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Wanderung mit den Kids

Freitag, 22.07.2011

20 Liter Wasser, 50 Erdnussbutterbrote, 50 Äpfel, 50 Lollis, auf geht’s, wir gehen wandern. Am Freitag war Feiertag in Swasiland, Geburtstag des vorherigen Königs Swasilands. Deswegen haben wir Volontäre uns gedacht wir machen eine große Wanderung mit den Kindern aus Sikhunyana und Enjabulweni  zu einem Berg in der Nähe des Homes Sikhunyana.

Um 10 Uhr sind wir in Enjabulweni gestartet. Es war ein sonniger, warmer Tag. Zuerst ging nach Sikhunyana um die anderen Kinder abzuholen und dann hinauf auf den Berg. Ca. 40 Kinder im Alter von 10 – 19 Jahren waren mit dabei. Wir haben ca. 2 Stunden gebraucht um mit allen Kindern die Spitze zu erklimmen. Nach dem alle die Felsen auf dem Berg bestiegen haben, haben wir gemeinsam unser Lunch gegessen: Erdnussbutterbrot, einen Apfel, einen Lolli und zur Erfrischung Saft.

Nach einer halben Stunde ausruhen, einem Gruppenfoto, leider nicht mit allen, das einige schon herunter gerannt sind ging es zurück zu den Homes. Am Ende haben wir die Gruppe aufgeteilt. Eine Gruppe hat den direkten Weg nach Enjabulweni genommen, meine Gruppe den normalen Weg nach Sikhunyana  und die dritte Gruppe hat eine der legendären „Abkürzungen“ genommen, die zu 70% der dreifache Weg ist. Überraschender Weise kamen sie jedoch 5 Minuten früher an als wir. Dennoch sind sie nicht am Fluss entlang gelaufen und konnten sich mit kühlem Flusswasser erfrischen.

Gegen drei Uhr war die Wanderung vorbei in Sikhunyana vorbei. Wir Volontäre mussten jedoch noch den Heimweg antreten und sind 45 Minuten später auch zu Hause erschöpft angekommen.

Hier die Bilder der Wanderung:

Geschrieben von René Pfortje am 1. August 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Mein letzter Schultag

Donnerstag, 21.07.2011

Am Donnerstag war mein letzter Tag als Lehrer in der schuldgeldfreien Grundschule MYCs. Freitag war Feiertag und am Montag beginnen schon die Abschlussprüfungen dieses Terms. Montag Mathe Paper I, Dienstag Mathe Paper II. In den letzten zehn ein halb Monaten habe ich die Kinder gut kennengelernt, konnte mich auf sei einstellen, wusste was ihre Stärken und Schwächen waren und so gut wie möglich versucht ihnen zu helfen, wenn sie Probleme hatten. Es  gab einige Tage, an denen man sich gedacht hat, was mache ich hier eigentlich, warum stelle ich mich vor die Klasse, versuche zu unterrichten und keiner hört richtig zu. Es gab aber auch die Tage, an denen man nach Hause ging und wirklich glücklich war, da man das Gefühl hatte, heute hat das Unterrichten wirklich etwas gebracht und die Kinder wissen es auch zu schätzen. Dies hat sich in den wöchentlichen Tests gezeigt die ich schreiben hab lassen. Am Anfang wurden einige Fehler gemacht und die Hälfte der Klasse hatte weniger als 50%, gegen Ende wurde es aber deutlich besser und gab Tests, in denen mehr als die Hälfte der Klasse mehr als 80% erreicht hat, ohne dass ich die Anforderungen heruntergeschraubt habe. Besonders habe ich mich gefreut wenn manche Schüler sich nach der Unterrichtsstunde dafür bedankt haben, dass ich sie unterrichtet habe.

Zum letzten gemeinsamen Schultag habe ich Lautsprecher mit zur Schule gebracht und mit beiden Klassen zusammen eine Party geschmissen. Um neun Uhr wurde die Party durch afrikanische Lieder und Tanz eröffnet. Kölsche Luftschlangen und Luftballons wurden aufgehängt. Stopptanz mit 40 Leuten, bis am Schluss nur noch 3 Kinder auf den Tischen im Klassenraum um den ersten Platz kämpfen. Am Ende hat sich Nomphilo durchgesetzt und kleine Preise, die ich aus Deutschland mitgebracht habe abgestaubt. Am Ende wurden zu kölschen Karnevalslieder Kamelle in die „Massen“ geschmissen – gut das sich keiner verletzt hat! Ich habe einige Videos gemacht, die ich aber leider hier nicht hochladen kann.

Nach meiner Party wurden Elisabeth und Alex, zwei Volontäre aus Österreich und ich offiziell verabschiedet. Zur „Fare Well“ Party waren alle Schüler anwesend. Es wurden traditionelle Tänze aufgeführt, ein Chor hat gesungen und die Marimba Band hat natürlich gespielt. Dazu habe ich mich dann spontan entschlossen zusammen mit einem anderen Kind mich vor die Mariba Band zu stellen und einfach zu tanzen. Nicht nur die Kinder, sondern auch die Lehrer hatten ihren Spaß. Zum Schluss konnte ich mich noch über einen swasischen Wandteppich aus Stroh und über eine swasische Schale in Form eines Vogels freuen.

Hier die Fotos:

Geschrieben von René Pfortje am 1. August 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Osterferien – eine Abwechslung

Leider konnte ich erst jetzt meine Artikel zu den Osterferien hineinstellen, da ich zuvor keine richtige Internetverbindung hatte und somit keine Möglichkeit hatte die Berichte und Bilder hochzuladen. Ich hoffe ihr habt trotzdem Spaß am Lesen, auch wenn Ostern schon 2 Wochen zurückliegt.

Swasiland von einer ganz anderen Seite

Logbucheintrag Sebeneles Besuch am 19.04.2011

06:25     Aufstehen, duschen, frühstücken

07:55     Los geht´s zum Busbahnhof

08:07     Ankunft am Busbahnhof & Geschenke kaufen: Kartoffel, Paprika, Tomaten, Zwiebel

08:21     Suche nach richtigem Bus

08:23     Gefunden und warten…

09:05     Abfahrt nach Mzaceni

10:25     Ankunft und Suche nach Shop

10:45     Gefunden und auf SiSwati nach Oma Kanyoni fragen. Glücklicherweise kannte sie Sebeneles Großmutter und führte mich zu ihr. Begrüßung der Grußmutter auf SiSwati, da sie kein Englisch spricht. Sie führt eine kleine Farm (Maisanbau, Subsistenzwirtschaft). Anschließend Gastgeschenk geben (sie hat sich sehr gefreut).

11:30     Wanderung zusammen mit Sebenele, seinem Bruder und einem weiterem Jungen der dort wohnte zu Guava-Bäumen und anschließendes Pflücken der Guavas.

13:25     Zurück in der Farm. Gemütliches beisammensitzen und Guavas essen.

14:00     Essen: Es gab Pap mit Schweinefleisch (ich als Gast habe 3 Stücke bekommen)

15:10     Bedanken für Essen und herzlichem Empfang, Gruppenfoto und Tschüss. Sebenele, sein Bruder und sein Freund bringen mich zur Bushaltestelle. Auf dem Weg treffen wir Sebeneles Onkel in einem LKW den wir später an der Bushaltestelle wiedertreffen. Er war so freundlich und hat mich mit nach Manzini genommen.

16:20     Zurück in Manzini

Logbucheintrag Nkhosnathis Besuch am 21.04.2011

07:50     Verschlafen…

09:05     Ankunft am Busbahnhof & Geschenke kaufen (das Gleiche wie gestern). Bus während er schon losgefahren ist noch erwischt (eigentliche Abfahrt 09:00Uhr).

10:15     Ankunft in Mashibini. Zuvor im Bus interessante Unterhaltung mit Swasi College Teacher über Kultur und Schulsystem in Swasiland. In Mashibini warten auf Nkosnathi, der mich eigentlich abholen wollte, aber noch nicht da war, als ich angekommen bin. Nach 15 Minuten Warten werde ich von einem Swasi angespochen: „What is your mission“. Ich entgegne dass ich eigentlich nur einen Freund besuche, der mich abholen wollte, es bis jetzt aber nicht getan hätte.  Wir kommen ins Gespräch und er erzählt mir von seinem Leben als selbständiger Schreiner (Er hat es geschafft ein Geschäft zu eröffnen und es zu führen, auch wenn er von zu Hause wegziehen musste) Nach einer Weile, als Nkosnathi immer noch nicht aufgetaucht ist versuchen wir ihn zu finden. Wir fragen bei einigen Leuten nach, ob sie ihn eventuell kennen – leider negativ. Nach einer ¾ Stunde Suchen steht er auf einmal hinter mir. Er hatte es am Vortag nicht mehr geschafft nach Mashibini zu fahren und hat einen Bus später genommen als ich. Wir machen uns auf dem Weg zum Haus der Mutter, die leider nicht da war. Nach einem Anruf erfahren wir, dass sie auf der Arbeit ist und erst um halb sechs abends nach Hause kommen würde. Eigentlich hätte ich um 16 Uhr den letzten Bus nach Manzini genommen, habe mich aber dann dazu entschieden länger zu bleiben und dann am Abend einen Combie zu nehmen.

12:10     Nach einer  kalten Cola habe wir uns dafür entschieden einen Berg in der Nähe zu besteigen. Also kaufen wir noch ein Brot zur Verpflegung und füllen 2 Flaschen mit Wasser. Zum Berg nimmt uns eine nette Swasi mit. Am Berg wissen wir allerdings nicht, wie wir ihn besteigen können. Der Weg, der hineinführte, ist wegen eines Tores nicht zugänglich. Wir erfahren, dass der Mann, der sein Haus in der Nähe des Berges hat und auch für den Berg „verantwortlich“ ist bald zurückkommen wird. Wir warten ca. 20 Minuten und endlich kommt der weiße Mann mit seinem Auto angefahren. Also frage ich ihn, ob wir hinein dürften da  wir würden gerne den Berg besteigen würden. Nach dem er Nkosnathi sieht meint er: „Also er würde mich ja rein lassen, aber der Einheimische muss draußen bleiben.“ Ich frage ihn warum, worauf er antwortet: „Ich weiß, er ist noch ein Kind, aber auch er könnte sich ein Bild von der Umgebung machen und später über das Tor klettern und pflanzen klauen oder jagen gehen. Aber… was machst du denn eigentlich hier?“

„Ich arbeite für die Salesianer, kennen sie die diese?“

„Ja, uns was genau ist deine Arbeit?“

„Morgens unterrichte ich in einer Primary School.“

„Was?“

„Naturwissenschaften und Mathe.“

„Auch Religion?“

„Nein“

„Okay, dann ist gut, ihr könnt rein.

Er hat noch irgendwas gemurmelt, was ich nicht verstehen kann, ist losgefahren und hat uns das Tor aufgelassen. Nach dem eigenartigen Gespräch machen wir uns auf und nach eineinhalb Stunden sind wir fast an der Spitze angekommen. Das letzte Stück ist nur noch Felsen. Nach der Hälfte des letzten Stückes meint Nkosnathi es sei vielleicht doch besser, wieder herunter zu steigen. Wieder runter war jedoch schwieriger als gedacht. Wir haben es dann aber doch geschafft und waren nach einer Stunde wieder unten. Während der Wanderung hat Nkosnathi ab und zu Pause und ganz begeistert hinunter ins Tal geschaut. Für ihn war es das erste Mal, dass er auf einen Berg geklettert ist.

16:15     Treffen der Mutter (ca. 34 Jahre). Sie hat Fatcakes (eine Art Mutzen) und ein anderes Gebäck mitgebracht. Wir kaufen noch Cola, da sie mir ein „good drink“ anbieten wollte. Wir haben uns über alles Mögliche unterhalten. Unteranderem warum Nkhosnathi zu Manzini Youth Care gekommen ist. Bevor er zu MYC gekommen ist hat er bei seinem Vater gelebt, da sie damals schon kein Geld hatte ihn und seine Schwester zu versorgen. Sein Vater hat ihn aber fast jeden Tag mit einer Art Peitsche auf dem Rücken geschlagen, wovon er auch noch Striemen hat. Sie hat von MYC gehört und ihn seinem Vater weggenommen. Des Weiteren hat sie mir erzählt, dass sie seit einer Woche wieder arbeiten geht, zuvor war sie krank gewesen. Sie arbeitet in einer chinesischen Fabrik als Schneiderin. Leider verdient sie umgerechnet nur ca. 40 € im Monat und muss täglich für den Bus 1,60 €. Am Ende des Monats bleib eigentlich nichts übrig. Sie mache es nur als Zeitvertreib – 11 Stunden am Tag nähen mit einer halben Stunde Mittagspause. Wie sie überlebt und seine Tochter ernährt weiß ich nicht.

Zum Schluss hat sie mich noch gefragt, ob ich denke, dass ihr Sohn es auf die High School schaffen würde. Ich muss leicht lächeln: „Er ist Klassenbester, in allen Fächern zusammen hat  649 von 700 Punkten. Wenn er so  weiter macht, wird es kein Problem sein ihn auf die Salesian High School zu bekommen. MYC wird auch dafür zahlen.“ Sie wirkt erleichtert

18:25     Ich verabschiede mich, übergebe meine Gastgeschenke, worüber sie sich sehr freut.

19:35     Ankunft mit Combie in Manzini. 10 Minuten später zu Hause bei den Salesians.

Die Zwei Tage waren wirklich ein Erlebnis. Sie haben alle Erwartungen übertroffen. Die Familien haben sich wirklich gefreut, nur weil ich sie besucht habe. Sebeneles Oma hat mir zum Abschied noch eine volle Tüte Erdnüsse mitgegeben und Nkhosnathis Mutter hat zu Essen und eine Cola für mich gekauft, obwohl sie eigentlich kein Geld besitzt. Das Leben außerhalb von Manzini ist wirklich komplett anders. Manchmal habe ich mich echt wie in einem Film gefühlt. Man geht durch die Vietel und wird von allen Menschen angeschaut als wär man etwas Besonderes. Kinder kommen angerannt und halten sich an meiner Hand fest, strahlen übers ganze Gesicht und wollen meine Hand nicht mehr loslassen. Gerade in den zwei Tagen ist mir der krasse Gegensatz in Swasiland noch ein Mal bewusst geworden. Sobald man die Stadt verlässt begegnet einem Armut überall. Von Einkaufzentren kein Spur mehr. Subsistenzwirtschaft. Baracken. Felder. Endlose Weiten. Ausbeutung.

Es waren Erfahrungen, die ich zuvor nicht gemacht habe. Ich bin wirklich froh die Möglichkeit gehabt zu haben, swasische Familien zu besuchen und ganz andere Eindrücke mit nach Hause nehmen zu können. Nkhosnathis Mutter hat mich gefragt ob ich noch mal wiederkommen könnte. Da keine Ferien mehr sein werden, bevor ich schon wieder nach Hause fliege, werde ich wahrscheinlich mit Nkhosnathi seine Mutter an einem Wochenende noch ein Mal besuchen.

Ostern in Swasiland

In der Woche vor Ostern stand Eier auspusten und eier Färben auf dem Plan. Jedes Kind bekam ein Ei, eine Nadel und ein Pinsel für Wasserfarbe. Und dann ging es los: Ei an beiden Seiten einstechen, kräftig pusten bis endlich Eigelb und Eiweiß raus flutschen, das Ei ist hohl. Pinsel in die Wasserfarbe und das Ei so anmalen, wie es einem gefällt. Trocknen lassen und zuletzt ein Pfaden durch das Loch, aufhängen und fertig. Nachdem jeder sein eigenes angemaltes Ei auf gehangen hatte wurde zu guter Letzt Eigelb und Eiweiß in einen großen Topf mit Öl frittiert und dann gegessen.

An Ostersamstag war ich in der Osternachtsmesse der Gemeinde in der Kathedrale. Ich hätte auch in die Messer der Salesianer gehen können habe mich dann aber doch für die Gemeinde entschieden, da ich eine afrikanische Osternacht erleben wollte. Sie fing um 21 Uhr vor der Kathedrale am Osterfeuer an. Nachdem dem die Osterkerze angezündet wurde, wurde das Licht an alle Leute weitergegeben, sodass die ganze Gemeinde mit Kerzen und lautem Gesang in die dunkle Kirche einzog – sehr beeindruckend. Danach wurden 9 Lesungen in SiSwati und Englisch vorgelesen und zu jeder Lesung auf Siswati eine Erklärung gegeben, was ich leider nicht verstehen konnte. Nach 2 Stunden Lesungen wurden ca. 40 Swasis im Alter von 25-35 getauft. Später empfingen sie die 1. Hl. Kommunion und wurden dann auch noch gefirmt. Auch ein Swasi Freund war dabei, der im Sommer auch zum WJT fährt. Ich habe ihn gefragt, warum er denn erst  jetzt getauft wird. „Als ich klein war sind meine Eltern nicht zur römisch katholische Kirche gegangen. Später fand ich Kirche langweilig und konnte  nichts damit anfangen. Erst seit einem Jahr gehe ich regelmäßig zur Kirche und bin gläubig geworden. Jetzt fühle ich mich bereit dafür!“  Nach ca. 5 Stunden war die Messe vorbei. Jetzt weiß ich auch, warum alle Weißen zur Messe der Salesianer gegangen sind. Für mich war es jedoch eine Erfahrung.

An Ostersonntag habe ich mit einer anderen Volontärin Eier gefärbt und bin später mit ihr und noch einem Volontär nach Sikhunyana und Fairview gefahren um mit den Kids ein Ostern zu feiern. Im Garten der Homes haben wir die Eier mehr oder weniger gut bis sehr gut versteckt. „One, two, three, four, go!“ und alle rannten los, da sie als Erster ihr Ei finden wollten. Nicht nur die Jüngeren in Sikhunyana hatten Spaß am Suchen, auch die Älteren (bis 22 Jahre). Nach dem Suchen haben wir noch ein paar lustige Spiele gespielt und zum Schluss hat jeder noch ein kleines Geschenk bekommen. Ich hatte noch Haifisch-Gummibärchen aus Deutschland und Hanna hatte Esspapiergrass und kleine Süßigkeiten in Form von Eiern geschickt bekommen die wir in Papier in Form eines Eies (es sollte ein Ei sein) verpackt haben.

Die Osterferien waren eine ganz neue Erfahrung. Zum einen habe ich Swasiland von einer ganz anderen Seite kennengelernt, ich habe versucht den Kids zu vermitteln, wie man Ostern bei uns in Deutschland feiert und ich habe auch erfahren wie man Ostern in Afrika feiert.

Hier die Bilder:

Erste Spalte: Besuch Sebenele

Zweite Spalte: Besuch Nkosnathi

Dritte Spalte (Bild 1-3): Eierbemalen

Vierte Spalte (+Bild 4 aus Spalte 3) : Eiersuchen

Geschrieben von René Pfortje am 17. Mai 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Examen geschafft und jetzt Ferien…

Nach einer längeren Zeit melde ich mich noch einmal. Alle Examen geschrieben, das heißt Ferien…

Vor drei Wochen begannen die Examen und wurden innerhalb von 2 Wochen geschrieben. Das hieß für mich erst mal Examen für die Fächer Mathe und Naturwissenschaften aufstellen und später korrigieren. Ich habe nicht genau die Zeit genommen, aber ich habe schon einige Zeit gebraucht um die 216 Examen (Paper I und II Mathe und Paper I und II Naturwissenschaften für 2 Klassen) zu korrigieren, Noten zu geben und wenn möglich Tipps für die Zukunft zu geben. Alle Noten waren dabei: Von „weak“ (schwach) bis „excellent“ (ausgezeichnet). Bei manchen verzweifelt man fast, eine Schülerin hatte ganze 5% als Durchschnitt aus Paper I und II in Mathe, dafür gibt es aber auch Schüler die einen nicht hängen lassen, 98,2% als Durschnitt aus Paper I und II in Naturwissenschaften.

In den Ferien haben die Kinder MYCs die Möglichkeit Verwandte zu besuchen, sei es Eltern, die ihre Kinder an MYC gegeben haben, da sie kein Geld haben sie zu versorgen und zur Schule zu schicken oder auch Großeltern, Onkel, Tante, … Natürlich sind es doch eher wenige die nach Hause fahren, da die meisten entweder nicht nach Hause wollen, da sie dort misshandelt wurden, oder ihre Eltern, Großeltern oder sonstige Verwandte nach Südafrika ausgewandert sind, da sie sich dort Arbeit erhofften, oder nicht mehr am leben sind.

Ich habe das Glück und darf am Dienstag und Mittwoch zwei Kinder, die in Sikhunyana leben, besuchen. Am Dienstag geht es nach Mzaceni (mit dem Bus ca. 1 Stunde von Manzini entfernt). Dort werde ich Sebenele bei seinen Großeltern besuchen. Wo das Haus genau ist, weiß ich noch nicht. Er meinte ich solle einfach in Mzaceni aussteigen, in den Shop gehen und einen der Verkäufer nach seiner Oma fragen. Er würde mich dann zum Haus bringen. Ob es klappen wird sehen wir dann… Ein Tag danach werde ich den Bus nach Mashibini nehmen, wo mich Nathi abholen wird. Er wird mir seine Eltern vorstellen und hoffentlich auch die Gegend zeigen.

Ich bin schon sehr gespannt und werde dann im Blog von meinen Erfahrungen berichten.

In der zweiten Woche wird wieder ein Holiday-Programm mit Volleyball, Badminton, Basketball und natürlich Fußball stattfinden. Am Ende wird ein großes Turnier sein. Neben dem Sport wird auch wieder der Artroom geöffnet sein, in dem die Kinder basteln und malen können und es werden natürlich auch wieder Filme auf großem  Beamer gezeigt.

Ich freu mich schon sehr auf die kommenden Wochen und bin natürlich auch gespannt wie man Ostern in Afrika feiert.

Bis dann…

Ein paar Bilder der letzten Wochen:

Geschrieben von René Pfortje am 17. April 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Marimba feat. Trumpet

Und schon wieder ein neuer, aber auch nur ein kurzer Eintrag. Am Samstag hatte die Marimba Band wieder einen großen Auftritt. Wir durften auf der Party einer Hochzeit spielen – und es war keine gewöhnliche Hochzeit. Diesmal war es keine traditionelle Hochzeit, sondern eine Katholische. Die Fete danach war aber doch sehr amerikanisch kitschig. Wie dem auch sei…die Marimba Boys hatten ihren Spaß, da sie wieder vor einem großen Publikum spielen konnten, und später auch das dekadente Essen bekamen. Die Fete fand in „Royal Villas“ statt, ein Ressort, indem man Häuser für 4000Rand pro Nacht mieten kann. Dies war mal wieder eine der Situationen, in denen man sich gedacht hat, wie ungerecht die Verteilung innerhalb von Swasiland ist. Nur die Oberschicht kann sich so einen Luxus leisten, während ca. 70% der Bevölkerung Swasilands unter der Armutsgrenze lebt.

Nichts destotrotz hatte ich heute auch meinen Spaß, da ich meinen ersten Auftritt zusammen mit der Marimba Band hatte. Ich hatte meine Trompete dabei und bei zwei Stücken mitgespielt und improvisiert…und dem Bräutigam  hat es sogar gefallen – noch mal Glück gehabt :)

Heute haben wir es auch endlich mal geschafft Gruppenbilder zu machen. Es sind natürlich nicht alle zu sehen, nur die, die am Samstag gespielt haben, der Marimba Lehrer, Ludger und ich. Ein wenig zeigen die Fotos auch, wie dekadent die Anlage ist, da wie die Fotos im Garten am Pool des „Royal Villas“ gemacht haben.

Hier ein paar Fotos von innen und die Gruppenbilder:

Geschrieben von René Pfortje am 29. März 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Erster salesianischer Priester aus Swasiland

Am Samstag war ein historischer Tag für die Salesianer Don Boscos in Swasiland. In der knapp 60 jährigen Geschichte der Salesianer Don Boscos in Swasiland wurde zum ersten Mal ein swasischer Salesianer zum Priester geweiht. Zu diesem Anlass kamen knapp 20 Priester aus Südafrika, Lesotho und Swasiland nach Manzini um dieses Fest mitzufeiern.

Die Priesterweihe begann am Samstagmorgen um 10 Uhr, natürlich nach afrikanischer Zeit. Fast alles lief so, wie man es von einer Priesterweihe gewohnt ist. Besonders war nur der Moment als Bonkingkosi, der später geweihte Priester, gefragt wurde, ob er wirklich Priester werden möchte. Am Anfang saß er in der letzten Reihe und ging zusammen mit dem Provinzial verhüllt in einer Decke zum Altar. Diese Tradition stammt ursprünglich aus  dem Hochzeitsbrauch, in der der Vater seine Tochter verhüllt zum Altar bringt und sie dann dem späteren Ehemann übergibt.

Nach der Priesterweihe waren alle in das Pfarrheim eingeladen, um dort gemeinsam zu essen. Amüsant anzusehen, wenn ca. 400 Leute darum kämpfen ihr Essen zu ergattern. Nach dem Essen wurde ein traditioneller Tanz aufgeführt, der MYC Chor trat auf und natürlich die Marimba Band konnte zeigen, was sie kann. Am Ende bekamen alle Entertainer kräftigen Applaus.  Nach dem Primizsegen war das Fest mit der Gemeinde zu Ende.

Am gleichen Abend und am nächsten Tag waren wir Volontäre noch zum Grillen und Mittagessen bei den Fathers eingeladen. Dabei hatte man die Möglichkeit, sich mit einigen Fathers aus ganz Südafrika, Lesotho und Swasiland zu unterhalten. Dabei konnte man zum einen von unseren Erlebnissen berichten, hat aber auch unteranderem lustige Storys von den Fathers gehört. So hat der Provinzial, Ludger und mich gefragt, ob wir einen kleinen Bericht für das Don Bosco Blättchen des  „Süden Afrikas“ über unseren Aufenthalt in Sikhunyana schreiben könnten.

Zu unserem Aufenthalt in Sikhunyana: Wir haben uns entschieden doch noch länger im Home zu bleiben, da wir sehr positive Rückmeldung vom Provinzial, von Father John und von den Hausvätern bekommen haben. Letzteren hat uns sogar etwas gewundert, da wir am Anfang das Gefühlt hatten, den Hausvätern würde es nicht so gefallen, da wir ja Teilweise ihre Arbeit übernehmen und somit auch Veränderungen mit ins Home bringen. Wie lange wir dort bleiben, wissen wir noch nicht. Im Moment erscheint uns die Arbeit so wichtig, dass wir es für sinnvoll halten zusammen mit den Kindern zu leben.

Zu Sebenele: Er ist leider seit 3 Tagen nicht mehr bei uns. Siyabonga hat ihn wohl vor 3 Tagen während des Tages wieder mit auf die Straße genommen. Im Moment ist er auch nicht aufzufinden. Ob er zurückkommt wissen wir noch nicht, die anderen Kinder denken aber eher nicht. Naja, wir haben unser bestes Versucht…

Hier noch ein paar Bilder von der Priesterweihe und Bilder aus Sikhunyana:

Geschrieben von René Pfortje am 25. März 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Mein neues Zuhause

Liebe Blogleser,

nachdem ich mich nach meinem Urlaub in Mosambik wieder gut eingelebt habe, dachte ich mir, ich lass noch mal von mir hören.  Im Moment ist es 03:28 Uhr in der Nacht und ich sitze hier in einem der Homes und halte Nachtwache.  Wie es dazu kommt…

Seit letztem Sonntag wohne ich zusammen mit Ludger in Sikhunyana, eines der Homes MYCs, in dem die Neuankömmlinge und die jüngsten Kinder wohnen. Unsere eigentliche Idee war es, eine gewisse Struktur in dieses Home zu bringen, da die Hausväter manchmal ein bisschen faul sind und somit einiges einfach mal durchgehen lassen. Zusammen Frühstücken, Mittagessen und Abendessen, verschiedene Dienste wie Klo- und Dusche putzen, Hof-, Küchen und Kochdienst einführen, das waren unsere Ziele zuvor. Unser erstes Ziel „zusammen Essen“ haben wir schon fast erreicht. Morgens frühstücken wir gemeinsam und abends wird zusammen gegessen. Das Mittagessen ist etwas problematisch, da alle zu verschiedenen Zeiten aus der Schule kommen, noch in der Stadt bleiben oder zur Don Bosco Hall gehen. Was aus den Diensten wird werden wir noch sehen…

Morgens stehen wir um viertel vor sechs gemeinsam mit den Kindern auf, frühstücken und putzten uns danach alle gemeinsam die Zähne, was hier gar nicht mal so selbstverständlich für die Kinder ist. Als wir am Sonntag ankamen hatten 13 Kinder keine Zahnbürste mehr, da sie die Zahnbürste, die sie zu Weihnachten gerade neu bekommen haben  wohl verlegt und nicht mehr wiedergefunden haben. Dann geht es zur Schule. 40 Minuten Laufweg, zweimal am Tag, welchen man aber manchmal verkürzen kann, in dem man freundlich ein Auto auf dem Weg anhält und fragt ob sie einen für ein Stück mitnehmen würden. Zurück in Sikhunyana empfangen wir ab 13:30Uhr die Kinder, die gerade aus der Schule kommen. Mit ihnen spielen wir Fußball, „ich lass den Golfball eine Rampe runter rollen und versuche dabei ein Tor zur durchlaufen“, Kicker oder man setzt sich mit ihnen einfach mal in Ruhe hin und hört ihnen zu. Um 19 Uhr gibt es Abendessen, 19:30 Uhr Study Time, 20:45 Uhr Abendgebet mit einer kleinen Intention für den nächsten Tag und danach geht es dann ins Bett.

So jetzt dazu, warum ich denn gerade eine Nachtwache schiebe. Die Vorgeschichte: Seit letzter Woche leben hier in diesem Home 3 neue, ein größerer und 2 kleine, Jungs im Home, die MYC frisch von der Straße geholt hat. Vor drei Tagen kam dann ein Junge mitten in der Nacht aus Enjabulweni, ein weiteres Home MYCs hier hin und nahm einen der kleineren neuen Jungen, Sebenele, mit auf die Straße indem er ihn wahrscheinlich mit kostenlosem Kleber zum schnüffeln gelockt hat. Wir wissen nicht genau, was er dort mit dem Jungen gemacht hat aber wir haben 2 Tage später, nach dem die Sozialarbeiter ihn wieder von der Straße mit nach Hause gebracht hatten, ein selbstgemaltes Bild von ihm gefunden auf dem er zusammen mit weiteren 5 Leuten zu sehen ist. Er schießt mit der einen Hand mit einer Waffe auf Siyabonga, der Junge aus Enjabulweni, der ihn mit auf die Straße genommen hatte, und mit der anderen Hand fasst er einem anderen Mann an den Penis. Dieser ejakuliert. Was die anderen Männer genau machen, ist nicht zu erkennen. Was Ludger und ich vermuten ist, dass er wohl mitgenommen wurde und wahrscheinlich zuerst von Siyabonga misshandelt und nachher auf dem Strich verkauft wurde. Durch diese Geschichte ist mir erst bewusst geworden, wie stark Kinderprostitution in Swasiland verbreitet ist. Es ist nicht nur so, das Zuhälter 8-13 jährige Mädchen für 3€ an Freier verkaufen, sondern es gibt auch kleine Jungs, die sich mehr oder weniger freiwillig (es reicht  wohl schon sie mit Kleber zu bestechen) prostituieren.

Vorgestern ist dann ein weiterer Junge, Jeremayer wieder weggelaufen. Er ist 15 Jahre alt und ist vor 2 Tagen morgens früh los, um nach Sebenele und Siyabonga auf der Straße zu suchen. Dabei ist er wohl selbst wieder rückfällig geworden und hat später Kleber geschnüffelt. Er kam am gleichen Abend nicht mehr zurück und hat die Nacht wohl auf der Straße verbracht. Heute, spät am, Abend stand er dann auf einmal wieder hier in Sikhunyana und war dann bei den kleinen Jungs im Zimmer und „wollte da wohl übernachten“. Wir haben ihn dann nach langem hin und her herausholen können und ihn in sein eigentliches Zimmer gesteckt. Dort wollte er aber nicht schlafen und meinte er komme morgen früh wieder. Ludger und ich haben uns dann noch etwas draußen hingesetzt, weil wir abwarten wollten, was jetzt passiert und plötzlich laufen 5 kleinere Kinder aus ihrem Zimmer, und nachdem sie uns sehen sind die „nur auf das Klo“ gerannt. Unteranderem Sebenele, sogar nackt. Wahrscheinlich stand Jeremayer auf der anderen Seite des Hauses am Fenster des Raumes und hat den Kindern das Blaue vom Himmel erzählt und wollte mindestens ein paar mit auf die Straße nehmen. Daraufhin haben wir einen der Hausväter geweckt, er hat mit den Kindern geredet und wir haben dann beschlossen, eine Nachtwache bis morgen früh zu schieben. Vor 3 Stunden (jetzt ist es schon 03:55Uhr) ist Jeremayer dann völlig zugedröhnt und mit roten Augen wieder zurückgekommen und schläft nun im Livingroom.

Soweit aus Sikhunyana. Ich melde mich wieder, wenn es Neuigkeiten gibt oder ich wieder zurück aus Sikhunyana bin. Wann genau weiß ich noch nicht. Angedacht waren 14 Tage, vielleicht verlängere ich aber…

Hier noch ein paar Bilder von den ersten Tagen:

Geschrieben von René Pfortje am 11. März 2011 | Abgelegt unter Alle | 2 Kommentare

Schuljahr 2011

Am 18.01.2011 begann das Schuljahr 2011 hier in Enjabulweni – oder doch nicht? Nein, nicht wirklich, am ersten Schultag wurde im Lehrerkollegium erstmals entschieden, welcher Lehrer welche Klasse unterrichten soll. Demnach begann für mich das unterrichten in der schulgeldfreien Schule meines Projektes ein Tag später. Ich bin wirklich sehr froh, dass ich die selben Klassen wie letztes Jahr unterrichten darf – dieses Jahr jedoch beide Grade 6. Mathematik und Physik stehen wieder auf meinem Stundenplan. Um 8.00 Uhr beginnt die Schule und 12.00 Uhr ist sie für mich auch schon wieder aus. Von 10.30 Uhr bis 11.00 Uhr ist die große Pause in der alle Schüler kostenlos ein typisches Swasi-Essen bekommen: Pap mit Bohnen. Ich stelle mich natürlich auch jeden Tag in die Essenschlange und wenn dann mit dem Essen über den Schulhof läuft fragen Kinder immer noch erstaunt: „Oh, you are eating pap and beans?“

Des Weiteren habe ich 2 neue Schüler in Grade 6a und 6 neue Schüler in Grade 6a. Einen von , Sebenele, finde ich wirklich faszinierend. Er hat eine geistliche als auch eine körperliche Behinderung, hat aber eine Lebensfreude, die ich selten bei jemandem gesehen habe – an kleinsten Dingen hat er riesen Freude. Man muss ihn nur anschauen und lächeln und er strahl über beide Ohren.  Andererseits kann es jedoch auch passieren, dass seine Stimmung ganz schnell umschlägt wenn zum Beispiel ein Mitschüler ihm seinen Stift wegnimmt. Dann fängt er an zu weinen, bis er seinen Stift wieder hat.

Ich freue mich dass sie Schule wieder begonnen hat und ich nach den langen Sommerferien alle Kids wiedersehen konnte. Diese nächste Woche werde ich jedoch mit Ludger und Christian, der zum Zwischenseminar letzte Woche nach Johannesburg  gekommen ist,  nach Mozambique fahren. Ich melde mich dann wieder, wenn ich zurück bin.

Bis bald…

Geschrieben von René Pfortje am 8. Februar 2011 | Abgelegt unter Alle | Keine Kommentare

Das Holiday Programm

Das Schloss rappelt am großen Tor. Kinder drücken von hinten. Endlich öffnet sich das Schloss, dann auch das Tor, Kinder stürmen zu den Duschen um nach einer kalten Dusche  in Unterhose in den Pool zu springen. Nach wenigen Sekunden ist der 23 x 8 Meter große Pool mit Kindern voll.

So sah ein Programmpunkt des diesjährigen Holiday Programms aus. Das Holiday Programm soll den Kinder in den Ferien die Möglichkeit geben sich sinnvoll zu beschäftigen und dabei Spaß zu haben. Am Montag ging es um 10 Uhr morgens los. Über die ganze Woche fand ein großes Fußballtunier statt, an dem alle Mannschaften aus der Umgebung, einschließlich unserer 2 Bosco Teams (Unter 15 und Unter 17) teilnahmen. Des Weiteren konnten Mädchen und Jungen Spaß an einem Basketballtunier in der Hall finden. Höhepunkt des diesjährigen Holiday Programms war jedoch die Neueröffnung des Swimmingpools der Salesian-Highschool.  Täglich befanden sich 50 – 100 Kinder, öfters auch in 2 Gruppen geteilt, im Pool und konnten sich dort abkühlen und zeigen welche Kunststücke sie von Bock können. (siehe Foto) Für alle anderen, die sich einfach nur ausruhen wollten gab es den „Artroom“ in dem man malen, verschiedene Figuren falten oder Freundschaftsarmbänder knüpfen konnte. Um 13 gab es für alle Kinder (bis 500 Kinder aus der Umgebung) Lunch, also ein Stück Brot mit einem Becher Saft. Um 16 Uhr war dann der Tag in und um die Don Bosco Hall vorbei.

Nach Elfmeterschießen raus

Unser Don Bosco Fußballteam unter 17 hat es bis zum Halbfinale geschafft, nachdem sie in der Vorrunde jedes Spiel gewonnen hatten. Im Halbfinale blieb jedoch leider der Torerfolg aus und so stand es nach 60 Minuten 0:0. Das bedeutete Elfmeterschießen für die gegnerische Mannschaft und unsere Jungs. Leider verschoss unser 5 Schütze wodurch wir dann 4:5 n.E. verloren haben. Nichtsdestotrotz hat die Mannschaft Einsatz gezeigt und hat es verdient ins Halbfinale geschafft.

Und hier noch ein paar Bilder:

Geschrieben von René Pfortje am 9. Januar 2011 | Abgelegt unter Alle,Projekt | Ein Kommentar

A Night in Sikunjana

Vergangenen Dienstag habe ich meine erste Nacht in einem der Homes verbracht. Nach der Marimba Probe bin ich direkt dort geblieben um meinen Abend mit einem Film zu starten. Dafür habe ich meine Boxen, einen Beamer und meinen Laptop mitgebracht, um im Fernsehraum auf Großleinwand mit den Kids Robin Hood zu schauen. Alle waren natürlich vom Film begeistert, da viel gekämpft und wenig gesprochen wurde. Nach dem Film begann eine kleine Party. Ich habe die Musik laut aufgedreht und die Kids hatten Spaß beim Tanzen. Tanzen ist für die etwas ganz besonderes. Ich denke beim Tanzen können sie einfach loslassen und das machen, was sie wollen – Und dabei sind sie wirklich gut. Sie haben einfach den Rhythmus im Blut. Nachdem alle in wenig vom Tanzen erschöpft waren haben sie sich noch einen zweiten Film gewünscht, und da sie am nächsten Tag nicht zur Schule mussten, habe ich ihnen die Freude gemacht. Schlafen durfte ich in einem Bett der Jung. Zuerst hatte ich mir die Kissen der Sofas geholt, ob mich auf diesen breit zu machen. Die Jungs meinten jedoch, nein, nein, wir haben ein Bett für dich… Ich habe sie gefragt, ob das Bett denn immer frei sei, oder ob jemand anders jetzt irgendwo anders schlafen müsste. Sie meinten jedoch selbstbewusst, ja, das Bett ist immer frei. Als dann alle ihren Platz im Bett gefunden hatten, konnte ich sehen, dass sich zwei Jungs ein Bett teilten, obwohl die Betten nur ca. 70 cm breit sind. Eigentlich wollte ich keinem Jungen das Bett wegnehmen, aber da er es unbedingt wollte und ich mich eigentlich in diesem Bett wohlfühlte, habe ich die Nacht in seinem Bett verbracht. Am nächsten Morgen ging es um halb sieben zur Schule. Einer der Jungs, Lungelo, wanderte mit mir den 40 minütigen Weg zur Schule, da er noch Bücher abholen musste. In der Schule haben die anderen Kids dann ihre Zeugnisse bekommen, jedoch nur, wenn ein Elternteil oder Geschwisterteil dabei war. Deswegen mussten die Kids im Home auch nicht zu Schule, da für sie die Zeugnisse gesammelt werden und dann in den Homes verteilt werden.

Ich hatte wirklich eine tolle Zeit im Home und werde sicherlich noch einmal dort übernachten.

Geschrieben von René Pfortje am 2. Dezember 2010 | Abgelegt unter Alle,Projekt | Keine Kommentare

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