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Die Ausstellung

Eine Reise an die Ränder Medellíns

Im Frühjahr 2019 begleitete die Fotografin Judith Döker das Beethoven Moves! -Team, bestehend aus Dirk Kaftan, Generalmusikdirektor der Stadt Bonn, Musikern des Beethoven Orchester Bonn, Mitarbeitern der Don Bosco Mission Bonn, sowie der Ideengeberin und Projektleiterin von Beethoven Moves! Rita Baus in die Ciudad Don Bosco nach Kolumbien.

Am Stadtrand von Medellín

Das von den Salesianern Don Boscos geleitete Kinderschutzzentrum - Ciudad Don Bosco - liegt hoch oben an den Rändern Medellíns, dort, wo die Armen leben. Durch die Viertel verlaufen unsichtbare Grenzen, die die Reviere der Banden markieren, die dort das Sagen haben. Seit dem Ende des Medellín Kartells hat die Gewalt in der Metropole zwar abgenommen, sie ist aber immer noch allgegenwärtig – vor allem an den Rändern.

Leihausstellung

Die Fotoausstellung "An den Rändern von Medellín" war im Frühjahr 2020 in Bonn zu sehen. Die 21 Foto-Tafeln der Ausstellung können nun kostenfrei entliehen werden. Es fallen lediglich Transportkosten an.

Judith Döker

Judith Döker ist Fotografin, Schriftstellerin und Schauspielerin. Ihre Fotografien aus Pakistan, Indien, Syrien, Libanon und Iran wurden international ausgestellt. Mit ihrem aktuellen Foto- und Filmprojekt „Drei Fragen: Glück“ feierte sie Premiere in Barcelona

Jugendliche geprägt von Ausgrenzung und Gewalt

Die Kinder und Jugendlichen, die in der Ciudad Don Bosco leben, stammen alle aus schwierigen sozialen Verhältnissen und sind bereits früh mit Gewalt in Berührung gekommen. Einige von ihnen sind ehemalige Kindersoldatinnen und –soldaten im Drogenkrieg und stehen unter ganz besonderem Schutz. Zu ihrer eigenen Sicherheit durften sie nicht fotografiert werden.

Fotos voller Kraft und Energie

Doch trotz all der Schwierigkeiten findet dort, hoch oben am Rande der Stadt, jede Menge Leben statt. In der Ciudad Don Bosco wird in die Zukunft der Kids investiert, sie erhalten Chancen und Räume um sich zu entfalten. Mit ihren Fotos möchte Judith Döker die kraftvolle Energie transportieren, die bei der Begegnung zwischen den Musikern aus Deutschland und den Jugendlichen aus Kolumbien deutlich zu spüren war, genauso wie die große Neugier auf beiden Seiten.

Leben in den Barrios

Ihr Anliegen ist aber auch, einen Einblick in das Leben der Jugendlichen in den Barrios zu gewähren. Die Jugendkultur ist dort stark ausgeprägt und findet ihren Ausdruck im Tanz, in der Musik und der Graffiti Kunst. Eine andere wichtige Säule im Leben der Jugendlichen ist der christliche Glaube, der ganz selbstverständlich zum Alltag gehört und auf eine sehr freudvolle, lebensnahe Weise gelebt wird. 

Wir danken der Firma PROJEKTSERVICE Schwan GmbH für die großzügige Unterstützung der Ausstellung.

Du willst mehr erfahren?

Jugendlicher spielt zum ersten Mal Trompete

... über das Projekt Beethoven Moves!

In Deutschland und Kolumbien beschäftigen sich junge Menschen mit der Musik Ludwig van Beethovens und entwickeln ihre Interpretationen zu Themen wie Gewalt, Ausgrenzung und Freiheit.

... über die Aktivitäten von Beethoven Moves!

Von den Trainings, über das deutsch-kolumbianische Camp, bis hin zur Show mit dem Beethoven Orchester Bonn: Hier erfährst du alles über die Aktivitäten von Beethoven Moves! und wie du dabei sein kannst.

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Projekt im Rahmen von:

Gefördert durch:

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.

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