Portrait eines tanzenden Mädchens, deren Gesicht von einer Cap verdeckt wird Portrait eines tanzenden Mädchens, deren Gesicht von einer Cap verdeckt wird

MOVE

Ana* tanzt gerne. Jeden Tag. Jede freie Minute. Ana* tanzt, um zu vergessen. Musik hilft der ehemaligen Kindersoldatin aus Kolumbien, ihre Vergangenheit zu überwinden.

Music Overcomes Violence & Exclusion

Wenn die Musik beginnt, ist Ana* glücklich. So lange sie sich auf den Beat und ihre Bewegungen konzentriert, kann sie für einen Moment alles vergessen. Einfach loslassen. Loslassen von einer Vergangenheit, die von Krieg und Gewalt geprägt ist. Als Kind hat Ana* für eine bewaffnete Gruppe in Kolumbien gekämpft. Heute versucht sie, mit dieser Vergangenheit zu leben. Die Musik hilft ihr dabei, ihre Erlebnisse und Erinnerungen zu überwinden.

Von der Vergangenheit frei tanzen

Ana* teilt ihr Schicksal mit vielen Mädchen und Jungen in Kolumbien, die als Kindersoldaten missbraucht und im Zuge des Friedensabkommens freigelassen wurden. Mithilfe des pädagogischen Programms MOVE können ehemalige Kindersoldaten aus der Ciudad Don Bosco in Medellín ihre Erfahrungen aufgreifen und ihren Gefühlen durch Musik, Tanz und weitere Kunstformen Ausdruck verleihen.

Beethoven MOVES

Beethoven MOVES vereint die Lebenskultur junger Menschen mit klassischer Musik. Moderne Tanzstile stehen im Dialog zur Musik Beethovens. Im Zentrum steht die fünfte Sinfonie Beethovens, welche als sogenannte „Schicksalssinfonie“ unter den Themen von Auseinandersetzung, Leid und Erlösung interpretiert wird.

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße