Ein kleiner Junge und ein Mädchen stehen vor den Trümmern von Aleppo Ein kleiner Junge und ein Mädchen stehen vor den Trümmern von Aleppo

Hilfe für Kinder in Syrien

Noch im Oktober 2017 gab es in Syrien zaghafte Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden ist. Doch dann kam der Krieg zurück.  

Krieg und Kindheit

Noch im Oktober 2017 gab es in Syrien zaghafte Hoffnung, dass das Schlimmste überstanden ist. Doch dann kam der Krieg zurück. Das Don Bosco Zentrum in Damaskus ist vorübergehend geschlossen worden. Die Einrichtung in Aleppo hält den Betrieb aufrecht, obwohl es an allem fehlt.

Aleppo: Ein Sinnbild der Zerstörung

Auch ein Jahr nach dem Ende des Bombardements ist Aleppo weit von der Normalität entfernt. Strom und Wasser gibt es nur stundenweise. Kaum jemand hat bezahlte Arbeit. Die Schwarzmarktpreise für Lebensmittel sind unerschwinglich. Mit großem Engagement stemmen sich die Mitarbeiter des Don Bosco Zentrums gegen Resignation und Hoffnungslosigkeit. Mit Nahrungsmittelhilfen sowie Bildungs- und Freizeitangeboten helfen sie den Kindern, neuen Mut zu fassen.
 

Damaskus: Bomben auf die Hauptstadt

Viele Jahre lang war das Don Bosco Zentrum eine Oase des Friedens inmitten der umkämpften Stadt. Doch die Bomben kommen immer näher, die Sicherheit der Kinder kann nicht mehr gewährleistet werden. Trotz aller Not bleibt die Hoffnung. „Wir beten für den Frieden”, schreibt Pater Mounir Hanachi, „wir werden unsere Heimat wieder aufbauen, auch wenn es Jahre dauert.”
 

Don Bosco in Syrien

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße