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Benin Archive
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In diesem Monat hatte ich gleich zweimal ganz lieben Besuch. Am Freitag, dem 4. Februar besuchte mich zu meiner großen Freude der österreichische Botschafter Dr. Stefan Scholz, der seinen Sitz seit September v.J. in Abuja in Nigeria hat. Es waren nette Stunden mit ihm auf unserer Missionsstation in Zogbo, im Haus der Hoffnung und in der Baracke auf dem Markt Dantokpas. Er zeigte sich beeindruckt und will wiederkommen.
Vom 11. bis 14. Februar teilte ich ebenfalls eine schöne Zeit mit Fr. Kathrin Seyfahrt, einer Journalistin des Bayrischen Rundfunks und Leiterin des Vereins Wunschträume.
Mit viel Mut wagte sie sich auf den Rücksitz meines Mopeds und so bugsierten wir uns quer durch die Stadt von einer Einrichtungsstätte zur anderen.
Wir besuchten Thibaut während seiner Animation an der Lagune.
In der Baracke fanden wir Frank mit seiner Kindergruppe vor.
Im Haus der Hoffnung besuchten wir unsere 4 Ateliers, die Krankenstation und die Alternativschule.
Auch die Marktmädchen waren am Aufstapeln ihrer Waren.
In unserer Boutique Rose, in der wir unsere von den Jugendlichen selbstgemachten Seifen- und Stoff-Produkte sowie unser Brot und unsere Backwaren anbieten, wurden wir von Estelle begrüßt.
Im Foyer spielten wir mit den Kindern und einige erzählten uns von ihrem Schicksal.
Zuletzt nahmen wir am Sonntag beim lebendigen Kindergottesdienst in unserer Pfarrkirche "Hl. Antonius" teil und dankten fuer die schöne gemeinsame Zeit.
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8 Schwestern aus 8 Nationen, da kann man wohl sagen, dass wir eine internationale Gemeinschaft sind!
Heute möchte ich euch meine Mitschwestern ein bisschen näher vorstellen.
Links unten seht ihr Sr. Elena, unsere älteste Mitschwester. Sie kommt aus Spanien und ist unsere Ökonomin. Sie war schon Pionierin in der Elfenbeinküste vor 27 Jahren, als die erste Missionsstation der Don Bosco-Schwestern in Westafrika eröffnet wurde.
Neben ihr knieend Sr. Margo aus Polen. Sie leitet das Internat und hat ein Multitalent zur Hausmeisterin und Gärtnerin.
Links oben im Bild ist Sr. Carine, sie ist die Jüngste im Bunde und hat Heimvorteil. Sie ist Beninerin. Sie leitet das kleine und grosse Heim, in denen verkaufte, ausgebeutete und misshandelte Mädchen Zuflucht finden.
Neben ihr Sr. Maria Antonietta, durch ihre Aussprache nicht zu verkennende Italienerin. Sie koordiniert das gesamte Projekt "Gegen den Kinderhandel", zu dem die Leitung der Baracke auf dem Markt mit Alphabetisierung und medizinischer Erstversorgung, des "Hauses der Hoffnung" am Marktrand, die Kooperation mit den Heimen, die Anleitung der Sozialarbeiter zum Durchstreifen und Auffinden von versklavten und Hilfe suchenden Kindern sowie die Leitung der "alternativen Schule" mit Ausbildungsmöeglichkeiten zur Frisörin, Bäcker- und Konditorin und Seifenfabrikantin gehören. Die Zweige Gastronomie und Landwirtschaft sind im Aufbau.
Daneben, fast unscheinbar aber oho, Sr. Jacqueline George aus dem englischsprachigen Liberien. Sie unterrichtet in unserem Gymnasium und ist Provinzbeauftragte für die Pastoralarbeit. Sie ist die Mutigste von uns, wenn es darum geht, auf Rattenjagd zu gehen.
In unsere Mitte genommen haben wir unsere flämische Oberin Sr. Miet. Gestern mussten wir sie jedoch ziehen lassen, drei Monate lang darf sie im Heiligen Land auf den Spuren Jesu wandeln.
Neben mir befindet sich Sr. Luisa, eine Peruanerin. Sie ist Direktorin unseres Gymnasiums und im Formations-Gremium der Provinz tätig.
Ich bin, wie Sr. Margo, neu in die Gemeinschaft dazu gekommen. Meine Aufgaben werden vielfältig sein: Krankenschwester, Mitarbeit auf dem Markt (Alphabetisierung) und im Haus der Hoffnung, Mitarbeit im Foyer, Katechese, Religions- und Gesundheits- und Krankheitslehre-Unterricht, Betreuung der Gruppe ADS (Freunde Dominikus Savios), Oratorium, ... Derzeit bin ich am Fon-Lernen: Afongangia! Guten Tag!
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Nach drei wunderbaren Urlaubsmonaten in meinem Heimatland Österreich bin ich nun endgültig in meiner neuen Mission angelangt und somit auch wieder online.
Die vorige Woche habe ich noch in Bamako-Niamana zugebracht, um noch so Manches zu Ende zu bringen oder in die Hände meiner Nachfolgerinnen zu übergeben und mich von dort gut zu verabschieden.
Dann setzte ich mich wieder ins Flugzeug und auf gings ans andere Ende unserer westafrikanischen Provinz, nach Cotonou in Benin.
Heute, 17. September 09, ist mein fünfter Tag in meiner neuen Heimat und so Vieles ist mir schon vertraut, das Foyer mit den 50 Mädchen, die aus übelsten sozialen Verhältnissen kommen,
das kleine Krankenzimmer, in dem ich schon voll im Einsatz bin, sowie auch das Haus der Hoffnung auf dem Markt.
Dort lernen die Marktmädchen lesen und schreiben, Brot backen, kochen und betreiben eine kleine Seifenfabrik, auf die sie besonders stolz sind.
Mein erster Eindruck ist sehr positiv, ich fühl mich wohl unter den wirklich Ärmsten und freue mich über diese neue Aufgabe "Gemeinsam gegen den Kinderhandel".
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All ihr Lieben!
Mein Heimaturlaub hat begonnen! Ich bin vorgestern gut in Österreich angekommen und freue mich schon sehr sehr sehr auf die Begegnungen mit euch!
Im Mai war noch viel los auf unserer Missionsstation in Bamako-Niamana. Hier noch ein paar Blitzlichter davon:
Taufe und Erstkommunion von Martine
Martine ist eines unserer 32 Heimmädchen. Sie ist 13 Jahre alt und hat zusammen mit 95 weiteren Kindern und Jugendlichen am 3. Mai in unserer Pfarrkirche St. Monique die Taufe und die Erstkommunion erhalten. Sie sagt: Der christliche Glaube ist für mich sehr wichtig geworden. Durch das Wort Gottes habe ich am Beispiel Jesu erkannt, daß die Liebe zu den Mitmenschen das Wichtigste ist. Jesus ist mir Freund und Vorbild, er soll mir immer helfen gut zu handeln.

Im li. Bild mir ihrem Vater und Sr. Hanni, rechts mit Dioezesanbischof Jean Zerbo.
Fußballturnier zum Maria Hilf-Fest!
Rechtzeitig wurde das Fußballfeld fertig und mit dem Auftaktspiel zum Maria-Hilf-Fußballturnier für
Buben und Mädchen eingeweiht.

Marie-Noëlle nimmt im Namen ihrer gewinnenden Mädchenmannschaft die begehrte Trophäe aus den Händen von Provinzoberin Sr. Teresita entgegen.

Zum Abschluss gab es ein Match Lehrer gegen Schüler. Die Lehrer haben mit Unterstützung einiger Bauarbeiter knapp den Sieg davongetragen.Erste Maria Hilf-Prozession in Niamana
Am 24. Mai wurde heuer in Niamana zum ersten Mal in der Geschichte die in der salesianischen Familie so weit verbreitete Maria Hilf-Prozession durchgeführt.

Am Heimmädchen feierten noch bis spätabends ausgelassen ihr Patronatsfest!
Ernteerträge
Nachdem wir eine reiche Zwiebelernte eingebracht haben, erfreuen wir uns an den ersten Blüten und Früchten der vor drei Jahr gepflanzten Bananenstauden.

Kraxeln auf den Schlangenberg
Zum Abschied machte ich mit meinen Mädels noch einen gewagten Ausflug auf unseren Hausberg, von dem eine Legende erzählt, dass er von einer Riesenschlange bewohnt wird, die das Dorf bewacht! Gewagt deshalb, erstens, weil wir konnten ja der Schlange begegnen und zweitens war es für viele Mädchen der erste Aufstieg auf einen Berg! Wie ihr auf den Fotos sehr, mussten wir anständig kraxeln und ich stellte die Schutzengel an, damit die Kinder nicht in den Kamin hinab stürzten!
Wir kamen alle gut am Gipfel an, belohnt mit einer tollen Aussicht! Es war ein schöner Tag, der Schlange sind wir nicht begegnet



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Ich wuensche von Herzen allen meinen MissionsfreundInnen fröhliche Weihnachten und ein segensreiches Neues Jahr!
Unsere Heimmädchen beim Krippenspiel!
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Gabon Benin. Immer wieder hat es in der Vergangenheit Kindersklavenhandel in benachbarte Länder gegeben, manche Kinder wurden über den Landweg, manche mittels Boot geliefert. Bekannte Zielorte für Buben sind die Steinbrüche in Nigeria, für Mädchen Märkte und Privathaushalte sogar in noch entferntere Länder. Kinderhändler gehen in Dörfer und täuschen Eltern mit leeren Versprechungen, so dass sie ihre Kinder in gutem Glauben an bessere Lebensumstände durch einen regelmäßig gelieferten Lohn ziehen lassen.
In der letzten Zeit gibt es eine verstärkte internationale Zusammenarbeit der Polizei gegen Kinderhandel. So wurden in Gabon beninische Kinder ausgeforscht und per Flugzeug nach Cotonou zurückgeschickt. Im Vorfeld informiert holten wir bei der Minderjährigen-Brigade 19 Mädchen ab, die Buben wurden bei Terre des Hommes aufgenommen.
Alle mussten zusammenrücken, im kleinen Foyer, das schon überfüllt ist, wie auch im Internat, um für alle einen Schlafplatz zu schaffen, auch wenn es nur auf Matten ist. Nun sind wir dabei, die Familien der Rückkehrerinnen ausfindig zu machen, um sie dorthin zurückbringen zu können. Die Mädchen sehnen sich schon sehr auf ihr Zuhause.
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Diplomverleihung im Haus der Hoffnung. Gestern, 13. November 09 war ein besonderer Festtag in unserer Kinder- und Jugendeinrichtung am Marktrand Dantokpas. Eltern, Freunde und Förderer sind in das Haus der Hoffnung geströmt, um mit den 30 Diplomanden zu feiern.
6 Monate lang haben sie hart an sich gearbeitet und sich formen lassen, um jene Persönlichkeiten zu werden, die sie nun sind: sicher in ihrem Beruf, selbstbewusst in ihrem Auftreten und sozialengagiert in ihrem Umfeld! Neben einer beruflichen Ausbildung in Theorie und Praxis durch qualifiziertes Personal konnten sie auch viele Gemeinschafts- und Gruppenerfahrungen in den verschiedensten Aktivitäten (Sport, Theater, Gesang, Radiosendungen ) machen.
Bäckermeister Servais wünscht den GesellInnen viel Erfolg und Ausdauer in ihrem Berufsleben.
Ausbildnerin Mme Juliette übergibt den neuen SeifenfabrikantInnen das Diplom und ein Startkapital.
Konditormeisterin Benoîte ist besonders stolz auf die Leistung ihrer Schuetzlinge.
Das Diplom ist ein staatlich anerkanntes Zertifikat.
Erfolgssfreude und doch auch Abschiedsschmerz für Fiznose. Vielen ist ihre Ausbildnerin zu einer zweiten Mutter geworden.
Bäckergesellin Aurore und Bäckergeselle Jean Firmin präsentieren stolz ihr Diplom.
Das Haus der Hoffnung, das den frischgebackenen BäckerInnen, KöchInnen, KonditorInnen und SeifenfabrikantInnen im wahrsten Sinne des Wortes viel Hoffnung für ihre Zukunft in ihr Leben gebracht hat, bleibt den Ehemaligen natürlich stets offen. Auch werden sie in den ersten Schritten im Arbeitsleben noch weiter von uns begleitet.
N.B. Demnächst werde ich euch die einzelnen Ateliers im Haus der Hoffnung näher vorstellen.
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"Zirkus Tokpa" auf Tournee - Unserer Marktmädchen und Straßenbuben aus dem Haus der Hoffnung der Don Bosco-Schwestern (hier Soeurs Salésiennes de Don Bosco genannt) am Marktrand Dantokpas, dem größten Markt Westafrikas, haben in einem fünf Monate dauernden Projekt ein Theater und Akrobatik eingelernt, um damit die Menschen auf ihre dramatische Situation verkauft, ausgebeutet, misshandelt aufmerksam zu machen. Angeleitet wurden sie dazu von professionellen Artisten, Clowns und Schauspielern.
Vor zwei Monaten begannen die Proben, seit zwei Wochen finden regelmäßig die Vorführungen auf dem Markt statt. Jeden Mittwochnachmittag zieht der Zirkus Tokpa Vakpo, begleitet von Trommel schlagenden Kindern auf einem Karren, durch die engen Gassen des Marktes, lockt mit seinem Gesang Zuschauer an und beginnt dann auf einem ausgebreiteten Boden-Transparent seine Theater-, Tanz- und Kunststücksvorführungen.
Ich bin begeistert vom Können der Jugendlichen! Heute abend, 17. Oktober 09, findet eine Sondervorstellung im Kulturzentrum von Cotonou statt. Es kommt sogar die Familienministerin, neben Delegierten der EU und BCAT, die unsere Projekte unterstützen. Zudem gibts eine Live-Radioübertragung. Ich freu mich für die Kinder, dass sie sich Gehör verschafft haben und auch einmal im Mittelpunkt stehen!
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Am Freitag, 2. Okt. 09, machten wir uns auf den Weg nach Houédo, einem kleinen Dorf, das nördlich am See Nakoué liegt. Mit dabei war ein italienischer Volontär namens Davide und Claudine, unsere Sozialarbeiterin, die auch Alphabetisierungskurse auf dem Markt gibt.
Das besondere war, dass wir nach einer Stunde Autofahrt unser Fahrzeug wechselten und auf ein Boot umstiegen. Zwei junge Burschen lotsten uns durch das Schilf und vorbei gings an mehreren Dörfern, die zum Teil aus Pfahlbauten bestanden.
In Houédo legten wir an und in der baufälligen Schule verteilten wir Bücher und andere Schulartikel an die Kinder. Ein Projekt zur Unterstützung der Landbevölkerung, das von Sr. M. Antonietta begonnen wurde. Auch besuchten wir den neu erbauten Kindergarten, eine Stätte für all jene Kleinkinder, die tagsüber sich selbst überlassen waren.
Die Kinder, der Direktor und die Lehrer freuten sich über diesen Besuch und bedankten sich für die Unterstützung, die große Freude und Erleichterung in den Lernalltag der Kinder bringt.
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Den Besuch unserer Provinzoberin Sr. Teresita vorige Woche haben wir zum Anlass genommen, den Fortgang des Aufbaus unserer Farm zu begutachten. Sie liegt 12 km außerhalb der politischen Hauptstadt Porto Novo, so ca. eine Autostunde von Cotonou entfernt.
Dort angekommen, staunten wir über die Neuerungen: Inzwischen sind schon Becken für die Fischzucht ausgegraben, mehrere Hasenställe gebaut und einige Felder mit Mais, Gewürzsträucher und in der Volksmedizin verwendete Pflanzen angebaut.
Das Wichtigste jedoch: Ein weiteres Häuschen, das als Unterkunft für die Lehrmädchen vorgesehen ist, ist nun fertiggestellt.
Derzeit sind drei LandarbeiterInnen damit beschäftigt, die ersten Felder zu bestellen und Erfahrungen mit den Bodengegebenheiten zu machen. Dabei sind sie auf das Problem von Wassermangel gestoßen. Die Trockenzeit dauert nun schon vier Monate an und die Brunnen sind zum Teil schon ganz ausgetrocknet. Auch in den umliegenden Dörfern gibt es kein Wasser. Eine Bohrung wird notwendig werden.
Mit dem kommenden Schuljahr wollen wir mit der Ausbildung zum Agronom für unsere Mädchen beginnen.