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Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn mit Jugendlichen des Projekts Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn mit Jugendlichen des Projekts

Die Reise nach Kolumbien

Beethovens Fünfte Sinfonie im Reisegepäck

Ostern 2019 reisten Musikerinnen und Musiker mit Dirk Kaftan und Mitarbeitenden des Beethoven Orchester Bonn nach Medellín. Bereits kurz nach ihrer Ankunft in der Ciudad Don Bosco starteten sie in ihr Programm voller Begegnung, Austausch und Inspiration. Mit im Gepäck: ganz viele Instrumente und Beethovens Fünfte Sinfonie.

Ta-ta-ta-taa

So stand gleich am zweiten Tag der 1. Satz der Fünften Sinfonie - das bekannte Ta-ta-ta-taa - im Raum. Die Jugendlichen assoziieren, hören und bewegen sich dazu. Immer dazwischen und mittendrin: Dirk Kaftan und die Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit dem Rapper Andrés Gallego entstehen thematische Rhymes auf live-gespielte Loops aus dem 1. Satz der Sinfonie. Abends wird tänzerisch zur Musik improvisiert: im Dialog, 1 gegen 1.

Unvergessliche Begegnungen:

Ein Traum, eine Vision, ein innerer Monolog?

Der dritte Tag, der 2. Satz der Sinfonie: Die Jugendlichen liegen um das Orchester herum, ganz nah an den Musikerinnen und Musikern. Ein Traum, eine Vision, ein innerer Monolog? Was erzählt die Musik? Der Anfang des Satzes wird zusammen gesungen. Die Jugendlichen malen ihre Visionen zum 2. Satz und halten diese fotografisch fest. Später geht es mit der Seilbahn in ein Viertel, in dem viele der Jugendlichen leben. Die Bonner Gruppe wird mit einer großartigen Tanz- und Rap-Performance willkommen geheißen. Am Ende wird gemeinsam getanzt.

Vom Dunkel ins Licht

Der 3. Satz der Sinfonie: Ein Tanz, wie aus der Zeit gefallen, trifft auf ein altes Menuett. Auch die Jugendlichen und Tanzpädagogin Laura zeigen traditionelle Tänze aus Kolumbien. Und dann ist da noch Chota, Graffiti-Künstler aus der comuna 13. Zur Musik des 4. Satzes werden Träume live gesprayt. Die Jugendlichen und die Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn erzählen von ihren Wünschen und ihren Idealen. Vom Dunkel ins Licht. Wofür lohnt es sich einzustehen?

Ein Abschied auf Zeit

Der letzte Tag. Zusammen gehen alle durch das Erlebte, das Gehörte, die Sinfonie. Gemeinsam mit den Jugendlichen fassen Anselm Dalferth und Dirk Kaftan die letzten Tage zusammen. Eine kreatives Resümee für das gemeinsame Konzert am Abend. Hierzu sind die Salesianer Don Boscos, alle Kinder und Jugendlichen der Einrichtung und ihre Familien eingeladen. Ein starker Auftritt, ein großes Fest und ein Abschied auf Zeit!

Du willst mehr erfahren?

... über die Aktivitäten von Beethoven Moves!

Von den Trainings, über das deutsch-kolumbianische Camp, bis hin zur Show mit dem Beethoven Orchester Bonn: Hier erfährst du alles über die Aktivitäten von Beethoven Moves! und wie du dabei sein kannst.

... über die Show

Jugendliche aus Deutschland und Kolumbien setzen sich mit Lebensfragen wie Freiheit, Macht, Mut und Revolution auseinander. Zusammen mit dem Beethoven Orchester Bonn entsteht eine internationale und einzigartige Musiktheaterperformance.

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Projekt im Rahmen von:

Gefördert durch:

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.