Bischof Rosario Vella

Hallo, ich bin Bischof Rosario Vella und 66 Jahre alt. Schon mein ganzes Leben bin ich bei Don Bosco. Ich arbeite und lebe nach seinem Vorbild.

"Arm ist, wer Kraft und Hoffnung verloren hat."

Don Bosco und seine Pädagogik kenne ich schon seit meiner Kindheit. Mein Vater war ehemaliger Schüler der Salesianer und meine Mutter erzählte viel von Don Bosco und seinem Leben. Davon inspiriert, wollte auch ich etwas Gutes für die Armen tun und für alle Menschen auf der Welt, die leiden müssen.

Wir müssen Menschen die Kraft geben, gegen Armut anzukämpfen.

Eines Tages stellte ein Freund mir eine Frage: Wer sind die ärmsten Menschen auf dieser Welt? Ich antwortete ihm: Das sind die Menschen, die nichts zu essen haben, die kein Dach über dem Kopf haben, keine Heimat…. Mein Freund antwortete mir: Nein! Die Ärmsten sind die Menschen, die Gott nicht kennen. Denn sie haben nichts und vor allem haben sie keine Hoffnung und keine Kraft gegen ihre Armut anzukämpfen.

"Wenn du die Welt verändern möchtest, ..."

An jenem Tag entschied ich mich, Salesianer zu werden. Nach einigen Jahren ging ich nach Madagaskar und kümmerte mich dort um Jugendliche aus armen Verhältnissen. Ein Freund und Salesianerpriester schrieb mir vor meiner Abreise einen Brief: Lieber Rosario, wenn du die Welt verändern möchtest, gib den Jugendlichen drei Brote: das Brot aus Mehl, das Brot der Eucharistie und das Brot der Kultur. Diese Worte habe ich gut in Erinnerung behalten und ich bemühe mich tagtäglich, sie in die Tat umzusetzen.

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

***Corona-Krise*** Don Bosco hilft weltweit

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