Diego Andres, Erzieher

Hallo, ich heiße Diego Andres und arbeite als Erzieher in der Casa Don Bosco in Peru. Auch meine Mutter arbeitet hier. Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn schlug ich zunächst aber einen ganz anderen Weg ein.

„Dankbarkeit ist mir heute wichtiger als jeder Lohn.“

Schon als Kind und Jugendlicher hatte ich viel Kontakt zu den Salesianern in meinem Stadtteil. Ich nahm beispielsweise am Katechese-Unterricht oder Jugendgruppen teil. Dies kam vor allem daher, dass meine Mutter Mitarbeiterin in der Schulküche ist. Hier bildet sie Jugendliche aus der Casa Don Bosco aus. Ich aber schlug zunächst einen ganz anderen Weg ein. Als Designer verdiente ich viel Geld, das ich in Autos, Handys und andere Statussymbole investierte.

Ein Tag veränderte mein ganzes Leben

Eines Tages erlitt ich einen schweren Autounfall. Obwohl das Auto und viele andere Dinge komplett zerstört wurden, überlebte ich wie ein Wunder. Eine Marienfigur, die sich in meinem Auto befand, wurde ebenfalls nicht in Mitleidenschaft gezogen. Für mich war diese Erfahrung wie ein Wink Gottes, sich einer sinnvollen Tätigkeit zuzuwenden. Zunächst als Freiwilliger, später als Erzieher widme ich mich seitdem den Jugendlichen aus der Casa Don Bosco.

Ich möchte den Kindern Werte vermitteln

Als ich hier angefangen habe, war es wie Liebe auf den ersten Blick. Ich war beeindruckt von der Art und Weise, wie hier mit den Jugendlichen gearbeitet wird. Hier kann ich den Kindern vermitteln, was wirklich wichtig im Leben ist. Dazu gehören Werte wie Gemeinschaftssinn, Solidarität oder Bescheidenheit. Die Arbeit hier mag anstrengend sein, aber es ist nie langweilig. Außerdem sehe ich, wie sich die Jungs entwickeln. Ihre Dankbarkeit ist mir heute wichtiger als jeder Lohn.

 

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Ob klassisch mit einer Spende oder lieber mit einer persönlichen Aktion: Du kannst dich auf ganz unterschiedliche Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. Klick dich doch einfach durch unsere Engagement-Möglichkeiten oder kontaktier uns einfach per Telefon unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@strassenkinder.de. Wir freuen uns über dein Interesse.

Für ein Leben jenseits der Straße