Portrait von Adrian Portrait von Adrian

Adrian* aus Rumänien

Weil es in seiner Familie oft Streit gab, kam Adrian in ein Waisenhaus. Heute lebt er bei Don Bosco. Adrian hat noch einen kleinen Bruder, der weiter bei der Mutter lebt. Er vermisst ihn sehr.

Adrian möchte Banker werden

Adrian* ist mit neun Jahren zu Don Bosco gekommen. Die Beziehung zu seiner Mutter war immer sehr schwierig. Seine Eltern haben sich oft gestritten bis der Vater die Familie verlassen hat.  Als kleines Kind kam Adrian dann in ein Waisenhaus. Er erinnert sich nicht gerne an die Zeit dort zurück. Eine kurze Zeit lebte er auch bei seiner Großmutter, aber bei Don Bosco fühlt er sich zum ersten Mal richtig wohl. 

Der Kontakt zur Familie ist Adrian wichtig

Zu seiner Mutter hat Adrian noch immer Kontakt. Die Don Bosco Mitarbeiter unterstützen ihn dabei. Adrians Mutter lebt in einer Baracke, ohne Strom und Wasser - zusammen mit seinem kleinen Bruder. Er ist jetzt zwei Jahre alt. Seinen Bruder vermisst Adrian sehr und würde ihn gerne öfter sehen. Allerdings versteht Adrian sich nicht mit seinem Stiefvater. Auch sein Stiefvater und seine Mutter streiten oft. Deswegen macht Adrian sich große Sorgen um seinen kleinen Bruder.

Adrians Pläne für die Zukunft

Früher hatte Adrian große Probleme in der Schule. Heute läuft es ganz gut. Buchhaltung und Rechnen machen ihm besonders viel Spaß. Wenn Adrian noch besser in der Schule wird, möchte er gerne Banker werden. 

*Name von Redaktion geändert

 

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße