Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn mit Jugendlichen des Projekts Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn mit Jugendlichen des Projekts

Die Reise nach Kolumbien

Beethovens Fünfte Sinfonie im Reisegepäck Beethoven Orchester Bonn reist zu Don Bosco nach Kolumbien

Unser Reisebericht: Nach einer herzlichen Begrüßung durch Einrichtungleiter Pater Carlos SDB und den Jugendlichen vor Ort sowie einer kurzen Erkundung des Geländes der Ciudad Don Bosco geht es auch schon los: mit dem ersten Kennenlernen, Namenlernen und gemeinsamen Spielen. Die Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn sowie Dirk Kaftan haben viel Musik mit im Gepäck. In verschiedenen Workshop-Stationen wird gemeinsam musiziert, getanzt und kreativ getextet. Am Abend erleben alle zusammen die Buena Noche, eine Mischung aus Abendandacht und Info-Veranstaltung. Gemeinsam beenden alle den Tag so, wie er begonnen hat: mit Musik.

Das bekannte Ta-ta-ta-taa steht im Raum

Der zweite Tag startet mit Warm-ups, Body-Percussion und der 5. Sinfonie von Beethoven. Handlungsorientiert steigen alle ein. Der 1. Satz: das bekannte Ta-ta-ta-taa steht im Raum. Die Jugendlichen assoziieren, hören und bewegen sich dazu. Immer dazwischen und mittendrin: Dirk Kaftan und die Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit dem Rapper Andrés Gallego entstehen thematische Rhymes auf live-gespielte Loops aus dem 1. Satz der Sinfonie. Abends wird tänzerisch zur Musik improvisiert: im Dialog, 1 gegen 1.

Unvergessliche Begegnungen:

Ein Traum, eine Vision, ein innerer Monolog?

Der dritte Tag, der 2. Satz der Sinfonie: Die Jugendlichen liegen um das Orchester herum, ganz nah an den Musikerinnen und Musikern. Ein Traum, eine Vision, ein innerer Monolog? Was erzählt die Musik? Der Anfang des Satzes wird zusammen gesungen. Mit den Künstlern Katharina und Gabriel erarbeiten alle ein Stop-Motion-Video, bei dem die Worte Beethoven Moves! wie von Geisterhand gezeichnet werden und sich im Raum anordnen. Die Jugendlichen malen ihre Visionen zum 2. Satz und halten diese fotografisch fest. Später geht es mit der Seilbahn in ein Viertel, in dem viele der Jugendlichen leben. Die Bonner Gruppe wird mit einer großartigen Tanz- und Rap-Performance willkommen geheißen. Am Ende mischen sich alle unter die Jugendlichen. Es wird getanzt.

Vom Dunkel ins Licht

Der 3. Satz der Sinfonie: Ein Tanz, wie aus der Zeit gefallen, trifft auf ein altes Menuett. Auch die Jugendlichen und Tanzpädagogin Laura zeigen traditionelle Tänze aus Kolumbien. Und dann ist da noch Chota, Graffiti-Künstler aus der comuna 13. Zur Musik des 4. Satzes werden Träume live gesprayt. Die Jugendlichen und die Musikerinnen und Musiker des Beethoven Orchester Bonn erzählen von ihren Wünschen und ihren Idealen. Vom Dunkel ins Licht. Wofür lohnt es sich einzustehen? Der Tag endet mit ganz viel Tanz und einem Besuch in dem Kreativviertel comuna 13

Ein Abschied auf Zeit

Der letzte Tag. Zusammen gehen alle durch das Erlebte, das Gehörte, die Sinfonie. Gemeinsam mit den Jugendlichen fassen Anselm Dalferth und Dirk Kaftan die letzten Tage zusammen. Eine kreatives Resümee für das gemeinsame Konzert am Abend. Hierzu sind die Salesianer Don Boscos, alle Kinder und Jugendlichen der Einrichtung und ihre Familien eingeladen. Ein starker Auftritt, ein großes Fest und ein Abschied bis zum Sommer 2020!

Weitere Aktivitäten:

Drei Jugendliche in einem Workshop

... über die Schulworkshops in Bonn & Umgebung

Eine dreiteiliges Lernprojekt zu Respekt, Solidarität und über Musik. Schülerinnen und Schüler der 7. bis 10. Klasse werden mit spielerischen und erlebnisreichen Methoden herausgefordert, „out of the box“ zu denken.

Tanzgruppe zeigt eine Choreographie

... über KickOff, Camp & Aufführung in Bonn

Einen Tag nach dem OpenSpace wählen wir die Teilnehmenden für die Jugendbegegnung mit Camp & Aufführung aus. Für die Vorbereitung bekommen sie Unterstützung von professionellen Coaches & Regisseur Anselm Dalferth.

 

 

Das Projekt Beethoven Moves! wird anteilig gefördert durch die Beethoven Jubiläumsgesellschaft BTHVN2020 aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, des Landes Nordrhein-Westfalen, der Stadt Bonn und des Rhein-Sieg-Kreises.

Ein Projekt im Rahmen von:

Gefördert durch:

Noch Fragen?

Don Bosco ist der Name des italienischen Priesters und Seelsorger Johannes Bosco, der sich schon vor mehr als 150 Jahren für Straßenkinder einsetzte. Die Jugendlichen zu Zeiten Don Boscos haben zwar unter anderen Umständen gelebt als die heutige Jugend, doch viele Probleme und Herausforderungen sind die gleichen geblieben. Auch heute noch leben viele junge Menschen am Rande der Gesellschaft. Sie haben es schwer gesellschaftlich teilzuhaben und sich eine Zukunft aufzubauen. Deswegen steht der Name Don Bosco heute für ein weltweit tätiges Netzwerk mit einem erfolgreichen und bewährten pädagogischen Ansatz, das sich für die Anliegen von Kindern und Jugendlichen einsetzt.

Die Ordensgemeinschaft der Salesianer Don Boscos sowie die Don Bosco Schwestern haben es sich zum Ziel gesetzt, weltweit benachteiligten jungen Menschen in Risikosituationen zu helfen. Sie setzen sich für eine bessere Welt mit mehr Zukunftschancen für Kinder und Jugendliche an sozialen Brennpunkten ein. Don Boscos Werk gilt als die wohl größte kirchliche Schöpfung des 19. und 20. Jahrhunderts. Heute sind rund 15.000 Salesianer Don Boscos in über 1.800 Niederlassungen in 132 Ländern hauptsächlich in der Jugendarbeit tätig. 

Auf der Basis des christlichen Menschenbildes war es für Don Bosco das Ziel all seines Wirkens, junge Menschen zu „aufrichtigen Bürgern und guten Christen" heranzubilden. Ihm ging es um eine ganzheitliche Erziehung, die von Spaß, Nähe und Herzlichkeit geprägt war. Don Bosco verstand sich als Erzieher und Seelsorger zugleich. Seine Pädagogik der Vorsorge ist vor allem eine „Beziehungspädagogik". Don Bosco selbst prägte dafür den Ausdruck „Assistenz". Er sieht den Erzieher vor allem als „Assistenten", der interessiert und aufmerksam, ermutigend und unterstützend, mal fördernd und mal fordernd dem jungen Menschen zur Seite steht.