Partnereinrichtung in Kolumbien

Ciudad Don Bosco - ein Zentrum der Hoffnung

Die Ciudad Don Bosco ist mehr als eine Ausbildungswerkstätte mit Wohnheimen am Rande von Medellín. Sie ist ein Zentrum der Hoffnung. Hier zeigen Sozialarbeiter, Seelsorger, Lehrer und Pädagogen jungen Menschen schulische und berufliche Perspektive auf und machen sie stark für ein Leben ohne Drogen und Gewalt. In allen Programmen der Ciudad Don Bosco steht die Aussöhnung mit der Familie und mit sich selbst an erster Stelle. Die Jugendlichen suchen nach ihrer Identität und ihrem Platz in der Gesellschaft.

Gewalt, Missbrauch und Drogen prägten den Alltag der Kinder

Die Kinder und Jugendlichen, die in der Ciudad Don Bosco untergebracht sind, sind zum Teil Waisen und Straßenkinder oder Kinder, die vom kolumbianischen Familienministerium wegen vielfältiger Probleme wie Gewalt, Missbrauch, Drogen und Sucht, Armut, etc. aus ihren Familien geholt wurden. Auch die Kinder, die hier tagsüber zum Unterricht kommen, leben häufig in prekären familiären Verhältnissen.

Jugendlicher vor einem Zaun

"Beim Tanzen kann ich mich frei bewegen, in der Stadt nicht"

Die Geschichte von Andrés

Als Andrés sieben Jahre alt war, schoss eine Kugel ganz dicht an seinem Hals vorbei. Sie sollte ihn treffen, weil er eine unsichtbare Grenze übertreten hatte. Diese unsichtbaren Grenzen gibt es überall in Medellín. Andrés größter Wunsch wäre, sich frei in der Stadt bewegen zu können.

Beim Tanzen kann er das. Der ehemalige Don Bosco Schüler tanzt seit neun Jahren Break Dance und unterrichtet in einer Tanzschule. Die Tanzschule, in der Andrés unterrichtet, liegt in der Comuna Uno - einem der gefährlichsten Viertel Medellíns. Geld bekommt Andrés für das Tanzen nicht. „Aber wenn ich tanze, bin ich glücklich“, so Andrés.

Schutz und Unterstützung für ehemalige Kindersoldaten

2003 wurde das CAE (Centro de Atención Especializada) gegründet, ein Rehabilitationszentrum für Kindersoldaten. Ziel ist es, die ehemaligen Kindersoldaten wieder in die Gesellschaft zu integrieren. Hierzu wird eng mit den Familien der Betroffenen zusammen gearbeitet. Bei Don Bosco erfahren die Jungen und Mädchen professionelle Hilfe und werden psychologisch betreut. Seitdem fanden mehr als 2000 Jugendliche den Weg in ein neues Leben.

Mehr als 85.000 Kinder fanden bereits Hilfe

1965 wurde die Ciudad Don Bosco am Stadtrand gebaut, um Straßenkindern eine Unterkunft zu bieten. Später kamen weitere Wirtschaftsgebäude, Werkstätten, Sportplätzen, Klassenräume und Wohnhäuser hinzu. Heute finden hier täglich Kurse, Klassen und Angeote für über 1200 Kinder und Jugendliche statt. Mit der Don Bosco Mission Bonn besteht seit Jahrzehnten eine enge Partnerschaft, im Bereich finanzielle Förderung und Freiwilligendienst. Seit ihrer Gründung haben mehr als 85.000 Kinder die Programme der Ciudad Don Bosco durchlaufen- getreu dem Motto: Para mí, para ti, para todos!

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Ehemalige bilden einen Kreis

... über Kindersoldaten in Kolumbien

Mehr als ein halbes Jahrhundert dauerte der blutige Bürgerkrieg in Kolumbien. Zehntausende Jungen und Mädchen wurden als Kindersoldaten missbraucht. In der Ciudad Don Bosco bekommen sie professionelle Unterstützung.

Graffiti in Medellín

... die Projektförderung

Durch Beethoven Moves! lernen ehemalige Kindersoldaten und Straßenkinder, sich mit ihren Emotionen auseinanderzusetzen. Diese Arbeit benötigt unsere Unterstützung: Hier kannst du mit einer Spende helfen. 

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Projekt im Rahmen von:

Gefördert durch:

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.