April, April!

April 4th, 2011

Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich am 1. April auf die Scherze der Jungen reingefallen bin. Aber eindeutig zu oft. Während die Kleinen uns etwas ungelenk vor imaginären Schlangen warnen wollten, haben sich die Großen  dabei ziemlich geschickt angestellt.

Auch die Schulen der Jungs haben sich einen kleinen Scherz erlaubt. Zumindest habe ich das solange angenommen, bis es sich dann auf einmal bestätigt hat. Am 13. April sollten hier die sechswöchigen Sommerferien anfangen. Das fanden die Lehrer aber wohl zu kurz und haben spontan beschlossen, die Schulen schon 2 Wochen vorher zu schließen. Und dann sitzt man hier mit einem Haufen Kinder und muss die nächsten Wochen komplett um planen. Also wurden in Windeseile die Familien der Jungen angerufen, die Kontakt zu ihrer Familie haben. Im Laufe der nächsten Tage wurden dann etwa 25 Jungen abgeholt.

Die Zehntklässler schwitzen gerade über ihren Abschlussklausuren und danach fängt für sie der Ernst des Lebens an. Sie müssen unser Center verlassen und werden entweder zurück zu ihren Familien gehen oder an andere Don Bosco Einrichtungen weitervermittelt. Uns steht also in einigen Tagen der erste Abschied bevor. Ein sehr komisches Gefühl, diese 15 Jungen dann nicht mehr zu sehen.

Mit den anderen 50 Jungen werden wir im achtwöchigen „Summercamp“ eine erlebnisreiche Zeit verbringen. Wir werden Ausflüge machen, Wettbewerbe haben, Neues lernen und dadurch die Jungen noch ein bisschen besser kennen lernen. In Erinnerung an das letzte Feriencamp im Herbst wissen wir aber auch, dass die Zeit wahnsinnig anstrengend und fordernd wird. Denn wir werden kaum Zeit für uns haben und immer wieder spontan neue Ideen entwerfen müssen.

Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass wir in dieser Zeit eine Woche Urlaub genehmigt bekommen haben. Annas Geschwister kommen über Ostern nach Indien. Mit ihnen werden wir nach „God’s own country“ reisen, wie Indiens Ausnahmebundesstaat Kerala hier gerne genannt wird. Dort werden wir an der südlichsten Spitze Indiens am Strand liegen, durch Teeplantagen streifen, einen Tag in einem traditionellen Hausboot durch malerische Flusslandschaften gondeln und noch vieles mehr.     

Der April hält also viele tolle Ereignisse parat, nur ein wenig Aprilwetter fehlt mir. Hier sind es im Moment konstante 35 Grad. Eindeutig zu viel, um erfolgreich Fußball zu spielen oder die umliegenden Berge zu besteigen.

Eure

Miri

Don Bosco Familie

März 28th, 2011

Diese Woche hielt mal wieder einige Überraschungen für uns bereit. Leider eher weniger gute. Einer unserer Jungs hat Masern und Anna und ich versuchen, ihn wieder gesund zu pflegen und gleichzeitig zu verhindern, dass sich die anderen Jungs anstecken. Gar nicht so leicht, denn sobald die Jungs sehen, dass wir auf dem Weg ins Krankenzimmer sind, heften sie sich an unsere Fersen und sind kaum noch loszuwerden. In 10 bis 14 Tagen werden wir dann wissen, ob wir die anderen Jungs schützen konnten. Unser Patient ist ganz langsam auf dem Wege der Besserung, er hat es aber geschafft, uns einen großen Schrecken einzujagen. Über Masern wussten wir gerade einmal, dass man Kinder in Deutschland dagegen impft, von daher war unser Buch aus Deutschland wieder einmal Gold wert. Und da es auf Englisch ist, konnten wir es auch unserem Chef unter die Nase halten und damit bewirken, dass der Junge zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht wurde.

Außerdem habe ich es geschafft, mir einen Bienenstich am Fuß einzufangen, und zu guter Letzt hat es gestern Nacht zum ersten Mal seit Monaten mal wieder geregnet. Für die Planzen, vor allem die Mangobäume, natürlich gut, für unser Zimmer eher weniger. Das liegt nämlich an so einer ungünstigen Stelle im Haus, dass es bei uns immer zuerst rein regnet. Mit  indischer Gelassenheit haben wir aber erstmal weitergeschlafen und am nächsten Morgen den See begutachtet. Der war dann aber schon auf dem Weg ins Zimmer unter uns, wodurch wir uns das Aufwischen gespart haben;).

Zur Aufheiterung nun also ein paar Fotos der letzten Wochen und Monate:

Unsere große Familie. Alle Jungen, Betreuer und Salesianer vor dem großen Eingang.

Das Projekt inmitten dieser wunderschönen Natur.

Unsere Band nach einer sehr intensiven Probe. Einigen Jungen sieht man die Erschöpfung deutlich an.

Mit meiner Tante und meinem Onkel auf unserem „Hausberg“.

5 deutsche Mädchen am Strand von Goa.

Die deutschen Don Bosco Voluntäre beim Zwischenseminar.

Eure Miri

„Das öffne ich gleich morgen früh“

März 21st, 2011

Wahrscheinlich kein Freiwilligendienst ohne eine Krankenhausgeschichte. Und nachdem Anna und ich bis jetzt super ohne ärztlichen Beistand ausgekommen sind und beim Zwischenseminar in Goa zum Glück im Gegensatz zu manchen anderen nichts über eine Fischvergiftung, einen heftigen Sonnenstich oder Denguefieber zu berichten hatten, hat Anna sich heimlich überlegt, unserer Erfolgsstory ein Ende zu setzen.

Dabei fing alles ganz harmlos an. Vor ein paar Wochen hat sie an ihrem Kinn eine Anschwellung festgestellt, die wir erst für einen Moskitostich gehalten haben. Ganz langsam ist die Stelle dann immer größer und härter geworden, bis es sogar den Jungs aufgefallen ist. Die haben Anna dann nämlich vorgeworfen, ständig ein Bonbon zu lutschen und ihnen nichts abzugeben.

Schwester Theresa war zu dem Zeitpunkt noch hier in Ajjanahalli und fand das Ganze auch ziemlich merkwürdig. Geraten hat sie Anna dann ein Antibiotika zu nehmen, was wir aber nicht ganz so lustig fanden und deshalb gelassen haben. Also verging noch etwas Zeit, Anna hat mit ihren Ärzten in Deutschland Kontakt aufgenommen, Schwester Theresa hat Abschied von Ajjanahalli genommen und Annas „Bonbon“ wurde immer größer.

 Und an dieser Stelle kommt dann das berühmt-berüchtigte Schicksal ins Spiel. Denn als wir vor zwei Wochen Schwester Theresa in Bangalore besucht haben, waren wir sofort in den allerbesten Händen. Denn wo könnte man besser aufgehoben sein, als zu Gast in einem Haus voller Krankenschwestern und deutscher Schokolade und mit einem Krankenhaus auf der anderen Straßenseite? Die Chance haben wir dann gleich genutzt und einen Arzt um Rat gefragt. Der hat dann gleich für den nächsten Tag eine kleine OP angeordnet. Damit wurde aus unserem 2-tägigen Aufenthalt bei  Schwester Theresa ein 4-tägiger.  Sie hat uns wirklich selbstlos umsorgt und uns sogar deutsche Schokolade in den Kühlschrank gelegt, obwohl Aschermittwoch war und alle anderen gefastet haben.

Die Wunde haben wir nach 2 Tagen dann aber doch lieber selbstständig in Ajjanahalli versorgt, denn den Krankenschwestern in dem Krankenhaus haben wir nicht so ganz über den Weg getraut. Dafür war der Arzt sehr kompetent. Mittlerweile ist die Wunde gut verheilt, der super Ausstattung unseres Medicine-Rooms sei Dank.

Die ganze Geschichte hinterlässt außer einer großen Dankbarkeit aber auch noch einen anderen Nachgeschmack. Denn die Flure des Krankenhauses waren gepflastert mit Preislisten für die jeweiligen Behandlungen. Was für uns dank Auslandskrankenversicherung kein großer Grund zur Besorgnis ist, treibt eine indische Familie nicht selten in den finanziellen Ruin. Einen Tag in einem Krankenhauszimmer kostet 400 Rupien (ca. 7€), dazu kommen dann noch die Kosten für  Essen, die Behandlung durch den Arzt 200 Rupien (ca. 3,50€) und natürlich die Medikamente, Verbände und sonstige Dienstleistungen. Und das Ganze jeden Tag wieder von neuem. Eine 24-stündige künstliche Beatmung schlägt mit rund 17€ zu Buche. Hört sich ja eigentlich alles nicht so schlimm an. Wenn man aber bedenkt, dass die indische Durchschnittsfamilie meist nicht mehr als 100€ im Monat zur Verfügung hat, dann fragt man sich ernsthaft, wer sich die Behandlung  einer Krankheit wie z.B. Krebs denn überhaupt leisten kann. Nur fragt die Krankheit ja leider vorher nicht kurz nach, ob man dann auch genug Geld für die Behandlung hat.

Eure Miri

Cricket World Cup-Wer will denn so etwas sehen?

März 7th, 2011

Ganz Indien ist mit dem  Cricketfieber infiziert. Ganz Indien? Nein, zwei Voluntaerinnen in einem kleinen Dorf im Sueden Karnatakas leisten unermuedlich Widerstand gegen diese schreckliche Seuche.

Cricket ist Indiens Nationalsport. Und zu allem Ueberfluss wird der World Cup auch noch in Indien, Bangladesh und Sri Lanka ausgetragen.

Nach Schach und Golf ist Cricket wohl die langweiligste Sportart fuer den Zuschauer. Es bewegen sich selten mehr als 2 Spieler auf dem Spielfeld, der Rest steht einfach nur regungslos in der Gegend herum. Der Ball ist so klein, dass man ihn auf dem Fernsehbildschirm kaum erkennen kann und die Fernsehmoderatoren geben pausenlos irgendwelche Zahlenkolonnen a la ” noch 54928364029  Runs  mit 928542 Balls” von sich. Okay, ich gebe zu, dass die Zahlen ein wenig uebertrieben sind, aber manche Werte kommen dem schon sehr nahe;) Und als ob das alles nicht schon genug waere, dauert ein einziges Spiel dann auch noch locker 5 Stunden.

Die Fathers und die Jungs im Projekt versuchen unermuetlich, uns das Spiel zu erklaeren und uns dafuer zu begeistern, aber es ist einfach hoffnungslos. Die erste halbe Stunde halten wir den Jungs zuliebe aus und dann verschwinden wir ganz heimlich vom Fernseher. Dafuer haben wir jetzt mehr Zeit, den Medicineraum sauber zu halten, und Unterricht und Spiele vorzubereiten;)

Heute und morgen folgen wir der Einladung Schwester Theresas und besuchen sie hier in Bangalore. Sie ist zwar die wahrscheinlich groesste Cricketfanatikerin Indiens (man braucht ihr nur ein Stichwort zu geben und sie rattert alle Zahlenkolonnen jedes einzelnen Cricketspiels der letzten Jahrzehnte auswendig herunter), aber wir haben sie waehrend ihrer Zeit in Ajjanahalli wirklich lieb gewonnen und ausserdem hat sie ihre Einladung wie folgt formuliert: Kommt mich besuchen und dann backen wir richtiges braunes Brot. Wer kann da schon nein sagen?

Wir werden uns jetzt also auf den Weg zu ihr machen und dabei versuchen, allen Cricketfans in der Stadt auszuweichen.

Naechste Woche arbeiten wir, aber in 2 Wochen gibt es wieder Neues vom Ende der Welt.

Eure Miri

P.S.Einen Gruss in den Karneval!

Wilde Kerle

Februar 28th, 2011

Damit ist ausnahmsweise einmal nicht die deutsche Kinderbuchreihe gemeint, sondern die 40 Jungs, die uns in der letzten Woche besucht haben. Neben den üblichen Ermahnungen an unsere Jungs (wohl am beliebtesten : „bega, bega“ also „schneller, schneller“) hallten in dieser Zeit noch viele  andere durchs Haus (am kuriosesten: „Bitte reißt die Blumen nicht aus!“). Die Jungs wohnen in „Bosco Mane“, einem Don Bosco Projekt, das mitten in Bangalore liegt, und durften deswegen bei uns auf dem Land einen Tag fernab des Großstadtdschungels verbringen. Den ganzen Tag lang durften sie spielen, die Natur genießen, Lagerfeuer machen und abends mit unseren Jungs unter dem Sternenhimmel tanzen.

Die Arbeit von Bosco Mane und den anderen Don Bosco Projekten in Bangalore (alle zusammen „BOSCO“ genannt)  ist unglaublich spannend und faszinierend, deswegen möchte ich sie euch gerne näher vorstellen.

Jeden Tag kommen unvorstellbar viele unbegleitete Kinder in Bangalore an. Die meisten reisen mit dem Zug, da man sich darin am besten verstecken kann. Es wird geschätzt, dass sich in jedem eintreffenden Zug 8-10 unbegleitete Kinder aufhalten. Bei  75-80 Zügen pro Tag eine ganz schön große Zahl. Diese Kinder verlassen ihre Familien meist aufgrund von Problemen innerhalb der Familie, am häufigsten aus Armut, Trennung/Scheidung der Eltern oder aber auch Alkoholismus seitens der Eltern. Bangalore reizt wegen seines Images als modernste Stadt Indiens Kinder aus dem ganzen Land, die sich deshalb teilweise tagelang im fahrenden Zug verstecken müssen.

Nach Don Boscos Intention, die Kinder so früh wie möglich zu erreichen, damit sie noch nicht zu abhängig von der Straße sind, stehen auf Bangalores Bahnhöfen Mitarbeiter von BOSCO bereit. Sind die Kinder nämlich erst ein paar Tage alleine auf den Straßen Bangalores unterwegs, haben sie schon Kontakt zu anderen Straßenkindern und sind schwerer wieder dort wegzubewegen.  Die Mitarbeiter an den Bahnhöfen wissen ganz genau, wo sich diese Kinder am ehesten aufhalten, erkennen diese in den Menschenmassen und sprechen sie mit der Frage „Wie kann ich dir helfen?“  gezielt an. Um wirklich mit allen Kindern kommunizieren zu können, sprechen alle dieser Mitarbeiter sage und schreibe 5 der offiziellen Sprachen Indiens.

Je hungriger und ärmer die Kinder sind, desto eher lassen sie sich dazu bewegen, mit dem Mitarbeiter mitzukommen. Jeden Tag können die Mitarbeiter 30 bis 40 Kinder von der Straße holen, das macht im Monat ungefähr 1000 Kinder! Je nach Alter und Geschlecht werden sie dann in die verschiedenen Don Bosco Projekte gebracht, in denen versucht wird, ihre Herkunft zu klären.

Dabei recherchieren die Mitarbeiter mit einer unfassbaren Motivation, denn selbstverständlich erzählt kaum ein Kind von Anfang an seine wahre Geschichte. So recherchieren die Mitarbeiter nicht selten in eine völlig falsche Richtung, bis das Kind dann eine weitere Information herausrückt. Wobei das auch nicht unbedingt heißen muss, dass diese dann der Wahrheit entspricht.

Das höchste Ziel bei diesem Prozess ist, das Kind wieder zu seiner Familie zurückzubringen. Bei ca. ¾ der  aufgelesenen Kinder kann die Familie gefunden werden. Ist es allerdings nicht möglich, die Familie zu finden, oder kann man dem Kind nicht zumuten, zur Familie zurückzukehren, so kümmert sich das Netzwerk der Don Bosco Projekte in  Bangalore und Umgebung weiterhin um das Kind.

Dabei haben die Kinder je nach Alter, Vorbildung und Eignung die Möglichkeit, zur Schule zu gehen, eine Ausbildung z.B. im Schneidern oder Schweißen zu machen, oder in einen Job vermittelt zu werden. Auch zu uns nach Ajjanahalli kommen auf diesem Wege Jungs, die von nun an die Schule besuchen sollen.

Für diese tolle Arbeit wurden die „Bosco“ Projekte übrigens vor kurzem von den Bürgern Bangalores zur „Kinderfreundlichsten Einrichtung der Stadt“ gewählt. Dass einer christliche Einrichtung in einem nicht-christlichen Land eine solche Sympathie entgegengebracht wird, ist ein Beweis für die Qualität der Projekte. Und trotzdem sind die Salesianer und die Mitarbeiter noch nicht so recht zufrieden damit: Sie arbeiten nämlich gerade einen Plan aus, wie sie bald noch mehr Kinder erreichen können.

Bei uns in Ajjanahalli ist nun wieder Ruhe eingekehrt und alle sind erleichtert, dass der Besuch so gut und vor allem ohne bleibende Schäden abgelaufen ist. Eine kleine Veraenderung bleibt aber trotzdem zurueck, denn 2 der Bosco Mane Jungs werden ab jetzt bei uns in Ajjanhalli wohnen.

Eure Miri

“Nano schoolgeh hogo!”

Februar 21st, 2011

Zu Deutsch: Ich gehe zur Schule! Oder in unnachahmlichem Kannada-Satzbau: Ich Schule zur gehe. Das konnten Anna und ich am Freitag endlich verkünden, denn wir hatten es geschafft, unseren Direktor zu überreden, dass wir uns eine kleine Auszeit nehmen und statt die kleinen Jungs im  Projekt zu betreuen, die Großen zur Schule bringen dürfen. Die Jungs waren ebenso glücklich, denn schon oft haben sie uns gefragt, wann wir denn endlich mitkämen. Also sind wir mit den 67 Schuljungen händchenhaltend in das etwa 1 km entfernt liegende Dorf Ajjanahalli losgezogen. Unterwegs haben sie uns dann kichernd die Häuser ihrer Angebeteten gezeigt. Demnach müsste wohl jedes Mädchen aus dem Dorf mindestens einen unserer Jungs heiraten.

Zuerst haben wir uns die Middle School angeschaut. Ein wenig schlucken mussten wir da schon, denn nicht alle Klassenräume haben Tische und Bänke, von Strom mal ganz zu schweigen. So kommt es, dass in dem einen Klassenraum alle 51 Siebtklässler eng gequetscht und vor allem in ziemlicher Dunkelheit gemeinsam lernen. Der Klassenraum der Fünftklässler dagegen enthält  keinen einzigen Tisch und keine Bank, dafür ist er hell und vor allem muss er nur 21 Schüler beherbergen. Die High School (8. bis 10. Klasse) hat es da ein wenig besser getroffen, denn alle Klassenräume haben zumindest ein paar Tische und Bänke. Der Rest der Schüler muss aber trotzdem auf dem Boden sitzen.

So erschreckend das alles für uns war, wissen wir doch, dass es selbst unter diesen Umständen gut und wichtig ist, dass Indiens Kinder sagen können : Nano schoolgeh hogo. 70% aller Inder leben auf dem Land. Das bedeutet meist, dass sie mitsamt ihrer Grossfamilie und ihrer Tiere in einer Hütte oder einem einfachen Steinhaus wohnen. Betritt man ein indisches Dorf, fühlt man sich um Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte in der Zeit zurückversetzt. Kurz vor dem Dorf empfängt einen ein unangenehmer Gestank, denn dieser Ort ist die einzige Toilette der ganzen Dorfgemeinschaft. Im Dorf laufen die Tiere kreuz und quer bis ihre Besitzer sie mit in den Wald nehmen. Dort sitzen die Menschen dann den ganzen Tag in stiller Meditation und warten, bis es Zeit wird ihre Tiere wieder mit ins Dorf zu nehmen. Wasser gibt es an genau einer Stelle im Dorf: dem Brunnen. Die hygienischen Verhältnisse sind alles andere als optimal. Das Kastensystem schreibt ganz genau vor, wer an welcher Stelle im Dorf wohnen darf.

Gerade am Anfang unserer Zeit hier in Indien hatten Anna und ich das Gefühl, dass sich die Situation in den Dörfern wohl nie ändern wird. Die Zeit scheint dort einfach stehen zu bleiben. Durch Zufall haben wir dann allerdings vor ein paar Monaten Sylvia, eine Mitarbeiterin von Don Bosco Mission Bonn, in Bangalore kennengelernt. Mit ihr haben wir uns intensiv über das Thema unterhalten und sie konnte uns beruhigen. Denn sie hat auf ihren Reisen nach Indien schon oft die Erfahrung gemacht, dass eine Dorfschule einen großen Einfluss auf das Leben im Dorf hat. Denn dadurch, dass die Kinder sich dann nicht mehr rund um die Uhr bei ihrer Familie aufhalten, sondern auch andere Meinungen und Ideen kennenlernen, würden diese Kinder entscheidend zu einem Wandel beitragen können. Zudem bestehen fuer die Jugendlichen mit High School-Abschluss natürlich viel bessere Chancen, eines Tages zumindest zeitweise aus ihrem Dorf herauszukommen und vielleicht sogar eine Berufsausbildung zu absolvieren. Wichtig für mich ist auch, dass die Schulen für Jungen und für Mädchen geöffnet sind, was für indische Verhältnisse ein unglaubliches Zugeständnis an die Frauen ist.

Die Teilnahme an der Abschlusspruefung der 10. Klasse hat fuer einige  unserer Jungs aber noch einen nicht ganz unwichtigen Aspekt. Er ist fuer all diejenigen, die nichts ueber ihre Vergangenheit, also weder ihren Geburtstag, ihren Geburtsort, ihre Eltern oder irgendeine noch so unwichtige Kleinigkeit, wissen, die einzige Moeglichkeit als indischer Staatsbuerger registriert und anerkannt zu werden.

 Einen Gruß von der Schulbank sendet euch

eure Miri

Auf die Gastfreundschaft!

Februar 14th, 2011

Die Haelfte unseres Freiwilligendienstes ist vorbei. Seit knapp einem halben Jahr sind Anna und ich zu Gast in Indien, einem faszinierenden, verwirrenden, schrecklich-schoenen Land.

Mit jeder Faser meines Koerpers spuere ich, dass ich “a foreigner”, ein Auslaender, bin , schliesslich kann man sich als weisse und blonde Frau in Indien kaum verstecken. Und trotzdem kann man sich aufgrund der Offenheit, Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft der Inder hier wie zu Hause fuehlen.

Mein Direktor Fr. CV George hat das einmal sehr treffend zusammengefasst: “Wenn du einen Inder nach dem Weg fragst, dann wird er dich kilometerweit dorthin bringen, nur um sicherzugehen, dass du gut dort ankommst.”

So unrealistisch das klingt, es stimmt wirklich. Ich erinnere mich nur zu gerne an eine Situation ganz am Anfang unserer Zeit in Ajjanahalli. Damals hat sogar ein staatlicher Bus fuer uns seine Route geaendert, nur um uns sicher nach Ajjanahalli zu bringen.

Das Interesse an unserer Person und an unserer Herkunft faellt immer wieder auf. Egal ob Kind oder Erwachsener, immer wieder kommen Inder laechelnd auf uns zu und fragen uns nach unseren Namen, unserem Heimatland, unseren Eltern und last but not least, ob wir verheiratet sind. Eine sehr wichtige Frage in Indien, die wir auf den Rat unserer Fathers immer damit beantworten, dass wir verlobt sind. Das ist dann gerade noch akzeptabel, schliesslich muessten wir nach indischer Lebensplanung schon verheiratet mit Kind zu Hause sitzen. Auf diese Art lernt man hochinteressante Menschen kennen, von einfachen indischen Dorfbewohner bis zum weitgereisten Geschaeftsmann ist alles dabei.

So sehr es mich freut, hier ueberall mit offenen Armen empfangen zu werden, muss ich dabei doch oft an die Situation in Deutschland denken. Wie oft habe ich aufrichtiges Interesse an der Herkunft einer Person gehabt, wie oft habe ich Auslaender laechelnd angesprochen und sie nach ihrem Namen gefragt?

In Deutschland fast unvorstellbar, aber wer sagt denn, dass es dort keine Menschen gibt, die sich fremd fuehlen, die vielleicht sogar unfreiwillig ihre Heimat verlassen mussten, die sich nichts sehnlicher wuenschen, als dass jemand ihre Hand nimmt und ihnen den Weg zeigt in dieser fremden und vielleicht sogar beaengstigenden Situation?

Es muss ja nicht gleich der kilometerlange Umweg sein, aber vielleicht ist ein kleines Laecheln fuer den Anfang ja schon genug. Ausserdem besagt ein indisches Sprichwort: Das Laecheln, das du aussendest kehrt zu dir zurueck.

Ich sende euch jetzt also ein von Herzen kommendes Laecheln, in der Hoffnung, dass ihr es in Deutschland an den naechsten Einsamen weitergebt, den ihr trefft. Ganz egal welche Hautfarbe, welche Haarfarbe oder welche Kleidung er traegt.

Eure weisse und blonde Miri

P.S. 6 Monate, 25 Blogartikel, ein ganz grosses Dankeschoen an euch alle! Ich haette nie gedacht, dass so viele Menschen ueber einen so langen Zeitraum meinen Blog verfolgen und so meine Erlebnisse hier in Indien teilen.

Unverhofft kommt oft

Februar 7th, 2011

Seit mehr als 4 Monaten liegt die Verantwortung für die medizinische Versorgung der Jungs nun schon bei Anna und mir. Dabei müssen wir uns auf ein Halbwissen aus Erste-Hilfe-Kurs,  Zeltlagererfahrung und Biologieunterricht stützen. Wunden und Abzesse können wir mittlerweile im Schlaf behandeln, aber viel zu oft stehen wir ratlos vor einem Kind, das schon seit Wochen Ohrenschmerzen oder beinahe täglich neue Eiterwunden hat oder dessen Bauchschmerzen uns irgendwie merkwürdig erscheinen. Geht man mit Kindern in Deutschland dann einfach zum Arzt, versucht man den Krankenhausbesuch hier so weit wie möglich zu vermeiden. Schließlich sind die Kinder nicht krankenversichert und sowohl die Untersuchung als auch die daraufhin verordneten Medikamente sind eine zusätzliche finanzielle Belastung für das Projekt.

Dabei ist unser „Medicine-Room“ gar nicht mal schlecht ausgestattet, denn darin befinden sich neben den üblichen Medikamenten auch noch Reste aus einer mobilen Ambulanz, die früher mitsamt Krankenschwester die umliegenden Dörfer  versorgt hat. Aus finanziellen Gründen musste  diese tolle Sache jedoch aufgegeben werden.  Wir vermuten schon länger, dass die meisten Medikamente viel zu heftig für die Kinder sind und nur unter ärztlicher Aufsicht eingenommen werden sollten. Dazu kommt noch, dass indische Medikamente anders heißen als deutsche und dass Packungsbeilagen hier scheinbar gänzlich unbekannt sind. So blieb uns oft nichts anderes über, als den Kindern Calcium oder Vitamin-B-Complex unterzujubeln. Das hat oft ganz gut geklappt, aber der Placebo-Effekt funktioniert scheinbar nur bei kleinen Unwohlheiten.

Eine kleine Verbesserung dieser Situation kam per Post aus Deutschland. Unsere Entsendeorganisation „Don Bosco Volunteers“ hat uns das Buch „Where there is no Doctor” geschickt. Das enthält zum einen sehr viele Informationen über die Behandlung von so ziemlich allen leichteren Krankheiten und zum anderen eine Auflistung der wichtigsten Medikamente mitsamt Infos zu Einnahme, Wirkung und Nebenwirkungen. Als wir unsere Medikamente dann mal damit verglichen haben, waren wir oft ziemlich geschockt und haben in der Folge noch weniger Medikamente an die Kinder verteilt.

Und dann ist doch tatsächlich ein kleines Wunder passiert.  Letzte Woche kam Schwester Theresa, eine Nonne aus Bangalore, um hier für einen Monat die medizinische Versorgung zu  übernehmen. Sie hat viele Jahrzehnte als Krankenschwester gearbeitet und kennt sich super in ihrem Gebiet aus. Noch dazu hat sie einige Zeit in Würzburg in einem Krankenhaus gearbeitet. Als wir sie gefragt haben, wie es ihr dort gefallen hat, meinte sie aber nur: Deutschland ist eine andere Welt, für immer könnte ich nicht dort leben. 

Wir haben jetzt begonnen, mit Schwester Theresa den Medicine-Room auf den Kopf zu stellen. Zu heftige Medikamente werden an das nächste Krankenhaus gegeben, die guten Medikamente ordentlich beschriftet, damit wir wissen, wie wir sie anwenden können, und für uns unbrauchbare  Instrumente ausgelagert. Bei der Gelegenheit hat die Schwester auch erstaunt feststellen müssen, dass wir mit unserer Ausstattung sogar kleine Operationen mit Vollnarkose hätten durchführen können.

Wenn der Raum dann so weit ausgemistet ist, werden wir unseren einmonatigen Krankenschwester-Crashkurs beginnen. Wir hoffen, uns so einiges von ihr abschauen zu können und sind unglaublich dankbar, dass uns eine Verkettung von glücklichen Umständen (die wir noch nicht richtig durchschaut haben) diese Chance gegeben hat.

Dazu kommt noch, dass mit ihrer Anwesenheit die Frauenquote in unserem Haus von 2% auf 3% gestiegen ist. Gleich am ersten Tag hat die Schwester uns gesagt, dass sie froh ist, dass wir hier sind und sie nicht die einzige Frau unter einem Haufen Männer sein muss. Da war das Eis dann natürlich sofort gebrochen und ich habe mit ihr wahrscheinlich schon mehr tiefgründige Gespräche geführt als mit allen anderen zusammen. Anna natürlich ausgenommen;)

Unsere Wohn-und Arbeitsgemeinschaft besteht somit für einen Monat aus der interessanten Kombination von 3 Priestern, 2 angehenden Priestern, einer Nonne und 2 deutschen Voluntärinnen.    

Diese Woche geht es für uns für 5 (!) Tage nach Bangalore. 2 Tage werden wir ein Meeting mit vielen Voluntären aus der Provinz Bangalore haben. Sie alle kommen aus England, den USA, Polen Tschechien und natürlich Deutschland. In dieser Zeit werden wir uns austauschen, mehr über die Pädagogik Don Boscos lernen, ein Gespräch mit dem Provincial haben und wahrscheinlich noch einiges mehr. Deshalb gönnen wir uns danach ein paar Urlaubstage, schließlich müssen wir uns von dem ganzen Stress erstmal erholen, bevor wir wieder ins Projekt kommen ;)

Eure Miri

Denn das Leben ist ein Fest

Januar 31st, 2011

Diese Zeile eines Liedes ging mir in der letzten Woche oft durch den Kopf. Es gab viele Anlässe zur Freude, viel zu tun und mal wieder (oder immer noch?) viel Neues zu lernen.

Anfang der Woche durfte ich, wie ich ja bereits in meinem letzten Artikel erwaehnt habe, den Luxus einer Dusche, einer Wlan-Verbindung und eines warmen und weichen Bettes geniessen. Das alles haben Anna und ich natürlich ausführlich in Anspruch genommen. Gleichzeitig ist uns aber einmal mehr aufgefallen, wie selbstverständlich diese Dinge in Europa sind und wie wenig wir es dort zu schätzen wussten.

Nach zwei ruhigen und entspannten Tagen in Bangalore haben wir meine Tante und meinen Onkel auf eine Abenteuertour mit nach Ajjanahalli genommen. Schon die Busfahrt dorthin war für die beiden ein Erlebnis und im Projekt wurden sie von den Jungs begeistert empfangen. Wir hatten dann aber Schwierigkeiten, den Kindern zu erklären, in welchem verwandtschaftlichen Verhältnis wir zueinander stehen. So wurde mein Onkel für meinen Vater gehalten und meine Tante immer je nach Situation für meine Schwester oder meine Mutter. Es hat die Jungs dann übrigens gar nicht gewundert, dass meine „Schwester“ mit meinem „Vater“ verheiratet ist. Bis Freitag waren die beiden hier in Ajjanahalli, haben sich alles angucken können, mit den Jungs Fußball gespielt, mit ihnen auf dem Boden zu Abend gegessen und ihnen beim Gießen der Blumen und Kokosnusspalmen geholfen. Sie haben sich auch mit den Fathers so gut verstanden, dass mein Onkel am letzten Tag feststellen musste, dass er hier in Indien so viel gelacht hat wie sonst in einem Jahr nicht. Und lachend haben wir ihm alle zustimmen müssen.

Am Mittwoch gab es dann das erste Fest zu feiern, der indische Nationalfeiertag. Morgens wurde feierlich die Flagge gehisst und die Kinder mussten nur ganz kurz zur Schule. So hatten wir genug Zeit, um unser Programm für das nächste Fest einzustudieren. Das sollte nämlich das „Don Bosco’s Feast“ am 30.1.11 sein. Das Don Bosco’s Feast wird in allen Don Bosco Einrichtungen weltweit gefeiert (eigentlich erst am 31.1., aber das waere ja ein Montag gewesen) und so haben Anna und ich ein wenig wehmütig feststellen müssen, dass es genau ein Jahr her ist, dass wir in Bonn am Don Bosco Forum teilgenommen haben. Dort haben wir zum ersten Mal all unsere Mitvoluntäre kennengelernt und unsere Vorbereitung begonnen. 

Für das diesjährige Don Bosco’s Feast haben wir mit der Band ein Lied einstudiert und mit den kleinsten Jungen einen Tanz zu „Ich will jetzt gleich König sein“ aus „Der König der Löwen“ . Eine kleine Magicshow durfte natürlich auch nicht fehlen. Das alles in nur 2 Wochen und zusätzlich zu unserem üblichen Tagesablauf umzusetzen, war absolut nicht einfach, aber im Nachhinein können wir uns stolz auf die Schulter klopfen. Die Band hat das Stück am Sonntag so gut gespielt wie niemals zuvor und der Tanz sah scheinbar so authentisch aus, dass wir danach von einem Gast gefragt wurden, ob wir aus Afrika kommen. Alle Kinder waren sehr stolz auf ihre Show und haben uns damit dann hoffentlich verziehen, dass wir sie so oft mit Proben gequält haben.

Ein weiterer Grund zum Jubeln hält hoffentlich ein wenig länger. Schon seit wir hier sind, haben wir und die Salesianer keine Köchin. Das hört sich jetzt wahrscheinlich nach einem ziemlichen Luxusproblem an, hat aber ernsthafte Folgen. Dadurch, dass wir und die Brothers dann häufig Aufgaben in der Küche übernehmen mussten und unser Essen meist noch nicht fertig war, wenn die Kinder angefangen haben zu essen, sind die Kinder nach dem Essen lange Zeit unbeaufsichtigt gewesen. Einige Kinder haben die Situation rattenscharf erkannt und sind dann in dieser Betreuungslücke abgehauen. In den letzten Monaten wurde immer wieder angekündigt, dass jetzt eine Köchin gefunden wurde, aber nie kam eine hier an. Deshalb haben Anna und ich vor kurzem beschlossen, einfach nicht mehr davon auszugehen, dass wir in unserer Zeit hier eine Köchin in der Salesianerküche sehen werden. Und kaum hatten wir diesen Beschluss gefasst, hat es auf einmal aus der Küche nach frischem Gemüse geduftet. Manchmal geschehen halt einfach Wunder. Jetzt haben wir alle mehr Zeit für die Kinder. Und sehr leckeres Essen als kleinen Nebeneffekt noch dazu.
Und als ob das alles nicht schon zu viel das Guten gewesen waere, habe ich gerade den aktuellen Kontostand meines Spendenkontos erfahren und mich zusammenreissen muessen, nicht durch meine Freudenschreie die Leute um mich herum zu stoeren. Ein ganz grosses Dankeschoen an all die Pfadfinder, die bei der Friedenslichtaktion im Dezember Spenden gesammelt haben, an all die Freunde und Verwandten, die sich zu ihrem Geburtstag Spenden  statt Geschenke gewuenscht haben oder  zu meinem Geburtstag und zu Weihnachten gespendet haben. Dank eurer grossartigen Unterstuetzung koennen wir die Arbeit der Salesianer Don Boscos hier in Ajjanahalli mit sage und schreibe knapp 2500 Euro unterstuetzen. Ueber die Verwendung werden wir demnaechst mit unserem Direktor sprechen. Dabei ist uns wichtig, dass das Geld direkt den Kindern zu Gute kommt. Weitere Spenden sind natuerlich immer herzlich willkommen.

So starten wir jetzt mit gut gefülltem Magen und einem Lächeln auf den Lippen in die neue Woche!

 Eure Miri

P.S. An all die Pfadfinder, die sich, wie mir zu Ohren gekommen ist, sehr fuer das Schicksal meiner Pfadfinderkluft interessieren: sie ist wohlbehalten hier angekommen. Jetzt muss ich mir nur noch ueberlegen, wie ich sie hier tragen kann, denn indischen Frauenoberteile muessen immer bis zum Knie gehen. Vielleicht naehe ich mir ja ein Kleid draus;) Wenn ich das Problem dann aber geloest habe, kann ich endlich die vielen Ideen umsetzen, die schon laenger in meinem Kopf herumschwirren. Mehr dazu spaeter ;)

Eine Bildergeschichte, Teil 2

Januar 25th, 2011

Nachdem ich gestern nicht genug Zeit mehr hatte, um alle Bilder hochzuladen, hier nun eine kleine
Fortsetzung der Bildergeschichte. Ich liege gerade in einem Hotel in Bangalore am Pool, habe ein westliches Fruehstueck sowie eine wunderbar warme Dusche hinter mir. Heute Nachmittag nehmen wir meine Tante und meinen Onkel mit dem Bus mit nach Ajjanahalli.

Meine indische Fahrradtour.

Hannah und ich im Arabischen Meer. Bei der Bademode haben wir uns den Indern angepasst: einfach alles anbehalten.

Goas atemberaubende Natur.

Der Beginn unserer Silvesternacht.

Das Zimmer Mahatma Gandhis.

Und ganz wichtig: immer einen Kaffee oder was leckeres zu Essen zwischendurch.

So, aber jetzt wirklich bis naechste Woche!

Eure Miri