Gruppe kleiner Kinder im Camp Gumbo Gruppe kleiner Kinder im Camp Gumbo

Hungersnot im Südsudan

Die Schrecken des Bürgerkriegs sind noch allgegenwärtig, nun droht im Südsudan die nächste Katastrophe. Aufgrund der Dürre müssen Millionen Menschen hungern.

Fünf Millionen Menschen hungern

Seit Jahren ist der Südsudan von Konflikten und Not gezeichnet. Opfer sind unschuldige Familien, Opfer sind Kinder. Alleine im Don Bosco Camp nahe der Ortschaft Gumbo haben 6.500 Menschen Zuflucht gefunden, unzählige weitere suchen Schutz und Hilfe.

Besonders betroffen sind die Kleinsten 

Mehr als die Hälfte der 6.500 Menschen im Camp sind Kinder. Viele sind unterernährt und kämpfen ums Überleben. Und es werden täglich mehr: Tausende Menschen sind auf der Flucht – vor allem Frauen und Kinder. Sie fliehen vor Hunger und den eskalierenden Unruhen im Land. Die Dürre hat die Ernte vernichtet, sämtliche Vorräte sind aufgezehrt.

Don Bosco Nothilfe im Südsudan

Die Salesianer gehören zu den wenigen Organisationen, die trotz der schwierigen Sicherheitslage geblieben sind. Für viele Menschen sind sie die einzige Anlaufstelle, von der sie Hilfe erwarten können. Im Flüchtlingscamp, das auf dem Gelände der Salesianer in Gumbo stetig wächst, herrscht ein extremer Versorgungsengpass. Nicht zuletzt auch aufgrund der hohen Inflationsrate. Ohne Unterstützung können unsere Partner den Ansturm der Hilfesuchenden nicht bewältigen.

Ein Stück Normalität

Um den Kindern im Camp ein Stück Normalität zu ermöglichen, steht die Schule auf dem Don Bosco Gelände allen Kindern offen. Der regelmäßige Schulbesuch ist wichtig für die Kleinen. Hier können sie lernen, Freunde finden und spielen. Außerdem erhalten sie jeden Tag eine Mahlzeit. Pater Shyjan lebt seit Jahren im Südsudan: „Wir bleiben, um den Menschen zu helfen. In dieser furchtbaren Zeit brauchen sie unsere Unterstützung.”

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße