Don Bosco Abidjan
Foyer Magone
Das nach einem Schüler Don Boscos benannte Foyer in Koumassi Remblais, einem Stadtteil von Abidjan, bietet bis zu 40 Kindern und Jugendlichen von 9-18 Jahren ein Zuhause und die Möglichkeit zu einem Leben in einer geordnete, strukturierten und sicheren Welt. Das Hauptziel des Foyer ist die Reintrigation der Kinder und Jugendliche in die eigene Familie. Durch einen immer konstanten Tagesablauf, viele Bildungsangebote, kreative Aufgaben und auch mit Hilfe von Spiele, werden die Kinder gefordert und dadurch auch gefördert. Einige Kinder des Foyers gehen auf staatlichen Schulen, andere werden privat von Salesianern oder anderen Mitarbeitern unterrichtet. Diese Alternative wird häufig genutzt, um Älteren den Einstieg in die Schullaufbahn zu erleichtern. Man kann sie einfach nicht mit 15 in eine Klasse mit 10 Jährigen schicken.
Die Religion spielt eine tragende Rolle im Tagesablauf des Foyers. Gebete zu den Mahlzeiten gehören genauso dazu wie ein Rosenkranzgebet am Abend. Auch der Gottesdienst am Sonntag gehört zum Pflichtprogramm.
Zur Zeit leben im Foyer 39 Kinder. Diese Zahl verändert sich dauernd, da neue Kinder hinzustoßen und andere in ihre alten Familien integriert werden können oder aus irgendeinem anderen Grund fortlaufen. Einige werden auch nach der Grundschule in Ausbildungszentren vermittelt um dort eine Ausbildung zu beginnen.
Im Foyer bin ich die meiste Zeit. Hier schlafe ich und hier unterrichte ich. Hier bin ich für die Kinder den ganzen Tag da.
Maman Marguerite
Der sogenannte Premier Accueil, ist für Strassenkinder gedacht, die einen Weg aus ihrem bisherigen Leben suchen. Diese Kinder kommen zum Schlafen, werden am Morgen unterrichtet und spielen am Nachmittag hauptsächlich. Abends kommt nochmals eine Einheit Nachhilfe dazu. Diese Kinder gehen meist nicht auf die staatlichen Schulen und werden gänzlich privat in Kleingruppen unterrichtet. Die meisten haben noch nie eine Schule besucht oder nur die erste Klasse. Zum Alter kann man sagen, dass ein Großteil der Kinder in Maman Marguerite zwischen 9 und 12 Jahren alt sind.
Im Maman Marguerite wird sehr darauf geachtet, dass die Kinder nicht, abgeschreckt von der Wissensvermittlung , direkt wieder das Weite suchen. Dort geht es für ca. 3 Monate vielmehr um eine Gewöhnung an einen strukturierten Tagesablauf.
Am späten Vormittag bastel ich hier mit den Kindern, mache Sport (etwas anderes als Fussball) oder biete Akrobatik an… Zur Zeit befinden sich 12 Kindern im Maman Marguerite (1.7.20101. In der Regel pendelt die Zahl aber zwischen 8-15 Kindern.
Village Don Bosco
Das Village Don Bosco ist dem Oratorio des Heiligen Johannes Bosco nachempfunden. Es ist ein Ort für Spiel und Spaß. Nebenbei erwähnt die einzige Freifläche im ganzen Stadtteil. Hier können am Nachmittag alle Kinder der Umgebung zum Fussball, Basketball, Frisbee oder sonstigen Spielen zusammenkommen. Die Kinder aus dem Foyer Magone und aus Maman Marguerite sind jeden Mittwoch und jeden Samstag im Village.
Leider sind die Gebäude des Foyers aufgrund der Nähe zur Lagune und der davon resultierenden Schieflage aus Sicherheitsgründen nicht zu nutzen. Sonst würden dort auch Bildungsangebote, Musikunterricht oder Ähnliches stattfinden.
Maison Provinciale
Das Provinzhaus der Salesianer im francophonen Westafrika befindet sich unweit des Foyers. Hier leben derzeit 5 Salesianer. Der Provinzial und der Ökonom der Provinz leben normalerweise auch hier, sind aber das Jahr über hauptsächlich in den Projekten unterwegs.
Paroisse St. Francois D’Assise
Die salesianische Pfarrei ist eine von 6 Gemeinden in Koumassi. Die Gemeinde ist unglaublich groß, jung und lebendig. Es gibt unzählige Chöre und Tanzgruppen, die sich wöchentlich in der Gottesdienstgestaltung abwechseln und jede Messe zu einem absoluten Erlebnis machen. In der Paroisse gibt es täglich Angebote zur Alphabetisierung, abendlichen Unterricht und Katechesen.



