Kinderarbeit weltweit

Das Leben auf der Straße ist hart. Viele Straßenkinder müssen arbeiten, um zu überleben. Die schwierige Situation der Kinder wird häufig ausgenutzt.  Viele Straßenkinder sind Kinderarbeiter im informellen Sektor.

Kinderarbeit und Straßenkinder Der tägliche Kampf ums Überleben

Schätzungen zufolge leben rund 100 Millionen Kinder ganz oder zeitweise auf der Straße. Täglich müssen sie ums Überleben kämpfen. Kinderarbeit gehört auf der Straße zum Alltag. Viele Straßenkinder sammeln Müll, putzen Autoscheiben, tragen Einkaufstüten oder arbeiten auf Märkten. Häufig werden Straßenkinder auch kriminell. Manche handeln mit Drogen, andere müssen sich prostituieren, um das eigene Überleben zu sichern.

Kampf gegen Kinderarbeit

Straßenkinder sind oft Opfer von Kinderhandel

Weltweit kümmern sich die Don Bosco Teams, um Straßenkinder, die Gefahr laufen, Opfer von Kinderhandel zu werden. Streetworker gehen an Bahnhöfe, in die Slums und an bekannte Treffpunkte und kümmern sich um Straßenkinder. Gerade Kinder, die alleine betteln gehen, werden leicht Opfer von Kinderhandel.

Die Don Bosco Teams versuchen den Kindern einen Ausweg aus der Armut aufzuzeigen. Denn Armut und fehlende Bildung sind die häufigsten Gründe für Kinderarbeit. Viele betroffene Kinder gehen nicht zur Schule. Die Don Bosco Teams arbeiten eng mit den Familien der Kinder zusammen, um sie vom Wert von Bildung zu überzeugen. 

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168 Millionen Kinder weltweit sind von Kinderarbeit betroffen

Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) müssen 168 Millionen Kinder weltweit arbeiten, 85 Millionen in gefährlichen Arbeiten. Kinderarbeit gibt es vor allem in der Landwirtschaft, im Dienstleistungssektor und in der Industrie. Die meisten Kinder arbeiten im informellen Sektor. Häufig werden Straßenkinder auch kriminell. Manche handeln mit Drogen, arbeiten als Lockvogel oder machen Trickbetrügereien. Viele Kinderarbeiter werden schlecht oder gar nicht entlohnt und arbeiten unter gesundheitsgefährdenden Bedingungen. 

Kinderarbeit hat viele Gesichter...

Mojo auf einer Schaukel

Mojo* aus Ghana

Als Kinderarbeiter in einer Fischerei

Eine Kuh gegen vier Jahre von Mojos Lebenszeit – so war der Deal. Mojo war 10, als er mit dem Spielen aufhörte und mit dem Schuften begann.

Porträt eines indischen Mädchen mit ihrem kleinen Bruder

Rania* aus Indien

Zukunft statt Ziegel

Kinderarbeit ist in Indien verboten. Dennoch müssen viele Kinder in Ziegelfabriken arbeiten -  Zehn bis elf Stunden am Tag, 14 Tage lang ohne Pause.

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Tama* von den Salomonen

Raus aus dem Müll, hinein in die Schule

Tamas Familie lebt von dem, was andere weggeworfen haben. Tama lebt und arbeitet auf einer Müllkippe.

Kinderrechte stärken

Seit 1999 gibt es die ILO-Konvention 182. Darin verpflichten sich die unterzeichnenden Staaten, die schlimmsten Formen von Kinderarbeit nachhaltig und effektiv zu bekämpfen. So sollen alle Formen von Sklaverei, Prostitution und gesundheitsschädlichen Arbeiten für Kinder verboten werden. Die Realität der Kinderarbeiter sieht oft anders aus. In vielen Ländern unterstützen Don Bosco Teams Kinder und ihre Familien dabei, ihre Rechte aktiv einzufordern.

Ein neues Zuhause für Kinderarbeiter

In vielen Don Bosco Einrichtungen weltweit finden Kinderarbeiter und Opfer von Kinderhandel ein neues Zuhause. Im Straßenkinderzentrum Ashalayam in Delhi beispielsweise leben rund 80 Straßenkinder. Auch Kinderarbeiter und Opfer von Kinderhandel sind darunter. In Delhi arbeiten viele Kinder in Teppichfabriken -  teilweise 18 Stunden am Tag. Don Bosco arbeitet eng mit der Polizei zusammen, um die Kinder aus den Fabriken zu befreien.

"Ich habe keine Angst! Wenn Don Bosco in meiner Situation wäre, würde er genauso handeln. Auch er würde in die Fabriken gehen, um Kinderarbeiter zu retten."

Pater Swanoop Choudhury SDB, Direktor Ashalayam in Delhi

 

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Noch Fragen?

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Spenden braucht Vertrauen. Don Bosco Mission Bonn ist daher Träger des besonders vertrauenswürdigen Spenden-Siegels des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (Don Bosco Mission Bonn auf der Website des DZI). Das DZI verleiht uns für die satzungsmäßige Verwendung aller Spenden und Patenschaftsbeiträge regelmäßig das Spendensiegel. Die hierfür erforderliche Prüfung erfolgt jährlich. Don Bosco Mission Bonn hat seit Jahren zudem eine jährliche externe Prüfung einschließlich Belegprüfung.

Ob klassisch mit einer Spende oder lieber mit einer persönlichen Aktion: Du kannst dich auf ganz unterschiedliche Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. Klick dich doch einfach durch unsere Engagement-Möglichkeiten oder kontaktier uns einfach per Telefon unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info@strassenkinder.de. Wir freuen uns über dein Interesse.

Für ein Leben jenseits der Straße