Archive for September, 2011

Nachtrag: Akosombo-Staudamm

Montag, September 26th, 2011

So, es hat mich zwar einige Stunden und viele Nerven gekostet, aber ich habe eine neue Art der Bilderpräsentation gefunden und installiert. Diese möchte ich mit den folgenden Bildern testen. Die Bilder entstanden während eines Ausflugs zum Akosombo-Staudamm, einem wirklich beeindruckenden Bau- und Kraftwerk. Auf dem Rückweg besichtigten wir noch die längste Brücke Ghanas. Ich hoffe die Bilder gefallen und mit der Technik klappt das jetzt auch alles so, wie ich mir das wünsche…

(Nein, tut es natürlich nicht. Quasi zeitgleich mit dem letzten Wort fiel der Strom und somit auch das Internet aus. Mal schauen wann ich diesen Artikel online stellen kann..)

(Strom haben wir zwar mittlerweile wieder, aber Internet immer noch nicht.. Wie gesagt: mal schauen..)

(Soo – Strom und Internet gehen. Dafür sitzen wir seit gut drei Tagen auf dem Trockenen..)

viele Grüße

Lukas

AkosomboAuswahlKlein

(Einfach auf das Bild klicken, dann solltet ihr zu einem Online-Fotoalbum (Picasa) kommen. Dort könnt ihr euch dann durch die Fotos klicken. Beachtet auch die kleine Karte auf der rechten Seite. Dort wird gezeigt wo die Fotos aufgenommen wurden. Meine Kamera kann ihre Position bestimmen und die GPS-Daten mit den Bildern abspeichern.)

Unterricht.

Samstag, September 17th, 2011

Ja – das schöne Ferienleben ist vorbei und die erste richtige Schulwoche liegt sogar schon hinter uns. Ich schreibe “richtig”, da die Schule eigentlich ja schon vor vierzehn Tagen anfing. Diese “erste” Woche vom 05. bis zum 09.09. kann man jedoch wirklich nicht als Schulwoche bezeichnen. Während der ersten Tage waren jeweils nur gut zwei Drittel der Schüler anwesend, die anderen hatten den Anfang des Schuljahres einfach verpennt. Die Unterrichtszeiten waren kürzer, die Pausen und Spielphasen dafür länger. Schluss war auch schon bereits immer kurz vor Zwei Uhr, und nicht wie eigentlich gedacht um Drei.

Die letzte Woche war jedoch wieder vom normalen Timetable geprägt:

Morgen-Assembly — zwei mal 60 Minuten Unterricht — kurze Pause — eine dritte Stunde Unterricht — Mittagessen — Hausaufgabenzeit (nicht zum machen der Hausaufgaben, sondern nur zum anschreiben und erklären dieser..) — “Activities” (das kann quasi alles sein ;-) ) — Schluss-Assembly

Als Fächer stehen folgende auf dem Plan: Englisch, Mathe und Science. Letzteres ist wie “Heimat- und Sachkunde” in deutschen Grundschulen. Alles, was nicht in Englisch oder Mathe reinpasst, wird hier unterrichtet.

In Pauls und meiner Klasse sind acht Kinder, zwei Jungen und sechs Mädchen. Mittlerweile können wir sogar schon die Namen! (Felicia, Grace, Forgive, Betta, Elizabeth, Perfect und Kwame, Karim) [Und ja, die Namen lauten wirklich so. In einer anderen Klasse gibt es auch einen Jungen mit dem Namen Whoknows..] Die ersten zwei Tage sind wir quasi unvorbereitet in die Klasse getaumelt, was keine sehr gute Idee war. Wenn man sich nur zehn Sekunden von der Klasse abwändet um zu klären, was man denn jetzt machen solle, bricht das Chaos aus. Am Dienstag Abend haben wir uns dann aber mal zusammen gesetzt und einen Plan für die restlichen drei Tage ausgearbeitet. Dann hat das mit dem Unterrichten aber erstaunlich gut geklappt. (D.h. so gut, dass ich selbst ein bisschen überrascht war ;-) ) Das Niveau der Klasse entspricht dabei (je nach Person / Fach / Tagesform / Art der Aufgabe) einer deutschen Grundschule, teilweise sogar einer 5. Klasse. Die Unterschiede sind allerdings wirklich groß.

Ab Montag sind drei (fragt bitte nicht wer..) der Mädchen allerdings nicht mehr da, da sie auf eine öffentliche Schule wechseln. Unsere Einrichtung ist ja keine Schule, sondern nur ein “Alphabetisierungs-Programm”.

Zu den Plänen für dieses Wochenende sage ich nur: Strom? gecheckt! W-Lan? gecheckt! Internet? gecheckt! (Es steht wirklich nicht viel an. Wir haben uns je ein Exemplar der vorhanden Schulbücher mitgenommen und werden für die nächste Woche einen Plan ausarbeiten, Klamotten waschen, Wohnung putzen..)

Zum Schluss noch zwei Bilder: meine zwei maßgeschneiderten, aus handgefärbten Stoffen gefertigten Hemden. (Stoff plus Schneider kosten weniger als ein durchschnittliches weißes Hemd von der Stange in Deutschland ;-) )

Viele Grüße, diesmal sogar aus meinem eigenen Zimmer und nicht etwa dem Computerraum! :-)

Tagesausflug nach Accra.

Montag, September 5th, 2011

Accra – die Hauptstadt

Ja, auch wenn es sich bei Accra um die Regions- (Greater-Accra-Region) und sogar die Landeshauptstadt handelt gibt es dort nicht unbedingt viele touristische Ziele. Die paar Wichtigsten konnten wir im Lauf eines Tages abklappern:

Als erstes besichtigten wir den Kwame Nkrumah Memorial Park. (Hinweis über Artikel beachten!)

In diesem Park besichtigten wir ein kleines “Museum” mit einigen Bildern und ein paar alten Möbelstücken von Nkrumah. Das Interessantere war jedoch sein Grab, das auch dort  zu finden ist:

Der Brunnen wurde gerade renoviert, darum leider ohne Wasser..

Im Inneren des Turm: das eigentliche Grab.

Ein Pfau, der in dem Park lebte. Oder auch nur zufällig dort rumlief…..

Das Auto des Präsidenten, das er zu seinen lebzeiten fuhr.

Danach besichtigten wir das National Theatre:

Gegenüber befand sich dieses schicke Gebäude (eigentlich ist nur der Anstrich sehenswert, aber immerhin..):

Danach liefen wir zum und über den Unabhängigkeitsplatz, auf dem jedes Jahr eine große Zeremonie veranstaltet wird – und der sonst völlig leer in der Gegend rumliegt…:

Einer der Wohnsitze des Präsidenten:

Und das letzte Bild bekommt sogar einen Namen: “Die Leiden des jungen Fotografen” – es war wirklich unglaublich bewölkt, nebelig, diesig. Und man selbst wird nie abgebildet, immer nur die anderen. (In diesem Fall Paul, mein Mit-Volo)

Viele Grüße aus Ghana

:-)