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Junge macht einen Breakdance-Move Junge macht einen Breakdance-Move

Die Idee - MOVE!

Music Overcomes Violence and Exclusion

Bereits 2014 wendeten wir uns mit einer Frage an die Kulturproduzentin Rita Baus: Wie lässt sich die weltweite pädagogische Arbeit von Don Bosco in einen kulturellen Kontext rücken? Wie können wir als katholisches Kinderhilfswerk neue Menschen erreichen und ihnen die Lebenswelten unserer Jugendlichen zeigen? Die langjährige Kulturmanagerin hat schon viele Kunstprojekte und –formate entwickelt. Sie ist Feuer und Flamme für die Idee, Jugendkultur und Streetstyle mit klassischer Musik zu verbinden.

Jugendlichen eine Stimme geben

Schnell sind wir uns einig, dass wir ein gemeinsames Projekt machen wollen, in dem Jugendliche eine Stimme bekommen und ihre Geschichte erzählen können. Da sich Don Bosco weltweit um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert, ist das Thema Ausgrenzung zentral für die Projektentwicklung. 2017 nehmen die Gedankenspiele konkretere Formen an. Das globale Kunst- und Bildungsprojekt MOVE wird aus der Taufe gehoben: Music overcomes violence and exclusion.

"Musik kann dem Leben eine entscheidende Wendung geben"

Rita Baus, Idee und Projektleitung

Musik und Bewegung verändert die Wahrnehmung. Sie gibt Jugendlichen einen wichtigen Impuls, der ihrem Leben eine entscheidende Wendung geben kann. Mitzuerleben, wie dieser Ansatz bereits wirkt, hat mich sehr berührt und mich noch mehr motiviert, mein Herz für Beethoven Moves! einzusetzen. 

Bei Don Bosco in Medellín konnte ich miterleben, dass die Jugendlichen durch die künstlerische und kreative Auseinandersetzung im Rahmen der MOVE! Kurse die Möglichkeit haben, ihre Gefühle, ihre Wünsche und ihre Träume zum Ausdruck zu bringen und weiter zu entwicklen. Durch die professionellen Künstler, die sie als Trainer unterstützen, können sie ihre gewählte Ausdrucksform weiterentwickeln, ihren Gefühlen noch mehr Ausdruckskraft geben, ihr Selbstbewußtsein weiter ausbilden und sich sogar eine Perspektive für die Zukunft aufbauen.

Die Partnereinrichtung in Kolumbien

Auf der Suche nach einer Partnereinrichtung vertieft sich die Zusammenarbeit mit der Ciudad Don Bosco in Medellín - einem unserer großen Zentren für gefährdete Jugendliche. Hier werden junge Menschen betreut,  die aus unterschiedlichen Gründen oder schlichtweg aus Armut nicht mehr bei ihrer Familie leben können: ehemalige Straßenkinder, Waisen, Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen oder ehemalige Kindersoldaten.

Transformation durch Kultur

Mit dem damaligen Leiter, Pater Rafael Bejarano SDB wird die Zusammenarbeit konkretisiert. Die pädagogischen Ziele der Ciudad Don Bosco und die Vision von MOVE passen wunderbar zusammen. Außerdem steht Medellin wie kaum eine andere Stadt für Transformation durch Kultur. In den 90er Jahren galt die kolumbianische Metropole als eine der gefährlichsten Städte der Welt. 2014 verlieh ihr das Wall Street Journal den Titel: innovativste Stadt der Welt.

Ehemaliger Straßenjunge aus Kolumbien

„Wäre ich nicht gegangen, würde ich heute wohl auf der Straße leben“

Die Geschichte von Alejandro

Alejandro ist in einem der vielen Slums aufgewachsen, die die Stadt Medellin umgeben. Wer hier groß wird, steht vor der Herausforderung, nicht ins kriminelle Milieu abzurutschen. So auch Alejandro. Als er zehn Jahre alt war, kam er auf eigenen Wunsch in die Ciudad Don Bosco. „Wäre ich damals nicht gegangen, würde ich heute wohl auf der Straße leben.“

Alejandros große Leidenschaft ist der Tanz. „Fast jeder Junge hier möchte Fußballspieler werden. Ich möchte Tänzer sein.“ Seit vielen Jahren tanzt Alejandro Breakdance, Popping und Dougie. „Früher habe ich meinem älteren Bruder und seinen Freunden beim Üben zugesehen. Ich wollte so sein wie sie.“ Alejandros Bruder arbeitet inzwischen als professioneller Tänzer. Nach seinem Abschluss möchte auch Alejandro, Tänzer werden und die Welt bereisen.

Die Kooperation mit dem Beethoven Orchester Bonn

Rita Baus sucht unterdessen nach Partnern in Bonn und trifft auf Generalmusikdirektor Dirk Kaftan. Schon lange arbeitet das Beethoven Orchester Bonn mit jungen Menschen zusammen, die keinen oder wenig Zugang zur klassischen Hochkultur haben. Rita Baus gewinnt Dirk Kaftan für das Projekt. Der Generalmusikdirektor und das Beethoven Orchester Bonn sind immer auf der Suche nach innovativen Projekten, die sie herausfordern und den großen Humanisten Ludwig van Beethoven würdigen.

Aus MOVE! wird Beethoven Moves!

Gemeinsam entwickeln wir MOVE zu Beethoven Moves! weiter. Möglich wird dies auch durch die Förderung der BTHVN2020 und die Unterstützung durch Herrn Lorenz und Dr. Plate von der Jubiläumsgesellschaft. Wir freuen uns, dass wir mit Dirk Kaftan, dem Beethoven Orchester Bonn, Rita Baus, Anselm Dalferth und der BTHVN2020 Partner gefunden haben, die unsere Grundüberzeugung und die Vision unseres Gründers Johannes Bosco teilen und ihr neue Aktualität geben.

Du willst mehr erfahren?

... über die Aktivitäten von Beethoven Moves!

Von den Schulworkshops bis hin zur gemeinsamen Aufführung mit dem Beethoven Orchester Bonn: Hier erfährst du alles über die Aktivitäten von Beethoven Moves! und wie du daran teilnehmen kannst.

zwei Jungs vor einem Grafiti das besagt: Jede Form von Gewal ablehnen

... über die Don Bosco Einrichtung in Kolumbien

Die Ciudad Don Bosco ist mehr als eine Ausbildungsstätte. Sie ist ein Zentrum der Hoffnung. Junge Menschen erhalten eine Perspektive & machen sich stark für ein Leben ohne Drogen & Gewalt.

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Projekt im Rahmen von:

Gefördert durch:

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.

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