Hungersnot in Äthiopien

Seit nunmehr vier Jahren wechseln sich Dürreperioden und schwere Überschwemmungen in Äthiopien ab – die Hungersnot ist geblieben. Nun wird das Land zudem von Wüstenheuschrecken heimgesucht, die in großen Schwärmen über das Land ziehen.

... und dann noch die Heuschrecken

Seit 2016 leiden die Menschen am Horn von Afrika unter einem Wechsel extremer Wettersituationen. Lang anhaltenden Dürren folgen – wie im Frühjahr diesen Jahres – sintflutartige Regenfälle, die Felder und Dörfer verwüsten. Seit die Corona-Pandemie Äthiopien erreichte, stehen die Menschen vor einer weiteren Herausforderung: Es mangelt an Schutz- und Hygieneartikeln und gerade in den ländlichen Gebieten fehlt es an Aufklärung, wie man sich bestmöglich zum Schutz vor dem Virus verhalten soll.

Eine Plage biblischen Ausmaßes...

Heuschreckenschwärme vernichten die Lebensgrundlage

Und dann kamen die Heuschrecken. In der feuchten Zeit hatten sie sich besonders vermehrt, nun fressen Hunderte Millionen dieser Tiere ganze Landstriche kahl. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 Kilometern am Tag ziehen die Insekten durch das Land und hinterlassen kahlgefressene Ödnis.

Laut UN-Angaben stellen die Heuschrecken „eine äußerst alarmierende und beispiellose Bedrohung“ für die Ernährungssicherheit dar. Ein Schwarm von nur einem Quadratkilometer kann Nahrung zu sich nehmen, die sonst 35.000 Menschen versorgen würde. Die Menschen in Äthiopien stehen vor einer Hungersnot - besonders betroffen sind die Kinder.

Es trifft besonders die Kinder

Gerade in den ersten Lebensjahren brauchen Kinder ausgewogene und vitaminreiche Ernährung. Fehlt diese, hat das oft schlimme Folgen. Mangelernährung führt zu Entwicklungsverzögerungen und geschwächten Abwehrkräften. Die Kleinen haben dann Infektionskrankheiten wie Masern und Malaria wenig entgegenzusetzen. Durch die coronabedingte Schließung entfällt auch die tägliche Schulspeise, auf die die meisten Kinder dringend angewiesen sind. Experten gehen davon aus, dass die Zahl der Kinder in Äthiopien, die dringend wegen Mangelernährung behandelt werden müssen, rapide ansteigen wird.

So helfen wir vor Ort

Die Salesianer sind mit 14 Einrichtungen vor Ort und können schnell handeln. Durch das Don Bosco-Programm werden 24.500 Menschen in Äthiopien mit Nahrungsmitteln und sauberem Wasser versorgt. Besonderes Augenmerk gilt den Kindern, die mit Spezialnahrung vor Mangelernährung geschützt werden können. Zusätzlich verteilen die Helfer Schutzmasken, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, der für geschwächte Körper besonders gefährlich ist.

Don Bosco Nothilfe in Äthiopien

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an.