02.03.2010
Reisebericht
Hallo, jetzt ist der eine Monat reisen schon vorbei, die Zeit verging viel zu schnell, aber wir haben richtig viel erlebt und gesehen. Am 29.01. ist Moni, Jojos Freundin aus Deutschland gekommen, die auch mitgereist ist und der Benni, auch ein Don Bosco Volunteer, ist auch spontan bis Bombay mitgereist. Am 30.01. sind wir hier in Goa mit dem Zug losgefahren, da gab es dann erstmal Probleme mit den Zugtickets, wir haben irgendwie keine Schlafplätze mehr bekommen und mussten die ganze Zugfahrt (38stunden) in der General Class verbringen. Das heißt man hat keine festen Sitzplatz und muss irgendwie die Zeit mit 15Indern auf 8Sitzplätzen verbringen. Geschlafen haben wir dann unter den Sitzen, das war richtig ekelig und zwischendurch haben einen die Inder mit ihren Füßen betucht, aber wir habens überlebt. Wir kamen mitten in der Nacht mit dem Zug in Agra an und mussten dann noch eine Stunde mit dem Bus fahren und uns dann ein Hotel suchen, von 6uhr morgens bis mittags haben wir dann erstmal geschlafen. Im Norden war es nachts richtig kalt, hatte wir uns garnicht drauf eingestellt. Auf dem Weg zum Taj Mahal hat uns ein Pferdewagen, der Mehl transportiert hat mitgenommen, war richtig cool damit durch die Strassen zu fahren. Das Taj Mahal war voll schön, wie man es sich vorstellt. Am nächsten Tag haben wir uns das Red Fort angeschaut, das alte Regierungsgebäude und sind noch durch die Straßen gelaufen. Abends sind wir dann mit dem Zug weiter nach Delhi. Dort haben wir eine Stadtrundfahrt gemacht, dort gab es aber bis auf die größte Moschee Indiens, wo man auf einen Turm steigen konnte und eine wunderschöne Aussicht hatte und dem neuen Red Fort, was aber nicht so schön war wie das in Agra, nicht so viel zu sehen. Es war einfach laut, voll und dreckig. Und dann haben wir noch am Abend den Zug nach Jaipur verpasst, weil der Taxifahrer uns zum falschen Bahnhof gebracht hat.Wir haben uns dann schnell Tickets für einen Bus gekauft, der über Nacht nach Jaipur gefahren ist. Das war auch ein kleines Abenteuer, der Bus hatte Betten, die zu zweit ein bisschen eng und kurz waren, und es hat die ganze Zeit so gewackelt, es gibt hier ja keine Autobahnen, wo der Bus einfach fährt, die Busse brettern um Kurven und man wird von rechts nach links geschleudert. Aber irgendwie sind wir auch heile angekommen. Jaipur war einer der schönsten Städte. Am ersten Tag haben wir uns den riesen Palast etwas außerhalb angeschaut. Dort sind wir auf Elefanten den Berg hinauf zum Palast geritten, richtig schön, aber auch wackelig. Der Palast war gigantisch, die hatten sogar Schlangenflöter (mir fällt das richtige Wort gerade nicht ein) dort und man konnte die Schlange anfassen. Dann sind wir die Stadtmauer raufgestiegen, die war fast wie die Chinesische Mauer und überall waren Affen, die haben sogar versucht uns die Tüten zu klauen. Die Aussicht von oben war der Hammer. Als nächstes haben wir uns den Wasserpalast angeschaut, ein wunderschöner, eher kleinerer Palast mitten im See, man konnte leider nicht reingehen, aber dort konnte man auf Kamelen reiten, das war auch eine richtig wackelige Angelegenheit. Am nächsten Tag haben wir uns die Paläste und Tempel in der Stadt angeschaut. In Jaipur gab es nicht nur Pferde und Ochsen, die die Wagen gezogen haben, wie in den anderen nördlichen Städten, dort gab es auch Kamelwagen und es gab Fahrradrikshaws. Das war ein krasser Unterschied zu Bombay, dort gab es nichtmal mehr Kühe auf den Strassen und auch keine Rikshaws mehr, nur noch Taxis, Bombay war fast wie New York, die Häuser waren nur nicht ganz so hoch. Man konnte richtig gut shoppen und es gab einen Mcs. Dort waren wir aber auch nur zwei Tage und sind dann weiter nach Kanniyakumari, das ist die südlichste Spitze Indiens. Die Zugfahrt dauerte 44Stunden, aber wir hatten Betten zum schlafen, das war ganz cool, und langweilig wurds auch nicht, weil man sich an die offene Tür setzen und Musik hören konnte. Die Landschaft in Indien wird nie langweilig. Kanniyakumari war nicht so spannend, war einfach die Südspitze, sind dann am nächsten Tag gleich weiter nach Varkala, ein richtig schöner Strand mit roten Klippen. Man konnte einfach den ganzen Tag am Strand liegen und abends durch die Geschäfte, Restaurants und Bars oben auf den Klippen bummeln oder Lagerfeuer am Strand machen oder sich massieren lassen, einfach das Paradies. Leider mussten wir nach vier Tagen auch schon weiter. Sind dann nach Cochin zu den Backwaters. Die Backwaters waren ein bisschen wie Venedig, nur das man anstatt durch eine Steinstadt durch Dschungel und Felder fährt. Die Bootstour war richtiger Luxus, wir hatten zu dritt ein Boot, ein bisschen größer als ein Kanu, und da waren Betten drauf und es hatte ein Dach, das vor Sonne geschützt hat. Zwischendurch hat man bei den Häusern Frauen im Wasser Wäsche waschen gesehen oder Kinder baden. In Cochin haben wir uns noch die chinesischen Fischernetze gesehen und durften sogar mithelfen die Netze ausm Wasser zu ziehen. Als nächstes sind wir nach Gokarna. Das ist eine der wichtigsten Pilgerstädte für Hindus. Dort wird ihnen vergeben, wenn sie sich den Kopf kahl rasieren, im Meer baden gehen und beten. Tatsäclich hatte die Hälfte der Leute eine Glatze. Wir sind dort aber wegen der Strände hin gefahren, die waren zwar echt schön, aber meiner Meinung nach gibt es die schönsten Strände immer noch in Goa. Nach zwei schönen Tagen am Strand hat es dann meinen Magen erwischt, habe zwei Tage lang nichts gegessen weil ich alles aus kotzen musste, am Strand war das aber kein Problem, weil die Kühe sofort alles aufgegessen haben. Wir haben uns dann entschieden erst für zwei Tage zurück nach Panjim in unsere Wohnung zu fahren und dann ging es auch wieder besser. Weil uns noch ein paar Tage blieben sind wir noch nach Hampi gefahren. Das war mit Bombay und Jaipur eine der besten Sachen. Dort gibt es nur Tempel und es sieht aus, als wenn es Steine geregnet hat, die ganze Landschaft war voller riesiger Steine. Die Tempel waren zwar alle ein wenig verfallen, aber trotzdem voll schön. Zu einem Tempel sind wir in einem kleinen, runden Strohboot gefahren. Richtig witzig, der Mann hat uns so lange im Kreis gedreht bis uns schlecht war. Am Samstag waren wir dann noch mit der Moni in Candolim am Strand und aufm Saturday Night Market. Da kann man sich echt dumm und dämlich kaufen.Nun ist Moni schon wieder Zuhause und wir haben das Holi Festival am Montag auch gut ueberstanden, war nicht ganz so spektakulaer wie erwartet, das wird im Norden wohl groesser gefeiert. Den ersten Tag wieder in der Mobile School haben wir auch schon hinter uns, die Kids haben sich richtig gefreut uns wieder zu sehen und sie durften die ganze Zeit bei uns auf dem Schoss sitzen. Gestern haben wir uns noch Fahrraeder gekauft, jetzt koennen wir ganz schnell durch die Stadt duesen und ganz schnell zum Strand fahren, das ist echt super, ich muss mich nurnoch an den Linksverkehr gewoehnen, wenn man selbst faehrt ist das doch nochmal was anderes.
Ganz viele Gruesse
Kristin