier für das neue Schuljahr und die „Scouts“.

unsere Pfadfindergruppe bei der ersten “scout-practice”

Fange deshalb nie an aufzuhören, und höre nie auf anzufangen. Miri und ich freuen uns auf viele neue Aktionen und die letzten 1 ½ Monate, in denen wir noch so viel vorhaben und die wir am liebsten durchgängig im Projekt verbringen würden. Dennoch haben wir uns dazu entschlossen, unseren Urlaub nicht zu verschenken, sondern die letzten 2 Wochen doch noch in Anspruch zu nehmen um nochmal ein wenig Incredible India aufzusaugen. Am Donnerstag machen wir uns auf den Weg in die nahe gelegene Palaststadt Mysore, begeben uns dann auf den Spuren Mutter Theresas nach Kolkata und besuchen anschließend unsere Mitvolontäre in Vijayawada und Hospet.

Ein weiterer gelungener Neuanfang: In den 10 Monaten, die ich jetzt in Indien bin, haben viele viele Freunde, Bekannte, meine Familie und sogar auch Bekannte von Bekannten (Menschen, die ich gar nicht richtig kenne), Geld an mein Projekt „Don Bosco Yuvakara Grama“ in Ajjanahalli gespendet. Dafür möchte ich mich bedanken! Es ist eine unglaubliche Summe von 3190€ zusammen gekommen, die wir hier sehr gut gebrauchen können. Bereits zu Weihnachten konnten wir jedem Kind eine neue Hose und ein neues Oberteil schenken, sowie ein besonderes Essen mit Chicken, Reis und Chapati organisieren. Miriam hat ebensoviel Unterstützung bekommen und so haben wir in dieser Zeit gemeinsam sogar über 6000€ erhalten. Davon sind wir beide mehr als positiv überrascht. Daher sind wir momentan mit unserem Projektleiter Fr. CV George und allen Mitarbeitern eifrig in der Planung, wofür wir die Spenden genau verwenden werden. Es gibt schon viele Ideen, von denen ich aber erst berichten möchte, wenn wir von allen die Zustimmung erhalten haben und fest steht, dass diese Finanzierung auch wirklich möglich ist. Es ist schön zu spüren, dass ihr mir so viel Vertrauen schenkt und unser Projekt auf diese Weise unterstützt. Ich kann euch versprechen, dass alles gespendete Geld direkt und ausschließlich für unsere Jungs sein wird.
Fange nie an aufzuhören, höre nie auf anzufangen
Mit lieben Grüßen in die Heimat und „Bis Bald“, eure Anna-Lena

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Yuvaspandana – drei Tage fuer Jugendliche in Risikosituationen

In der letzten Woche wurde unsere ohnehin schon spannende Summercampzeit durch ein weiteres Highlight gekroent: Vom 7. – 9. Mai fand naemlich das jaehrliche Yuvaspandana oder „Youth at Risk“ Festival statt. 500 Kinder und Jugendliche aus den Don Bosco Einrichtungen unseres Bundesstaates Karnataka sind zu diesem dreitaegigen Programm nach Bangalore gekommen sowie viele Politiker und andere VIPs. Auch wir bzw. vor allem die Jungs haben sich die Tage vor dem Yuvaspandana auf das Fest vorbereitet, hatten intensive Bandprobe (einige Kinder sind dafuer sogar extra frueher von ihren Familien zurueckgekehrt um uns zu unterstuetzen), haben ein Theaterstueck inszeniert und (wie immer) vollkommen eigenstaendig einen genialen Tanz auf die Buehne gebracht.
Das zentrale Thema des Yuvaspandana 2011 war diesmal die Bildung. So gab es neben viel Musik, Spielen, Gebeten, Theater- und Tanzauffuehrungen, einer Demo durch die Strassen der mittlerweile schon 9-Mio-Stadt sowie einem riesigen Campfire auch viele Unterrichtseinheiten zu Kinderrechten oder Persoenlichkeitsentwicklung. Obwohl diese natuerlich auf Kannada waren, haben auch Miri und ich dabei einiges Interessantes und gleichzeitig Erschreckendes gelernt:
- Im Bundesstaat Karnataka werden jede Stunde 5 Kinder vermisst.
- In den beiden Jahren 2005 und 2006 sind in Bangalore 4.500 Kinder vermisst worden.
- 40% der Bevoelkerung Indiens ist unter 18 Jahre alt und damit „Kind“.
- Indien hat die hoechste Rate der Saeuglingssterblichkeit.
- Die Kindersterblichkeit in Indien betraegt 50%.
- In Indien gibt es die meisten Schulabbrecher unter Maedchen.
- Die Anzahl der Kinderehen ist in Indien extrem hoch.
- Als Kinder in Risikosituationen zaehlen Strassenkinder, Kinderarbeiter, heimatlose Kinder, verlassene Kinder, bettelnde Kinder, Opfer von Drogenmissbrauch, Opfer von Kindesmissbrauch,
Dass es ein Fest nur fuer Kinder in Risikosituationen gibt, dass sie mit Plakaten, Bannern und Krachmachermusik durch die Stadt laufen, demonstrieren und die Bevoelkerung aufmerksam machen, dass sie 3 Tage lang einfach mal geniessen duerfen ist also sehr wichtig! Fuer mich hat sich in diesen Tagen wieder einmal bestaetigt: Unsere Kinder und die Kinder aller Don Bosco Einrichtungen sind so talentiert und pfiffig. In kuerzester Zeit haben sie ein ganzes Programm auf die Buehne gestellt. Sie stecken voller Ideen und Freude!


die zweistuendige Demo durch die Stadt – unsere Band hat die 500koepfige Gruppe angefuehrt und ordentlich Krach gemacht:P

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Judith und Daniel zu Besuch – besser als jeder Bollywoodfilm…


24 Stunden lang ueber die Backwaters von Kerala schippern – da fuehlt man sich wirklich wie in “God’s own country”


unser Hausboot


…das sich auch super zum Yoga eignet;)


Zur Mittags- und Abendzeit legt man an und isst typische Keralagerichte vom Bananenblatt…hmmm lecker


Ostern in Keralas Hafenstadt Kochin


Die besten Kokosnuesse gibts aber immernoch bei uns…

Die beste Zeit im Projekt: SUMMERCAMPTIME

Judith und Daniel haben gleich mal eine Partygamesstunde mit Schwungtuch vorbereitet


wie jeder Besucher Don Bosco Ajjanahallis sind auch die Beiden unseren Berg hochgeklettert…diesmal zur Zeit des Sonnenuntergangs

Naechste Woche Montag bin ich zwar auch in Bangalore, diesmal aber mit allen unseren Jungs. Es wird hier naemlich ein ganz besonderes dreitaegiges Programm geben, zu dem 1000 Kinder aus den Don Bosco Einrichtungen in Karnataka und Kerala kommen werden. Unsere Band tritt auf und vielleicht auch die Kleinen mit unserem “Oh ich will jetzt gleich Koenig sein”-Tanz. Ich freue mich sehr darauf und bin gespannt, was uns erwartet…
Neues aus der Summercampgeschichte gibts dann in 2 Wochen,
eure Anna-Lena

Zwei ganz besondere Wochen liegen hinter mir. Ich bin von unserer Reise nach Kerala, bekannt als “God’s own country” und dem Besuch meiner Geschwister Judith und Daniel noch total aufgewuehlt und befinde mich jetzt ganz spontan im Internetcafe in Bangalore und werde versuchen, euch ein bisschen von den vergangenen Tagen zu berichten. Die Story ist besser als jeder Bollywoodfilm und das kam so:

Vorletzte Woche Sonntag, am 17.April sind Judith und Daniel am Flughafen in Bangalore gelandet. Sofort zu Beginn bekamen sie die “Indian Standard Time” am eigenen Leib zu spueren, denn die Crew ihrer indischen Airline Air India hat beim Zwischenstop in Delhi gleich mal gestreikt… So entschlossen Miri und ich uns spontan, die dazugewonnene Zeit zu nutzen, um die Beiden am Flughafen zu ueberraschen und uns nicht mit ihnen – wie vereinbart – in der Stadt zu treffen. Unser Plan drohte schon fast ins Wasser zu fallen, da das Flugzeug aus Delhi einfach nicht starten wollte. Letztendlich hatten Miri und ich so aber massig Zeit um uns am Flughafen eine richtige Begruessungsshow einfallen zu lassen. Wir haben sie per Telefon vor betruegerischen Rikschafahrern und getarnten Taxen gewarnt, uns am Flughafen versteckt und sie dort von hinten ueberfallen. Ein Spass, der fuer die Inder am Flughafen einer Bollywoodszene gleichzusetzen war.
Und dann gings am naechsten Tag 17 Stunden mit dem Bus los nach Kerala, dem Bundesstaat, der laut unserer Salesianer viel schoener und so oder so viel besser als der Rest Indiens sein soll.
Unser Ziel war es, in nur 7 Tagen moeglichst viel von den verschiedensten Orten Keralas sehen zu koennen. So waren wir in der Hauptstadt Trivandrum, die am suedlichsten Punkt Indiens liegt, am Strand in Varkala, sind auf einem wunderschoenen Bambushausboot 24 Stunden lang durch die traumhaften Backwaters geschippert, in Munnar durch Teeplantagen und Gewuerzgaerten gewandert, haben eine dreistuendige Osternachtsmesse auf Malayalam (der Sprache Keralas) mitgefeiert und das Flair von Indiens Hafenstadt Kochin aufgesaugt.
Vor allem Daniel und Judith haben in dieser Woche gespuert, dass Indien nicht “schoen”, dafuer aber sehr spannend und faszinierend sein kann.

Das Highlight war aber wohl der Besuch in unserem Projekt in Ajjanahalli. Judith und Daniel haben mit unseren Jungs Fussball gespielt und sie gecoacht, mit ihnen morgens um halb 7 Yoga gemacht, mit ihnen indische Dancesteps getanzt und die Kokosnusspalmen begossen, mit ihnen auf dem Boden “Anna, Samba, Appla, Mottae und Balaehanu” gegessen und sogar ein besonderes Kreativprogramm gestaltet, bei dem ihr Geschenk, ein Schwungtuch, zum vollen Einsatz gekommen ist. Beide waren fasziniert, wie talentiert, pfiffig und kreativ unsere Jungs sind und wie sehr man mit ihnen Freude und Spass haben kann.

Weitere spannende Erlebnisse aus “Incredible India” gibt’s naechsten Montag

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Akka and Anna coming – Ein bisschen zu Hause in Incredible India

„Anna-Aunty´s Akka and Anna coming!”, sagen die Jungs, wenn ich ihnen erzaehle, dass meine Geschwister am Sonntag mit dem Flugzeug aus Deutschland in Bangalore landen werden. Denn Akka bedeutet auf Kannada „grosse Schwester“ und Anna ist der grosse Bruder.
„Akka“ waere auch eigentlich der richtige Name fuer Miri und mich, denn fuer die Jungs sind wir ihre grossen Schwestern, wie sie manchmal sagen. Wir sind zu jeder Zeit bei ihnen, spielen, arbeiten und essen zusammen; wir helfen ihnen beim waschen und lernen. Nur bei der medizinischen Versorgung sind wir eher Kranken-Schwestern;-).
Darauf, dass ich Judith und Daniel meine „mehr oder weniger kleinen“ Brueder vorstellen kann, sowie das Land in dem ich lebe, freue ich mich natuerlich ganz besonders. Ich bin gespannt, wie sie Indien – Incredible India aufnehmen werden. Miri, Elias und ich waren uns in Mumbai jedenfalls einig, dass Menschen, die nur fuer wenige Wochen in Indien sind, eher einen Kulturschock bekommen als Menschen, die ein Jahr hier leben…:-P Heute in einer Woche machen wir uns dann auf den Weg nach Kerala – der Bundesstaat, in dem Indien einen Gang zurueckschaltet. Aber spaetestens in Ajjanahalli ist man ja dann von Indien ueberzeugt;-)


Prajwal – einer unserer Juengsten


Centerboys – also Jungen, die neu im Projekt sind und bei uns in sogenannten Brueckenschulen unterrichtet werden. Nach einem Jahr als Centerboy werden sie in die Middle- bzw. Highschool von Ajjanahalli eingeschult.


Dancepractice mit den Centerboys fuer das Don Bosco’s Feast im Januar


und das sind die Schuljungen bei der morgendlichen Assembly


Don Bosco Yuvakara Grama von oben


unsere Nachbarn – sie leben ausserhalb Ajjanahallis in den einfachsten Verhaeltnissen. Jeden Tag laufen sie 15 Minuten lang um bei uns Wasser zu holen. Sogar die Kleinsten helfen vor der Schule mit.


Indien – Land der Kinder


Bangalore – viele Kuehe und viel Muell


das Nationaltier – der Tiger
ratet mal, wer das Foto gemacht hat;)

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Indien ist Cricketweltmeister

43 Tage, 20.781 Runs und 721 Wickets (das sind die Spieler, die ausgeschieden sind) – die Cricketweltmeisterschaft in Indien, Sri Lanka und Bangladesh ist vorbei. Samstagnacht um 11.15 wurde dann der letzte Ball geworfen und Indien wurde Weltmeister! Natuerlich haben wir mit den 51 Jungs, die jetzt noch bei uns in Ajjanahalli sind, bis zum letzten Ball vor dem Fernseher gesessen und mit grosser Spannung das Spiel verfolgt – natuerlich immer mit dabei: Die Indienflagge, die mir meine Freunde aus Deutschland zum Abschied geschenkt haben und die bei allen erfolgreichen Zuegen von den Jungs geschwengt wurde.


Dabei sah es zwischenzeitlich gar nicht mal so gut aus fuer uns. Fr. Siju hat schon jedem gesagt, dass Indien dabei ist zu verlieren. Doch die Jungs haben die Hoffnung nicht aufgegeben…


…und sie hatten Recht! Nach 28 Jahren ist der Cricketweltmeistertitel wieder dort, wo er hingehoert: Ins cricketverrueckte Indien!!

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Ich schmecke schon die Mangos – Es wird Sommer!

Schon seit unserer Ankunft im August letzten Jahres wird uns von den indischen Sommermonaten April und Mai „vorgeschwaermt“, in denen halbverdunstetes Wasser aus dem Hahn kommt und man nachts sechsmal wach wird, da man – obwohl man vor dem Schlafengehen noch einen Liter Wasser getrunken hat – ausgetrocknet zu sein scheint. Langsam spueren wir die Anfangszuege dieses Sommers nun, der vor allem uns zwei ins Schwitzen bringt. Ueberall ist es trocken und staubig, nur in einem kleinen Dorf in der Naehe Bangalores, dem „Jugenddorf Don Boscos“ (Don Bosco Yuvakara Grama) erbluehen die Mangobaeume und tragen eine der 500 verschiedenen Arten der Nationalfrucht. Der indische Sommer hat trotz seiner Hitze also auch viele gute Seiten und wir werden ihn geniessen:

Ab Mitte April sind die 1 ½ monatigen Sommerferien und fuer uns im Don Bosco Center somit Campzeit! Soweit es moeglich ist, sollen die Jungs ueber die Ferien zu ihren Familien. Jedoch werden immer noch 40-50 Kinder bei uns bleiben, da sie niemanden haben, zu dem sie gehen koennen. Das letzte Camp, das zweiwoechige Dasara-Camp im Oktober, durften Miriam und ich schon miterleben und haben daher eine kleine Idee von dem, was uns ab Mitte April erwarten wird.
An erster Stelle sind da natuerlich die Teamspiele zu nennen, die in der Paedagogik Don Boscos eine wichtige Rolle einnehmen. Ueber Sport koennen die Kinder und Jugendlichen erreicht werden und so ist es verstaendlich, dass das erste, was in einem Don Bosco Projekt gebaut wird, stets ein Sportplatz ist. Durch tägliche Basket- oder Fußballspiele sollen die Jungen ihre Aggressionen auf gewaltlose Art loswerden, lernen, sich an Regeln zu halten und sich in die Gemeinschaft der Jungen hier zu integrieren. Ich merke jeden Tag, wie wichtig die Teamgames fuer die Kinder sind, da sie stets voller Elan und Ehrgeiz bei der Sache sind. Nur die ganz kleinen muessen wir immer etwas anstupsen;-)
Zum Camp gehoeren aber auch einmalige Ereignisse, die fuer die Jungs, die das ganze Jahr ueber hier sind, etwas ganz besonderes sind. So werden wir bei Ausfluegen die Berge bezwingen, in Seen schwimmen, im Kino Filme sehen, mit dem Bus fuer einen Tag verreisen, draussen auf den Felsen neben Tigern und Baeren uebernachten und sogar eine kleine „Band-Tour“ machen;-). Jeden Abend gibt es Competitions und es wird getanzt, Theater gespielt, gesungen usw. Auch der Unterricht faellt ueber diese Zeit nicht aus und so wird in General-Knowledge-Classes vor allem das Allgemeinwissen aufgefrischt. Durch diese ganzen Angebote werden die Talente aller Kinder entdeckt und ihr koennt euch nun sicher gut vorstellen, dass ich schon seit Beginn an das Gefuehl hab, mit 90 multi-tasking-faehigen Jungen zusammen zu leben. Das stimmt uebrigens wirklich… Werden von den Schulen irgendwelche Sportwettkaempfe, ein Quiz oder sonst ein Wettbewerb veranstaltet, sind es immer unsere Jungs, die von der Middle- und Highschool in Ajjanahalli ausgesendet werden.

So oder so aehnlich koennte das Sommercamp also aussehen, aber es kommt ja eh immer alles anders als man denkt…

Fuer mich ist das Sommerhighlight jedoch nicht nur das Camp, sondern vor allem auch der Besuch meiner Geschwister Judith und Daniel, die sich ueber die Osterferien auf den Weg ins Incredible India machen werden. Eine Woche lang werden wir zu viert in Kerala sein, mit dem Hausboot durch die Backwaters schippern, durch die Teeplantagen in Munnar wandern, am suedlichsten Punkt Indiens am Strand liegen und anschliessend zurueck zu unseren Kindern nach Ajjanahalli fahren, die ja so oder so das Beste an ganz Indien sind:)

und das sind sie:)

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Antwort D: Es ist Schicksal

An diesen Satz aus dem Film „Slumdog Millionaer“, in dem ein Junge aus den Slums von Mumbai in Indiens TV-Show „Wer wird Millionaer?“ landet und nur noch eine Frage vom 20-Millionen-Rupien-Hauptgewinn entfernt ist, hab ich mich in der vorletzten Woche erinnert gefuehlt. Denn irgendwie ist doch alles Schicksal und nichts dem Zufall ueberlassen…
Im vergangenen Monat Februar kam Schwester Theresa zu uns ins Projekt, um uns bei der medizinischen Versorgung der Jungs zu unterstuetzen, deren Verantwortung bislang allein bei Miri und mir lag. Sie ist Nonne und gelernte Krankenschwester und hat viele Jahre lang in Bangalore und einige Zeit sogar in Wuerzburg im Krankenhaus gearbeitet. Fuer einen Monat haben wir hier zusammen gelebt, den Medicineroom auf den Kopf gestellt, Medikamente sortiert, unsere Jungs gewogen, sie dann anschliessend mit Tabletten entwurmt und konnten ihnen zu dritt viel mehr Zeit beim Wundenreinigen, Massieren und dem allgemeinen Umsorgen geben. Wir haben von ihr im letzten Monat also viel gelernt, sodass Miri und ich nun mit sehr viel mehr Wissen wieder allein unsere Kinder verarzten koennen.
Da wir Schwester Theresia aber nicht nur fuer ihre Hilfe bei der medizinischen Versorgung dankbar sind, sondern sie in dieser Zeit auch mit ihrer sympathischen Art sehr lieb gewonnen haben, haben wir uns vorletzte Woche entschlossen, sie fuer 2 Tage in Bangalore zu besuchen, bevor sie sich weiter auf den Weg in ein kleines Dorf in der Naehe von Goa macht, wo sie dann in einer neuen Ordensgemeinschaft leben wird.
Waehrend unseres Besuches bei ihr hab ich die Volontaerstradition aufrecht erhalten und das erste Mal ein indisches Krankenhaus von Innen kennen lernen duerfen, so dass aus unserem geplanten zweitaegigen Besuch ein viertaegiger wurde:
Vor ca. 3 Wochen bekam ich eine Art Sommerblaeschen am Kinn, das zu Beginn wie ein harmloser Stich aussah, mit der Zeit aber immer dicker und dunkler wurde und so auch stoerte. Scherzhafte Kosenamen wie „chocolate“ (da es wohl so aussah, als haette ich staendig Bonbons im Mund) bis hin zu „bulb“ (zu deutsch: Gluehbirne) gingen mir nach und nach ziemlich auf die Nerven. Nach den Ratschlaegen von indischen Priestern, deutschen Aerzten, Schwester Theresia und meinen Eltern, hab ich mich bei unserem Besuch in Bangalore spontan dann doch dazu entschieden, einen Arzt aufzusuchen.
Rein „zufaellig“, „gluecklicherweise“ oder ist es vielleicht doch Schicksal? sind alle Nonnen der Ordensgemeinschaft von Schwester Theresa, bei denen wir zu Besuch waren, auch Krankenschwestern und das Haus liegt direkt in einem Klinikviertel in Bangalore. Ich bin also spontan nach dem Fruehstueck ueber die Strasse gelaufen, wollte mir die Bestaetigung abholen, dass das Blaeschen von alleine aufgeht und habe stattdessen eine „Operation“ am naechsten Morgen unterschrieben… Was sich jetzt vielleicht erst total dramatisch (und fuer unsere Jungs natuerlich total spannend!) anhoert, war im Endeffekt aber halb so wild: Das Sommerblaeschen wurde aufgeschnitten, ich habe Antibiotika und einen fetten Verband bekommen (um den mich manche Jungs noch heute beneiden), durfte mich bei Schwester Theresia und ihren netten Mitschwestern ausruhen, mich von ihnen mit deutscher Schokolade (trotz strenger Fastenzeit!) verwoehnen lassen und 2 Tage spaeter wieder nach Ajjanahalli aufbrechen.
Durch diese Erfahrung habe ich aber auch gleichzeitig wieder gemerkt, welch ein Glueck wir in Deutschland geniessen koennen: Natuerlich wusste ich schon vorher, dass eine Krankenversicherung fuer die meisten Inder etwas voellig Unbekanntes ist. Zum Arzt kann nur der gehen, der auch Geld hat, also ganz nach dem Motto: „Health is Wealth“! Auch fuer unsere Jungs bleibt nur ein Krankenhaus in der naechsten Kleinstadt uebrig, das nicht gerade den Ruf hat, dass man gesuender rauskommt als man reingekommen ist. Dort bekommt man in der Regel einfach nur einen Haufen an farbigen Medikamenten mit auf den Weg. Dies muss alles aus eigener Tasche bezahlt werden. Als wir die Antibiotika fuer mich aus einem „Drugstore“ gekauft haben, mussten wir erschreckend feststellen, dass beispielsweise eine 24-Stunden-Beatmung taeglich 1000 Rupien kostet. Umgerechnet sind das in etwa 17 Euro. Allein fuer die Beratung beim Arzt zahlt man schon 200Rs und eine Mini-OP wie bei mir kostet einen Inder schon 900Rs. Unvorstellbar wenn man bedenkt, dass ein gut verdienender (!) Inder im Monat mit 6000Rs seine ganze Familie ernaehren muss. Da werden die eigenen Sorgen laecherlich klein, wenn man bedenkt, dass wir die Moeglichkeit haben, eine Quittung der Behandlungsgebuehren und Medikamente zur eigenen Krankenversicherung nach Deutschland schicken muss…

Diese Erfahrungen und die neuen Begegnungen mit tollen Menschen wie Schwester Theresa, zeigen mir immer wieder, dass es kein Zufall sein kann, dass ich genau hier im suedindischen Ajjanahalli bin…

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Herzlich Willkommen in meinem Nichtalltag!

Wir sind wieder in Bangalore und da zwischen der indischen Pampa und der indischen IT-Stadt Welten und scheinbar nicht bloss 60km liegen (und das Gefuehl hat man wirklich), habe ich mich spontan entschlossen, hier im fixen Internet ein paar Fotos hochzuladen und euch ein paar bildliche Eindruecke von meinem Nichtalltag in Ajjanahalli zu geben! Dort, wo das Leben so ganz anders ist…

mit dem Bus auf dem Weg von Bangalore nach Ajjanahalli…


Essen mit den Jungs: Anna(Reis), Samba-Saru(Sosse mit Gemuese), Appla (knusprige Teigfladen), Balaehanu (Bananen; die besten sind von unserer eigenen Farm), Mottae (Ei)


unsere Band, bzw. unser Krachmacherumzug;-) Es ist nicht leicht, Lieder zu komponieren, aber verdammt lustig;-)


unsere Band am Children’s Day, dem Tag der Kinder: 500 Jungs und Maedels waren im November bei uns zu Besuch und unsere Band hatte den ersten Auftritt unter unserer Leitung


Madhusudhan bei seiner Zaubershow, auch am Children’s Day


und weil Indien ja so viele Feste wie den Children’s Day hat, ueben unsere Jungs immer neue Taenze ein


Die Aunties geben Medicine… Jeden Abend rennen die Jungs uns die Bude ein.

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BOSCO, BOSCO

…ist nicht nur der Titel eines Liedes, das Miriam und ich mit unserer Band fuer das Don Bosco Fest im Januar eingeuebt haben, sondern auch der Name von 8 Don Bosco Projekten in Bangalore und steht fuer „Bangalore Oniyavara Seva COota“, was so viel heisst wie „In Gemeinschaft mit denen, die den jungen Menschen auf den Strassen Bangalores dienen“. Bei BOSCO sind also die Kinder, die direkt von der Strasse „aufgelesen“ wurden; meist von Bangalores Hauptbahnhof Majestic, wo sie aus allen Teilen Indiens mit dem Zug anreisen. In jedem Zug der hier eintrifft, verstecken sich schaetzungsweise 8-10 Kinder. Dort gehen die Streetworker von Don Bosco auf sie zu, hoeren sich ihre Geschichten an und versuchen auf diese Weise, ihr Vertrauen zu gewinnen. So bekommen die Streetworker langsam mehr und mehr ueber die Vergangenheit des Kindes heraus, die sich im Nachhinein oftmals auch als komplett falsch entpuppt, da die Kinder selten sofort die Wahrheit ueber sich erzaehlen. Oft wollen sie den Kontakt zu ihren Eltern ueberhaupt nicht mehr und sind weggelaufen, da sie zu Hause geschlagen wurden, ihre Eltern Alkoholprobleme haben oder sehr arm sind und sich daher nicht um sie kuemmern koennen. Daher ist die erste Antwort der Kinder meistens: „Meine Eltern sind beide gestorben!“ Manchmal kommen die Strassenkinder von Bosco auch aus Bangalores Slums, denn auch in dieser „modernen“ IT-Stadt gibt es 400 Elendsviertel. Jeden Monat kommen 1000 neue Kinder zu Bosco. Viele von ihnen koennen jedoch nach wenigen Monaten zu Familienangehoerigen zurueckgebracht werden. Ist dies nicht moeglich, da die Familie nicht aufzufinden ist oder das Leben bei der Familie dem Kind nicht gut tut, kommen sie in ein anderes Don Bosco Projekt mit Anbindung an Schule und Ausbildung, wie z.B. zu uns ins 60km entfernte Ajjanahalli.

Daher stehen wir in staendigem Kontakt zu den BOSCO-Projekten. Unsere Fathers fahren sehr haeufig dorthin (bringen meistens neue Jungs mit) und auch Miri und ich hatten schon mehrmals die Moeglichkeit, Bosco Mane und ihre spannende Arbeit mit den Kindern der Strasse kennen zu lernen („Mane“ ist uebrigens Kannada und bedeutet „Haus“).

Letzte Woche hatten wir dann Besuch von 40 Jungs, den Fathers und vielen Mitarbeitern von Bosco Mane. Fuer die Kids war dies ein richtiges Erlebnis. Waehrend Bangalore wahnsinnig ueberfuellt, laut und dreckig ist, konnten sie sich in Ajjanahalli mal so richtig austoben, haben den ganzen Tag lang Fussball gespielt, ein Campfeuer gemacht und den Berg bezwungen, von dem man bis nach Bangalore sehen kann. Wir haben gemerkt, dass der Tag fuer diese Jungs sehr wichtig war, da sie sehr rau sind und ihre Energie loswerden muessen. Da unsere Dancehall an diesem Abend zu klein war, haben wir die woechtenliche Disko nach draussen verlegt. Indien ist zwar nicht gerade das Land, in dem man bis zum anderen Morgen durchtanzen kann (abgesehen von Goa natuerlich), dafuer nutzt man diese Stunde aber komplett aus und so haben wir unter unseren Kokosnusspalmen getanzt, bis man vor lauter braunem Staub den schwarzen Himmel nicht mehr sehen konnte…

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