Weil ich gerade gesehen habe, dass die Bilder der Kinder aus meiner Klasse doch schon ziemlich alt sind hier nochmal aktuelle (auch wenn einer auf dem Bild fehlt).
Der beinahe schon letzte Blogeintrag aus Ghana
Es sind jetzt noch gut zwei Wochen die ich in Ghana verbringen werde. Die Vorstellung nicht mehr ständig von Kindern umgeben zu sein und das inzwischen vertraute Ghana zu verlassen ist seltsam. Die Gedanken an Deutschland sind fremd. Es ist als könnte ich mir nichtmehr vorstellen was mich erwartet, wenn ich wieder zurück in meine alte Heimat gehe. Gleichzeitig freue ich mich sehr darauf wieder in Deutschland zu sein.
Die letzten Examen sind hinter mir, die Zeugnisse sind geschrieben, die Schule ist beinahe vorbei. Jetzt bleibt mir noch eine Woche Schule, in der wir uns auf die Graduation, die Aussendungsfeier für die Schüler bevor sie in die Ferien entlassen werden. In den Ferien erleben wir noch die ersten drei Tage des Holliday Camps mit und dann geht schon der Flug nach Deutschland.
In den letzten Wochen habe ich viel mit Kindern am Wochenende im Oratory gespielt, bin nach Sunyani gefahren, habe die Examen geschrieben und korregiert, nochmal ghanaisch kochen geübt, schon mal angefangen unseren Abschied mit unseren Lehrerkollegen aus Tema New Town zu begießen und noch ein bisschen Strand in mich aufgesogen.
In der Schule liefen neben den Examinations die Vorbereitungen für die Graduation. Jede Klassen hat etwas vorbereitet und ein “Culture Man” (der zweite inzwischen, mit dem ersten gab es ein Zerwürfniss) bringt den Kindern traditionelle Tänze bei die sie dann vor der Schule und den Eltern aufführen. Seit Wochen üben die Kinder nun diese Tänze und Lukas und ich haben auch gleich Trommelunterweisungen von unserem Culture Man erhalten (meine Hände schmerzen noch etwas). Wir sind noch schwer dabei mit unserer Klasse ein Lied für die Graduation zu üben, gegen den anfänglichen Wiederstadt der Kinder, die das Lied inzwischen jedoch ganz gut finden. Eine Woche haben wir ja noch um es zu perfektionieren, bis dahin wird das hoffentlich schon noch was.
Ein bisschen Aufregung gab es noch die letzte Woche als einer der Lehrer wegen einem Streit in der Früh verkündete, dass er nicht mehr hier arbeiten wolle und das Center verlassen würde. Für vier Tage war der Lehrer dann verschwunden bis er wieder auftauchte nachdem Br. Ricky mit ihm gesprochen hatte. Zum Glück, denn sonst hätten wir auch noch für diese Klasse alle Zeugnisse schreiben müssen.
Zum Abschluss noch ein paar aktuelle Bilder:
Soweit aus Ghana und bis in ein paar Wochen,
Paul
Blogeintrag
Meine Versuche den Blog noch am leben zu erhalten werden zunehmend spärlicher. So wird das mit dem Reisebericht wohl nichts mehr und darum habe ich auch beschlossen, dass der sowieso nicht so spannend wäre. Weiterlesen »
weltwärtsbericht 3
Lebenszeichen
Nach einer langen Zeit des Schweigens melde ich mich mal endlich wieder. Es tut mir leid, dass der letzte Eintrag so lange her ist.
So, was ist hier in Ghana alles geschehen seit meinem letzten Eintrag… Zunächst natürlich der Besuch meiner Mutter, die mich vor Ostern für drei Wochen besuchen kahm. Dann das Ende des Zweiten Terms, Osterferien, eine Lange Reise zusammen mit meiner Mutter und zum Teil mit den Eltern von Lukas und der Beginn des letzten Schulabschnitts. Weiterlesen »
nur mal so
Ein clip von Jugend für die Welt. Das Video zeit einige Volontäre die in der Provinz tätig waren/sind und einige unserer Kinder die in die Kamera grinsen.
endlich auch bilder
Endlich spielt das internet mit und ich konnte Bilder von der Südafrika Reise hochladen.
Einfach auf das Bild klicken.
Und noch kurz zu meinem alltag seit ich wieder in Ghana bin. Alles geht wieder seinen gewohnten Gang, die Examen stehen bald an und ich freue mich auf den Besuch meiner Mutter, die in zwei Wochen zu besuch kommt. Hier noch ein Bild von unserem Klassenzimmer, das wir letzte Woche mit den Kindern angemalt haben. Das Malen hat erstaunlich gut funktioniert, ich habe eigentlich eher etwas mehr Farbschlacht erwartet, aber die Kinder waren größtenteils konzentriert bei der Sache.
Am Dienstag war der Ghanaische Unabhänigkeits Tag. Am Independence day gibt es im ganzen Land Paraden, die größte davon in Accra mit viel Marschieren von Soldaten und Polizisten und einer kurzen Ansprache des Präsidenten. Es war ganz interessant anzuschauen, aber mehr auch nicht.
weltwärtsbericht 2
Ashaiman, den 19.2.2012
Zweiter Bericht nach sechsmonatigem Aufenthalt in Ghana von Paul Vogt Weiterlesen »
Zurück aus Südafrika
Hey, so jetzt bin ich also wieder zurück von meiner Reise nach Südafrika. Eine Woche Seminar mit Francesco und all den anderen Volontären die in Ländern, verstreut über den ganzen afrikanischen Kontinent, auch ein Jahr in Don Bosco Einrichtungen arbeiten. Und nach dem Seminar haben die vier Volos aus Benediktbeuern noch eine Woche Urlaub drangehängt. Eine Woche Kapstadt! Weiterlesen »
Reisebericht Teil 2
Von der ganzen Reise ganz genau zu berichten schaffe ich glaube ich nicht mehr, Morgen fliege ich schon auf das Zwischenseminar in Südafrika, aber von einem Ort den ich besucht habe möchte ich doch noch erzählen, weil es eines der besten, einprägsamsten Erfahrungen auf der Reise war.
Von Bolgatanga aus haben wir immer wieder Ausflüge in die Dörfer der Umgebung gemacht. Eines dieser Dörfer war Tezung in den Tongo Hügeln. Die abgeschiedene Lage (Autos fahren dort kaum hin, das letzte Stück, c.a. eine Stunde, muss man zu Fuß gehen) trägt zu dem sehr ursprünglichen Charakter dieses Dorfes bei. Hier sind die Traditionen und Bräuche noch sehr stark verankert und Menschen hängen dem “traditionellen Glauben” an. In diesem Dorf, zwischen den Hügeln taucht man in eine andere Welt ein, in eine Welt von Clanführern, Fetischpriestern, Schreinen und Tieropfern. Der “Chief” residiert hier in einem traditionellen Palast aus Lehmhütten umgeben von seinen achtzehn Frauen und zahllosen Kindern während Fetischpriester in Felsspalten Ziegen und Esel Opfern um sich für die Erfüllung von Wünschen zu bedanken. Das ganze kam mir ziemlich unwirklich und vor, vor allem als dann zwischen den Lehmhütten Solarplatten aufgestellt waren. Wir haben mit dem Chief ein paar Worte gewechselt und sind mit einem Guide (er war der 22. Sohn des Chiefs) zu dem Heiligsten Schrein hinaufgestiegen. In diesen Schrein, der nicht viel mehr als eine Felsspalte mit einem großen Haufen Hühnerfedern und von dem Blut geopferter Tiere rot gefärbten Felsen ist, darf man nur mit nacktem Oberkörper und ohne Schuhe hinein. Eigentlich nicht so spektakulär, aber das ganze drum herum, die Regeln die man befolgen muss und die Überzeugung mit der die Menschen von der Macht des Schreines erzählen machen diesen Ort irgendwie besonders.
Soweit noch zu meiner Reise. Morgen geht es ja schon los nach Süd Afrika, auf das Zwischenseminar, bei dem wir deutsche Volontäre in Don Bosco Einrichtungen aus ganz Afrika treffen werden. Es wird sicher sehr spannend sich auszutauschen und die verschiedenen Länder und Projekte zu vergleichen. Und Südafrika wird wahrscheinlich ein richtiger Kulturschock. Mit U-Bahn und McDonalds und Rolltreppen … ich bin schon gespannt.









