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Jugendlicher, der einen Kopfstand macht Jugendlicher, der einen Kopfstand macht

Andrés aus Medellín

"Wenn ich tanze, bin ich glücklich"

Andrés ist 22 Jahre alt und lebt mit seiner Mutter und seinem Bruder in einem Armenviertel von Medellín. Sein Vater ist sehr früh gestorben. Andrés hat noch fünf weitere Geschwister, die schon ausgezogen sind. Mit neun Jahren hat er eine Tanzaufführung in einem Park gesehen. Er war sofort beeindruckt und wollte das auch machen. Als Andrés zehn war, kam er in Kontakt mit Don Bosco und konnte dann eine Tanzschule besuchen. Heute tanzt er jeden Tag, trainiert sechs bis acht Stunden und unterricht in einer Tanzschule.

Jugendlicher vor einem Zaun

"Beim Tanzen kann ich mich frei bewegen, in der Stadt nicht"

Andrés, Teilnehmer von Beethoven Moves!

Als Andrés sieben Jahre alt war, schoss eine Kugel ganz dicht an seinem Hals vorbei. Sie sollte ihn treffen, weil er eine unsichtbare Grenze übertreten hatte. Diese unsichtbaren Grenzen gibt es überall in Medellín. Andrés größter Wunsch wäre, sich frei in der Stadt bewegen zu können.

Beim Tanzen kann er das. Der ehemalige Don Bosco Schüler tanzt seit neun Jahren Break Dance und unterrichtet in einer Tanzschule. Die Tanzschule, in der Andrés unterrichtet, liegt in der Comuna Uno - einem der gefährlichsten Viertel Medellíns. Geld bekommt Andrés für das Tanzen nicht. „Aber wenn ich tanze, bin ich glücklich“, so Andrés.

5 Fragen an... Andrés aus Medellín

  Was bedeutet Musik für dich?

  Was denkst du über Beethoven?

  Wie ist die Situation der Jugendlichen in Medellín?

   Wie wäre eine Welt ohne Musik für dich?

  Was erwartest du von Camp & Show?

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

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Gefördert durch:

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Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.