Salem – Hospet/Hampi – Goa – Mysore – Salem

Zwei Wochen war ich nun im großen Indien unterwegs. Von Salem über Hospet (Hampi) nach Goa zum Zwischenseminar und dann letztlich noch ein paar Tage Mysore bevor es wieder zurück ins Projekt ging.

Am 2. Weihnachtsfeiertag ging die Reise los.

Hospet/Hampi

Die erste Station meiner Reise war das Johannes´ Projekt in Hospet. Da Hospet direkt neben einer der größten Sehenswürdigkeiten Indiens nämlich Hampi liegt haben wir unseren Besuch natürlich damit verbunden. Hampi ist ein riesen Gelände mit wunderschöner Landschaft und sehr sehr vielen Tempelruinen. Es war wirklich wunderschön dort herumzulaufen, die Natur und die Stille zu genießen und an einem Tempel auf dem Gipfel eines Hügels eine Wassermelone zu schlürfen. Leider konnten wir eine Attacke der Affen auf unsere Wassermelone nicht verhindern und mussten letztendlich ein Viertel unserer Melone entbehren.

Goa

Am nächsten Morgen ging es dann schon weiter nach Goa. Das angeblich so wunderschöne, einzigartige Goa mit den verlassenen Traumstränden war leider nicht anzufinden. Im Gegenteil: halbnackte Touristen, Strandliege an Strandliege, Souvenirshops, Fastfoodrestaurants, Eisverkäufer… Italien? Nein. Immer noch Indien. Krass aber so anders. Ja. Indien ist vielfältig.

In einem Supermarkt in Goa dann der wörtliche Kulturshock… Brot, Wurst, Käse, Kekse, Wein, Bier, Müsli, Nudeln, Tomatensoßen, Muffins… Eine ¾ Stunde standen Johannes und ich in dem Supermarkt und waren von dem Angebot der europäischen Lebensmittel geplättet. Das war echt zu viel. Anstatt uns an den leckeren europäischen Lebensmitteln zu bedienen kauften wir einfach nur Toastbrotund indischen Käse und machten uns daraus ein leckeres Frühstück – oder war es mittlerweile schon das Mittagessen? Egal.


Zwischenseminar

Zum Zwischenseminar in Goa haben sich alle 12 (es waren mal 14 – leider mussten 2 aus gesundheitlichen Gründen abbrechen) deutschen Don Bosco- Indienvoluntäre mit

Wolfgang (Voluntärskoordinator) und Christian (SDB) aus Bonn getroffen. Auf einer „Don Bosco farming school“ in Sulkorna trafen wir uns und hatten viel Zeit uns auszutauschen, über Erfahrungen zu reden und einfach mal den Frust raus zulassen. Es war interessant zu hören, wie es den anderen in ihren Projekten so ergeht, mit welchen Problemen sie zu kämpfen haben und was sie selbst schon alles ausprobiert haben. Neben solchen

Ein wunderschöner Sonnenuntergang… wenn man den Touristenüberlaufenden Strand abschneidet

„meetings“ haben wir uns aber auch noch verschieden Don Bosco Projekte angesehen und Goa besichtigt. Abgesehen von ein paar Erkrankungen, einem Hundebiss und teilweise wenig Schlaf hat es mir sehr gut gefallen und es tat einfach gut sich mit Leuten zu unterhalten, die genau dasselbe durchmachen wie man selbst…

Nach ca. 10 Tagen Goa sind dann Magdalena, Theresa, Johannes und ich weiter nachMysore gefahren. Mysore ist echt eine tolle Stadt. Trotz einiger Touristen hat sie einen angenehmen indischen Flair: nicht so vermüllt wie Salem, aber auch nicht so pingelig sauber wie Goa.Neben Besichtigungen vom Mysore Palace, diversen Märkte und einem Don Bosco „Pre-novice“ Haus haben wir noch einige andere deutschen Indienvoluntäre einer anderen Organisation getroffen. Wiedermal interessant zu hören wie unterschiedlich so ein FSJ in Indien sein kann. In anderen Organisationen werden neben ganz andere Schwerpunkte gesetzt.

Nach so einer schönen Zeit mit den anderen Voluntären fiel es mir besonders schwer am 12.01.2012 wieder alleine ins Projekt zurückzukehren.

Aber ich warte jetzt schon sehnsüchtig auf den Besuch von meiner Schwester Mona und meinem Vater in ca. 4 Wochen!

Ganz liebe Grüße,

eure Sina

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