Archive for November 8th, 2010

Bilder sagen mehr als Worte

Montag, November 8th, 2010

Ihr Lieben,

eigentlich hatte ich einen langen Artikel in Ajjanahalli vorgeschrieben, aber jetzt bin ich so begeistert von den technischen Moeglichkeiten hier bei BREADS, dass ich beschlossen habe, euch stattdessen ein Paar Bilder zu zeigen. Nach fast 3 Monaten ist das auch dringend noetig:)

Eine der lustigsten und gleichzeitig entspannendsten Beschaeftigungen hier: das Carrom-Spiel. Die Kinder spielen es jeden Tag und auch wir lernen fleissig dazu. Es geht darum, die Spielsteine in eine der 4 Ecken des Brettes zu schnippsen. Das verlangt viel Fingerspitzengefuehl und eine gute Technik. Auch wenn ich noch kein einziges Spiel gewonnen habe, kann ich den kleineren Kindern mittlerweile das Wasser reichen. 

Ich trage auf dem Foto uebrigens einen Churidar. Den tragen die meisten jungen Frauen in Indien und ist wahnsinnig bequem. Allerdings sieht man darin aus wie ein Elefant, wie Anna-Lena und ich immer wieder feststellen ;)

Medicine. Das Bild zeigt aber nicht die Realitaet, denn normalerweise schwirren immer wahnsinnig viele Kinder um uns herum und wollen lautstark verarztet werden. In der halben Stunde zwischen Abendessen und Night-Prayer versorgen wir 20-30 Kinder. Das kann dann schon mal sehr stressig werden.

Computer Class, Anna-Lena mit unseren Juengsten. Jeden Tag eine andere der 8 Gruppen. Ab und zu dann mal Stromausfall. Im Moment 3 Computer fuer bis zu 11 Kinder. Trotzdem macht es Spass und einige Jungs sind schon echt gut.  

Mein Frisoersalon. Haareschneiden ist super entspannend, ein bisschen Uebung brauche ich aber noch.. und danach sind meine ganzen Klamotten voller Haare. Ich warte schon auf den Tag, an dem mich dabei eine Laus findet.

Die Waesche. Eine unglaublich anstrengende Aufgabe, vor allem wenn es sehr heiss ist. Den Handschuh trage ich nicht etwa aus Eitelkeit, sondern weil die indische Seife unglaublich agressiv ist. Schon mehrmals hat sich deswegen die obere Hautschicht meiner Haende abgeloest. Also besser Vorsicht als Nachsicht.

Meine Ecke in unserem gemeinsamen Zimmer. Ueber meinem Schreibtisch ein paar Fotos und Karten aus Deutschland. Aus dem Fenster kann man bei gutem Fenster die schoensten Sonnenaufgaenge sehen. Das Bett dient als Ablage fuer alles Moegliche, wir haben im Zimmer nicht so viel Stauraum. Ganz wichtig: das Moskitonetz. Und wehe man hat nachts eine kleine Luecke zwischen Matratze und Bett gelassen… dann hat man am naechsten Morgen die Bescherung.

Unsere Volunteerswand. An die Wand haben wir Fotos von den gemeinsamen Seminaren und dem Aussendungsgottesdienst. Davor unsere “Kleiderstange”, die wir erfunden haben, weil wir nicht genug Platz im Schrank haben.

Naechste Woche wieder viele Neuigkeiten von mir, bis dahin wuensche ich euch alles Gute!

Eure Miri