Besuch aus der Heimat
Mai !!!!!
Nun arbeite ich schon im vierten Monat mit der Gruppe Bartolome Garelli als Erzieherin zusammen. Es ist immer noch sehr anstrengend, die Kinder probieren aus wie weit sie gehen können, dann muss was genäht werden, ihnen wurde der Kulli geklaut, haben Bauchschmerzen, brauchen Schuhe oder haben ihr T-Shirt von der Schuluniform verloren. Hauptschuldige und Verantwortliche dafür, dass die Sachen wieder auftauchen bin natürlich ich. Das ist ganz schön anstrengend. Nicht nur einmal ist es passiert das ich den Nachmittag danach unter Tränen verbracht habe, trotzdem gehe ich jeden Morgen wieder mit guter Laune ins Hogar um die Kinder zu wecken. Aber schon nach kurzer Zeit kann es sein, dass der eine nicht Aufstehen will oder einfach nur trödelt, während die anderen schon warten und das natürlich wieder mal meine Schuld ist. Aber na ja so ist es halt.
Meine Gruppe hat jetzt 26 Jungs und das macht die Sache nicht einfacher.
Aber man tut was man kann und es ist wirklich eine arbeit die mich erfüllt.
Entspannen konnte ich ein bisschen als meine Eltern über Osten zu Besuch kamen. Mit ihnen ganz viele liebe Grüße und Briefe aus der Heimat, Opas gutes Brot und der lecker Schinken.
Am Montagabend haben wir uns am Flughafen getroffen und schon am Dienstag ging es los. Um 10:00 ging unser Flieger nach Sucre. Von dort aus brachen wir schon kurze Zeit später auf und kamen nach dem wir in Potosí zu Abend gegessen hatten um 2:00 in der Nacht in Uyuni an. Dort machten wir noch in der Nacht die Tour um den Salar fest. Bis Freitag waren wir also gut versorgt. Die Landschaft, der Salar, die unzähligen Lagunen und dieses wunderschöne Panorama der Berge ist ein Traum. Alle paar Minuten bot sich ein neuer atemberaubender Ausblick. Dir Tour verbrachten wir mit 2 deutschen Mädchen, einem Engländer, dem Fahrer Nektor und der Köchin Sandra. Die Unterbringungen waren einfach aber gut. Das erste wärmende Erlebnis, die Heißen Quellen am letzten Tag.
Aber trotz der Kälte und der Höhe die einigen von uns zu schaffen machte (mir nicht ganz so) haben wir eine super Zeit verbracht.
Am Freitagabend noch ging es dann im Bus nach La Paz, die Busfahrt war bis Oruro sehr holprig und die versprochenen und bezahlten Betten waren nicht ganz so effektiv wie wir uns vorgestellt hatten. Samstagmorgens um 6:00 in La Paz angekommen machten wir uns erstmal ein bisschen frisch und machten uns auf Grund von Streiks, die am Vortag in Sucre, Santa Cruz und Potosí waren direkt nach Copacabana auf. Dort kamen wir dann noch am Vormittag an. Fanden schnell eine schöne und günstige Bleibe und nahmen unsere erste Dusche seit Mittwochmorgen =)
Wir liefen ein bisschen durch das schöne Städtchen, kauften einige Mitbringsel und machten schon den Ausflug für den Nächsten Tag fest. Wir aßen für umgerechnet 2 € ein leckeres Menü mit Forelle aus dem Titicacasee und schliefen anschließend gut in unseren Betten. Am nächsten Morgen hieß es dann schon wieder Rucksäcke packen, Frühstücken und ab auf die Sonneninsel (Isla del Sol) wo uns eine Führen der Ruinen und ein 3 Stündiger Marsch quer über die Insel und auf dem Rücken der Berge erwartete.
Knapp, geschafft in bisschen verbrannt erreichten wir das Boot, was uns wieder zurück nach Copacabana bringen sollte. Dort angekommen blieb uns schon gar nicht mehr so viel Zeit um unsere Flota nach Cuzco zu erreichen. Als wir knapp um 18:00 als der letzte Bus die Grenze nach Peru passierten, hieß es noch Puno zu erreichen und dort den Bus zu Wechseln.
Bereits um 6:00 kamen wir in Cuzco an und schon wieder wurden wir von den Touranbietern angesprochen, wir waren skeptisch und vorsichtig, ließen uns letztendlich auf einen Kompromiss ein und frühstückten in einem Hostel, die auch Touren nach Machu Picchu anbieten. Wir trafen es gut und sauber an, es kam eine Dame die uns alles Nähere erklärte und wir machten noch für den gleichen Tag aus nach Aguas Calientes aufzubrechen.
Wir verbrachten den Vormittag in der Stadt und um 13:00 hieß es dann; auf geht’s. Die Zugfahrt war super schön, die Landschaft erneut prächtig. In Aguas Calientes angekommen, bezogen wir unser Zimmer was ebenfalls gut war, ich nutzte es nach einem Jahr ohne Fernseher mal aus, ein bisschen zu schauen, wir duschten uns, hatten eine kurze Einweisung unseres Fremdenführers, aßen zu Abend und legten uns gegen 22:00 schlafen.
Um 6:00 standen wir auf und machten uns auf um mit dem Bus hoch auf den Berg zu fahren, der Aufstieg zu Fuß hätte um die 3 Stunden gedauert.
Es war noch sehr neblig als wir ankamen und Papa wurde schon nervös, dass es denn ganzen Tag so bleiben würde. Die Tour war gut, die Ruinen beeindruckend, wunderschön, spannend und mysteriös.
Noch am gleichen Tag machten wir uns auf den Rückweg nach Cuzco wo wir sehr gut zu Abend aßen und nun noch 1 ½ Tage vor Ort hatten. Wir bummelten ein bisschen, besuchten die Christusstatur und konnten die Sache erstmals ein bisschen ruhiger angehen lassen. Donnerstagmorgen dann ging es schon früh mit dem Flugzeug nach Santa Cruz zurück.
Ostern verbrachten wir im Projekt, nahmen am Kreuzweg vom Hogar teil, an der Messe aßen mit dem ganzen Projekt am Sonntagmittag, das legendäre Hühnchen und ruhten uns ein bisschen aus. Freitag, Samstag und Montag ging ich arbeiten und wurde heftig von den Jungs begrüßt.
Montagabend machten wir uns dann auf nach Cochabamba, Mama und Papa flogen Dienstagmorgen nach und wir trafen uns am Flughafen. Das Hostal für die Nacht hatten wir schon gefunden, wir duschten uns und liefen ein bisschen über den Markt. Cochabamba ist noch mal eine andere Welt. Wir waren zum Mittagessen eingeladen und besichtigten danach die Christusstatur, leider konnten wir nicht rein, weil er geschlossen war aber wir hatten auch so eine schöne Aussicht über die Stadt und Umgebung. Den nächsten Tag, verbrachten wir erneut in Heißen Quellen und hatten eine sehr schöne Zeit und Fahrtzeit zu 10 Personen in einem Auto =).
Wieder in der Stadt angekommen, kauften wir das Ticket für die Nacht, aßen zu Abend und liefen noch ein bisschen über die Plazas, die wirklich sehr schön sind.
Die Nacht in der Flota war gut, am Morgen wurden wir mit einer Blockade in Santa Cruz begrüßt und mussten die letzten Meter laufen um ein Taxi zu dem Hotel von Mama und Papa und zum Haus zu bekommen.
Den letzten Abend haben wir traditionell cambisch gegessen, Spezialitäten aus Santa Cruz.







Norbert Davepon said,
Mai 26, 2011 @ 16:22
Hallo Lena,
ich wollte dir kurz auf deine neue Story antworten.
Es ist schon atemberaubend, was du so aller erlebst. Mama und Papa haben uns so viel erzählt und wir hingen an ihren Lippen und waren hin und weg. Letztes Wochenende haben wir Bilder gesehen. Ich kam wohl erst zur Halbzeit und dennoch waren da noch Fotos und Geschichten für mehr als 1 Stunde.
Gestern hat Lisa ihre mündl. Prüfung in Mathe gehabt und ist mit dem Abi durch. Heute hat Marco seine Meisterprüfung bestanden. Suzi und Frank Lemke haben einen kleinen Sohn den sie Milan getauft haben. Das sind so die Neuigkeiten aus Lenzholz und Umgebung. Ich hoffe du freust dich über ein paar Zeilen aus der Heimat. Liebe Grüße, laß dich nicht unterkriegen und sei ein bisschen stolz darauf was “du” leistest.
Nobbi
Norbert Davepon said,
Juli 30, 2011 @ 10:03
Hallo Lena,
)
die letzten Tage für dich laufen nun ab. Ich freue mich wenn du wieder da bist. Heute gehen wir bei Marco feiern. Wir sind beim Schneider in Dürscheid. Das gibt bestimmt ne Sause. Lisa soll auch heute morgen aus Texas zurück sein und ich hoffe sie kommt auch heute Abend und erzählt von ihrem Abenteuer. Ups da klingelt es an der Türe…….. Der Marco wars, schöne Grüße.
Jenny ist jetzt wieder die Woche über in Bad Münstereifel und muß viel lernen. Kriegt sie aber hin (hoffentlich) Letzte Woche waren wir zusammen bei der Formel 1 am Nürburgring. Das hatte sie mir zum Geburtstag geschenkt. Wir haben fast alle Fahrer getroffen und es war bis auf das Wetter alles sehr schön. Apropos Wetter. Hier ist es scheiße kalt für Juli. Immer nur 16-20 °C und viel Regen. Brrr. Aber nächste Woche soll es endlich besser werden. Na und wenn du zurück kommst scheint ja sowieso die Sonne
Bis denne und liebe Grüße von allen
Nobbi