April, April!
April 4th, 2011Ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich am 1. April auf die Scherze der Jungen reingefallen bin. Aber eindeutig zu oft. Während die Kleinen uns etwas ungelenk vor imaginären Schlangen warnen wollten, haben sich die Großen dabei ziemlich geschickt angestellt.
Auch die Schulen der Jungs haben sich einen kleinen Scherz erlaubt. Zumindest habe ich das solange angenommen, bis es sich dann auf einmal bestätigt hat. Am 13. April sollten hier die sechswöchigen Sommerferien anfangen. Das fanden die Lehrer aber wohl zu kurz und haben spontan beschlossen, die Schulen schon 2 Wochen vorher zu schließen. Und dann sitzt man hier mit einem Haufen Kinder und muss die nächsten Wochen komplett um planen. Also wurden in Windeseile die Familien der Jungen angerufen, die Kontakt zu ihrer Familie haben. Im Laufe der nächsten Tage wurden dann etwa 25 Jungen abgeholt.
Die Zehntklässler schwitzen gerade über ihren Abschlussklausuren und danach fängt für sie der Ernst des Lebens an. Sie müssen unser Center verlassen und werden entweder zurück zu ihren Familien gehen oder an andere Don Bosco Einrichtungen weitervermittelt. Uns steht also in einigen Tagen der erste Abschied bevor. Ein sehr komisches Gefühl, diese 15 Jungen dann nicht mehr zu sehen.
Mit den anderen 50 Jungen werden wir im achtwöchigen „Summercamp“ eine erlebnisreiche Zeit verbringen. Wir werden Ausflüge machen, Wettbewerbe haben, Neues lernen und dadurch die Jungen noch ein bisschen besser kennen lernen. In Erinnerung an das letzte Feriencamp im Herbst wissen wir aber auch, dass die Zeit wahnsinnig anstrengend und fordernd wird. Denn wir werden kaum Zeit für uns haben und immer wieder spontan neue Ideen entwerfen müssen.
Umso glücklicher können wir uns schätzen, dass wir in dieser Zeit eine Woche Urlaub genehmigt bekommen haben. Annas Geschwister kommen über Ostern nach Indien. Mit ihnen werden wir nach „God’s own country“ reisen, wie Indiens Ausnahmebundesstaat Kerala hier gerne genannt wird. Dort werden wir an der südlichsten Spitze Indiens am Strand liegen, durch Teeplantagen streifen, einen Tag in einem traditionellen Hausboot durch malerische Flusslandschaften gondeln und noch vieles mehr.
Der April hält also viele tolle Ereignisse parat, nur ein wenig Aprilwetter fehlt mir. Hier sind es im Moment konstante 35 Grad. Eindeutig zu viel, um erfolgreich Fußball zu spielen oder die umliegenden Berge zu besteigen.
Eure
Miri











