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  • Radeln bis nach Vietnam Pedal for Humanity
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Endlich angekommen - der Traum wurde Wirklichkeit

Ernest und Jakob haben ihr Ziel Ho Chi Minh City erreicht. 15.000 Kilometer haben die beiden als Fahrradnomaden zurückgelegt. Auf dem Weg haben sie zahlreiche Einrichtungen und Projekte der Salesianer Don Boscos besucht, unter anderem in Kathmandu und Istanbul. In ihrem Blog berichten sie von ihrer Reise:
 
"Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen."
(Hermann Hesse)


Und genau das haben Ernest und Jakob geschafft. Am 10. April 2016 hatten sie sich in Köln auf die Reise ihres Lebens gemacht. Nach rund einem Jahr voller Hindernisse und Abenteuer sind sie endlich in Vietnam angekommen. Zuvor fuhren sie durch Thailand und Kambodscha, bevor sie schließlich das ersehnte Südchinesische Meer erreicht haben. Jetzt freuen sie sich, ihre Familie und Freunde endlich wiederzusehen und von ihren spannenden Erlebnissen zu erzählen. 

 

"Als dann endlich die Reise losging, waren wir sehr stolz auf uns. Wir hatten hart gekämpft und der Weg war voller Hindernisse gewesen. Aber klar, ich denke nicht, dass es eine andere Art und Weise gibt. Ohne Ausdauer, Hingabe und Überwindung ist es unmöglich, einen Traum wahr werden zu lassen." (Ernest)  

 

"In dem Moment, als wir das Südchinesische Meer zum ersten Mal sahen, zitterte ich am ganzen Körper und unbeschreibliche Dinge gingen in mir vor. Ich wusste nicht, was es bedeutet, mehrere Wochen, mehrere Monate als Fahrradnomade unterwegs zu sein und was es für wunderbare Gegenden, Menschen und Kulturen auf unserem schönen Planeten gibt, ohne dass ich je davon gehört oder gelesen hätte." (Jakob)  

 

Am 08.06. werden Ernest und Jakob im Dom Forum über ihre Erlebnisse berichten.  Auch im Pedal for Humanity-Blog finden Sie die bewegenden Berichte ihrer letzten Etappe. 

 

Zum Blog

 

 

 

 

 

©Don Bosco Mission Bonn

Pedal for Humanity zu Gast bei Don Bosco in Indien

Auf ihrer Reise haben Ernest und Jakob bereits sehr viele Projekte von den Salesianern Don Boscos besucht. Besonders in Indien sind die Salesianer in vielen Gegenden sehr aktiv und haben viele verschiedene Projekte mit dem Ziel, Straßenkindern durch schulische Bildung sowie weiterführende Ausbildungen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. In ihrem Blog berichten die beiden von ihrem Aufenthalt bei Don Bosco in Indien:

 

"Bei einem unserer Aufenthalte bei den Salesianern hatten wir die Möglichkeit, eine Don Bosco High School und den dazugehörigen Shelter [Zufluchtsort, Obdach] zu besuchen. In dem Shelter leben 80 Kinder im Alter von 5 bis 18 Jahren. Alle wurden von der Straße, einem Bahnhof oder aus den Slums aufgesammelt und zum Shelter gebracht. Hier bekommen die Kinder Essen, einen Platz zum Schlafen, Extra-Unterrichtsstunden, Unterstützung bei den Hausaufgaben und ein geduldiges und zuhörendes Ohr. In der Regel gibt es 1-2 Fathers and Brothers [Pater und Ordensbrüder] und zusätzlich Volontäre, die sich rund um die Uhr um die Kinder kümmern.

Pedal for Humanity

 

 

     

Die Spende ist als Sonderausgabe steuerlich abzugsfähig.
Sie erhalten etwa vier Wochen nach Jahresende eine Spendenbescheinigung.

Wir wollen nun von einem erfolgreichen Fall erzählen. Es geht um einen Jungen, den wir persönlich kennengelernt haben und der uns von seiner Geschichte erzählt hat. Namen und Ort haben wir geändert.

 

Die Geschichte vom ehemaligen Straßenjungen Ashok

Ashok ist 18 Jahre alt und wohnt in einem Don Bosco Shelter seit 8 Jahren. Als er 9 Jahre alt war, hat er illegal Alkohol im Hauptbahnhof (gleichzeitig sein Schlafplatz) verkauft, da seine Freunde ihm gesagt haben, dass der Verkauf von Alkohol ganz einfach sei und viel Geld in kurzer Zeit bringt. Ashok arbeitete eine lange Zeit in diesem illegalen Business, bis er sich entschied, diesen Job zu verlassen, da er mit immer mehr Problemen zu tun bekam, die solch ein Job nun mal mit sich bringen. Kurz danach fing er an, Wasser und Popcorn in den überfüllten Zügen zu verkaufen. Im Alter von 10 Jahren trank er Alkohol und rauchte Zigaretten.

 

Während dieser Zeit besuchte ein salesianischer Father, der damals für den Shelter zuständig gewesen ist, regelmäßig den Bahnhof. Er lud Ashok ein, den Shelter und das sichere Leben dort zu besuchen und zu gucken, ob es ihm dort gefallen würde. Nach kurzer Zeit verließ Ashok jedoch wieder den Shelter. Er sagte, dass man im Shelter Regeln und Struktur befolgen und viel lernen müsse und nicht tun und lassen könne was man wolle.

 

Der Father ließ nicht locker und schlug Ashok vor, ins offene Shelter zu kommen. Im offenen Shelter bleiben die Kinder 3 Monate und müssen keinen strengen Regeln folgen, sie können spielen, wann sie wollen. Damit ist der Unterschied zwischen Straße und Shelter nicht so gewaltig, und die Kinder können sich später besser an den normalen Shelter anpassen. Nach drei Monaten zog Ashok zum normalen Shelter um. Seitdem sind 8 Jahre ins Land gelaufen. Er erzählte uns, dass man in diesem Haus bekommt was man braucht. "Die Fathers geben uns die Liebe, die andere Kinder von der Mutter bekommen. Sie sind da, wenn die Kinder Probleme haben, und sie stehen mitten in der Nacht auf, wenn es einem Kind nicht gut geht. Die Fathers kümmern sich sehr um uns". Manche Eltern zwingen Ihre Kinder zum Studieren. Die Fathers hören einem zu und helfen einem, die eigenen Wünsche zu verwirklichen.

 

"Ich bin jetzt 18 Jahre alt und muss bald dieses Haus verlassen, ich will das nicht... Das ist das Haus der Liebe", sagt Ashok zu uns, mit Tränen in den Augen. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, wenn die Jungs selbständig werden müssen und auf ihren eigenen Beinen den Shelter verlassen und im Leben zurechtkommen müssen. Ashok beherrscht ein perfektes Englisch aufgrund der Don Bosco Schule.

 

Momentan geht er seinem Studiengang "Bachelor in Economy" nach und befindet sich im ersten Lehrjahr. Später will er in der internationalen Polizeibehörde arbeiten. Falls er das als äußerst schwierig geltende Examen nicht schaffen sollte, würde er Soziale Arbeit studiere wollen. Benachteiligten und armen Kindern eine Perspektive zu schaffen ist sein größtes Anliegen. Er überlegt auch, nach Deutschland oder in andere Länder zu gehen, um dort zu studieren und zu arbeiten.

 

Vor Zwei Jahren hat er herausgefunden, dass seine Eltern noch leben und dass er einen kleinen Bruder hat. Der kleine Bruder ist jetzt 10 Jahre alt und wurde direkt im Don Bosco Shelter aufgenommen."

 

Ernest und Jakob, 10. Dezember 2016 (Kota, Indien)

©Don Bosco Mission Bonn

Pedal for Humanity: Mit dem Fahrrad von Köln nach Ho Chi Minh City

Ernest Roig Campi und Jakob Steinkuhl haben sich auf den Weg gemacht. Zuerst überquerten sie die Alpen, dann setzten die jungen Männer ihre Reise über Kroatien und Griechenland fort, um ans Schwarze Meer zu gelangen. Von hier aus ging es dann weiter nach Georgien, Turkmenistan bis nach China. Über Indien und Nepal soll schließlich das ersehnte Zielland Vietnam erreicht werden.

 

Die Fahrradroute erstreckt sich insgesamt über rund 13.000 Kilometer - bei Temperaturen zwischen minus 20 und plus 45 Grad. Rund 15 Monate werden die gelernten Krankenpfleger unterwegs sein. An fünf Tagen die Woche, 50 Km pro Tag radeln. Auf ihrer Fahrt werden sie auch Don Bosco Einrichtungen besuchen und deren Arbeit unterstützen. Zudem möchten die beiden möglichst viele Spenden für Don Bosco Straßenkinder sammeln. "Wir haben viel Glück in unserem Leben gehabt - mit unserer Familie, Freunden und Möglichkeiten zur Ausbildung. Davon möchten wir gerne etwas zurückgeben. Vor allem an benachteiligte Kinder und Jugendliche."

 

Mehr Informationen

RPR1-Interview mit Jakob Steinkuhl, ©www.rpr1.de

Ernest und Jakob bei Don Bosco in Istanbul

 

„Ich möchte wieder mit meinen Eltern, meiner Familie und Freunden zusammen sein“, sagt der 27-jährige Morris aus dem Irak auf die Frage, was er sich für seine Zukunft wünscht. Der junge Mann musste nach Istanbul fliehen, da Christen im Irak verfolgt werden.

 

Die 12-jährige Noura ist mit ihrer Familie aus Syrien geflohen. Bomben haben ihr schönes Haus mit großem Garten zerstört. Ihren Alltag verbringt sie wie Morris im Don Bosco Zentrum in Istanbul. Zusammen mit anderen Flüchtlingen erzählt sie ihre Geschichte in einem Videoclip.

 

Die beiden Krankenpfleger Jakob und Ernest haben im Juli das Don Bosco Zentrum in Istanbul besucht und den Flüchtlingen in einem Videoclip eine Stimme gegeben. Sie möchten an das Schicksal der Flüchtlinge erinnern – denn sie selbst haben auf ihrer 15 monatigen Tour nach Vietnam bisher ganz andere Erfahrungen machen können: Gastfreundschaft und Offenheit.

 

 

Bildergalerie: Ernest und Jakob in Istanbul


Das könnte Sie auch interessieren:

23.04.2017: Ein unerwartetes Abenteuer (Phnom Penh, Kambodscha)

Was macht man, wenn man Offroad auf dem Fahrrad durch Kambodscha reist, innerhalb von 30km sieben Platten hat, es in Strömen regnet und das Flickzeug inzwischen ausgegangen ist? Man gibt nicht auf und hofft auf einen Engel - so auf jeden Fall unsere Pedalos Ernest und Jakob.

 

Im Blog können Sie mehr über die Erlebnisse in Kambodscha lesen: weiterlesen.

 

 

10.03.2017: Myanmar (Kamphaeng Phet, Thailand)

"Die 1.000 km in Myanmar waren weitest gehend flach, und je mehr wir Richtung Süden kamen, umso grüner wurde das Land. Endlose Reisfelder rechts und links der Straße ließen wunderschöne, abendliche Sonnenuntergänge zu. Die kleinen, hölzernen Hütten, die oft auf Stelzen gebaut werden, gaben zusammen mit den Palmen und Bananenbäumen ein idyllisches Bild ab."

(Jakob und Ernest)

 

Im Blog der beiden Pedalos können Sie mehr über die Erlebnisse in Myanmar lesen: weiterlesen.

 

 

10.02.2017: Erdbeben und Wiederaufbau (Kathmandu, Nepal)

Das Erdbeben im Jahr 2015 in Nepal hat unglaublich viel zerstört. Ca. 12.000 Schulen, zahlreiche private Häuser, Krankenhäuser und Straßen wurden von dem fast eine Minute dauernden starken Beben dem Erdboden gleich gemacht.

 

Während ihres Aufenthalts bei den Salesianer Don Boscos in Kathmandu machen sich Ernest und Jakob ein eigenes Bild über die Wiederaufbau-Maßnahmen und die Arbeit der Salesianer vor Ort. Über ihren Besuch der Schulen berichten die beiden in ihrem Reiseblog.

 

 

 

30.01.2017: Das große Abenteuer (Kathmandu, Nepal)

"Nach einem 7-stündigen Kampf gegen Kälte, sich selbst und den Berg kamen wir unglaublich erschöpft auf dem Pass an. Mit Tränen in den Augen und Jubelgeschrei feierten wir den höchsten Pass unserer Tour. Mit Sicherheit war dieser Gipfelsturm einer der ergreifendsten und schönsten Momente in den letzten 9 Monaten."

(Jakob und Ernest)

 

Berge, Flüsse, Schnee und Kälte können unsere beiden Radler nicht aufhalten. Frei nach dem Motto "die schönsten Wege sind nicht immer die Einfachsten!" haben die zwei den höchsten Pass ihrer Tour gemeistert. Wie? Das erfahren Sie im ausführlichen Reisebericht der beiden.

 

 

 

11.01.2017: Der Himalaya (Birendranagar, Nepal)

"Die ersten Berge tauchten im morgigen Nebel in wenigen Kilometern Entfernung auf. Die Dörfer wurden kleiner und die Straßen begannen sich langsam die bewaldeten Berge hoch zu schlängeln. Das Abenteuer Nepal hatte begonnen!"

(Jakob und Ernest)

 

Ernest und Jakob stehen inzwischen vor der wahrscheinlich größten Herausforderung ihrer Tour nach Vietnam: dem Himalaya. Wie es den beiden Radlern ergeht, erfahren Sie in ihrem Reiseblog.

17.12.2016: Unglaubliches Indien (Agra, Indien)

"Wo und vor allem wie sollen wir anfangen, dieses verrückte und faszinierende Land zu beschreiben? Es ist unmöglich, alle Erfahrungen hier oder alle Aspekte dieses Landes zu schildern. Wir werden versuchen euch ein paar der für uns wichtigsten Erlebnisse und Erkenntnisse zu beschreiben."

(Jakob und Ernest)

 

Eindrucksvoll berichten Ernest und Jakob in ihrem Reiseblog über die Auswirkungen des Währungsproblems, die große Armut, der sie an vielen Stellen begegneten, und über ihre Erfahrungen als Fahrradfahrer im indischen Straßenverkehr. Inzwischen steht den beiden ihre wahrscheinlich größte Herausforderung bevor: der Himalaya.

 

 

 

10.11.2016: Es ist illegal, aber... (Teheran, Iran)

"Beim Taarof geht es darum ein Angebot zu machen oder abzulehnen, obwohl man eigentlich das Gegenteil möchte. Für uns war es oft schwierig, die Situationen richtig einzuschätzen. Meint es das Gegenüber nun ernst mit dem Angebot oder nicht? Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 50%, dass ein Iraner wirklich das sagt, was er meint beim Taarof."

(Jakob und Ernest)

 

Für Jakob und Ernest dauert der Aufenthalt im Iran länger als gedacht - so bleibt genug Zeit, die Kultur und die Gepflogenheiten des Landes kennenzulernen. Einen ausführlichen Reisebericht finden Sie im Reiseblog der zwei Pedalos.

 

 

24.10.2016: Enttäuschung (Sabzevar, Iran)

Leider wurden den beiden Radfahrern Jakob und Ernest das Visum verweigert. Doch die beiden Abenteurer lassen sich davon nicht unterkriegen und planen ihre Route kurzerhand neu.

 

Mehr zur Reise von Jakob und Ernest können Sie in ihrem Reiseblog nachlesen.

 

 

08.10.2016: Warten auf das Visum (Teheran, Iran)

Der Aufenthalt im Iran fällt für die beiden Radfahrer länger aus als geplant - sie müssen ihre Visa für Turkmenistan, Usbekistan und Tadschikistan beantragen.

 

Damit den Lesern ihres Blogs das Warten nicht zu langweilig wird, haben die Beiden Fotos hochgeladen, die die eindrucksvolle Reise durch den Iran schildern. Zur Bildergalerie.

 

 

29.09.2016: Armenien (Teheran, Iran)

"Am nächsten Morgen radelten wir ruhig weiter dem entgegen, was eine der bisher härtesten physischen und psychischen Herausforderungen werden sollte. In den letzten 5 Tagen in Armenien mussten wir vier Bergpässe überwinden.

 

Der erste war endlos und führte uns auf 1.800 m. Danach ging es runter auf 1.200 m. Der folgende Tag war einer der härtesten der Reise (vergleichbar mit der Alpenstrecke Tweng-Villach und dem Katschbergpass dazwischen). Gegen Mitte des Vormittags begann die nächste Steigung, diesmal bis 2.400 m, mit Kälte und Gegenwind, der die Sache sehr erschwerte.

 

Und oben angekommen, mussten wir noch 60 km mehr fahren, da es auf der Strecke unmöglich war, einen Supermarkt zu finden, um essen zu können …"

 

Lesen Sie mehr über die Reise durch Armenien im Reisetagebuch.

 

 

03.09.2016: Tapetenwechsel (Jerewan, Armenien)

Auf ihrer Reise nach Vietnam sind Ernest und Jakob in Georgien angekommen. Die georgische Kultur hat die beiden Radfahrer beeindruckt. Vor allem aber das Essen und Trinken war für sie einer der interessantesten Punkte an dieser reichen Kultur.

 

Lesen Sie mehr über die kulinarischen Erlebnisse in Georgien im Reiseblog.

 

 

20.08.2016: Bayburt D915 (Tiflis, Georgien)

"Zufälligerweise hörten wir von einer sehr interessanten Straße, die laut Internet die gefährlichste Straße der Welt sein soll. Es ist die D915, welche Of (an der Schwarzmeerküste) mit Bayburt verbindet.

 

Als Abenteurer kam uns diese Straße nicht mehr aus dem Sinn und wurde von Tag zu Tag attraktiver. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht entschieden wir das Wagnis einzugehen."

 

Lesen Sie mehr über das Abenteuer von Jakob und Ernest in ihrem Reiseblog.

 

 

Interview: Ernest und Jakob im Don Bosco Zentrum für Flüchtlinge

Auf ihrem Weg nach Vietnam machen Ernest und Jakob zwei Wochen Station im Don Bosco Zentrum für Flüchtlinge und Migranten in Istanbul. Ihre Eindrücke und Erlebnisse schildern sie im Interview.

 

Was für einen Eindruck habt ihr von Istanbul?

 

Istanbul ist riesig! Nach langer Zeit in der weitläufigen Landschaft Griechenlands und der Türkei war Istanbul für uns ein kleiner Kulturschock. Wir sind über eine 6 spurige Schnellstraße in die Stadt gekommen, was mit einer der risikoreichsten Sachen unserer Tour gewesen ist. Ansonsten haben wir bis jetzt nur den europäischen Teil Istanbuls entdecken können. Es gibt wunderschöne Straßen mit netten Cafes, endlose Bazaare, in denen Händler lautstark ihre Ware anbieten und natürlich die imposanten Jahrhunderte alten Moscheen und Gebäude prägen das Stadtbild.

 

Wie begegnen euch die Flüchtlinge?

 

Am Wochenende läuft das Oratorium für junge Leute zwischen 18-30 Jahre. Am ersten Tag waren die Leute sehr schüchtern, die Gespräche waren meistens nicht länger als eine Minute. Am zweiten Tag war das Vertrauen bereits deutlich mehr und wir konnten tiefere Gespräche führen. Manche Flüchtlinge haben sehr offen mit uns über ihre grausame Vergangenheit im Iraq geredet. Unter der Woche treffen wir uns mit den kleineren Kindern. Es kommen ca. 50 Kinder im Alter zwischen 5 und 16 Jahren ins Oratorium. Momentan sind Ferien, doch sie kommen trotzdem zum Don Bosco Center. Wir leiten dann zusammen mit den Salesianern die Gruppenspiele und versuchen die Energie der Kinder in die richtige Bahn zu lenken.

 

Wie könnt ihr sie konkret unterstützen?

 

Da wir nur beim Spielen dabei sind, können wir sie derzeit in ihrer sozialen Entwicklung fördern. Don Bosco hat einmal gesagt: Wenn man Kindern beim Spielen und beim Essen beobachtet, erfährt man viel über die Persönlichkeit eines jeden Kindes. Wir beobachten viel und binden neue Kinder und Jugendliche in Aktivitäten mit ein und haben immer ein offenes Ohr, wenn jemand Gesprächsbedarf zeigt.

 

Was brauchen die Flüchtlinge eurer Meinung nach am meisten?

 

Ein offenes Ohr und Sport, um ihre angesammelte Energie, Frust und Hass auszupowern. Sie brauchen einen sicheren Ort an dem sie sich geliebt und willkommen fühlen.

 

Was tun die Salesianer Don Boscos für die Flüchtlinge?

 

Die Salesianer leiten das Oratorium und die Schule für Flüchtlinge. Sie geben den jungen Menschen das Gefühl, in Sicherheit zu sein. Sie sind rund um die Uhr Ansprechpartner, Vermittler und Lehrer. Die Flüchtlinge sehen in ihnen eine Familie, ein zuhause.

 

Hat euch eine Begegnung besonders berührt?

 

Uns hat sehr viel berührt. Generell können wir sagen, dass wir unglaublich beeindruckt sind von der Unbeschwertheit und Glückseligkeit mit der die jüngeren Kinder spielen. Sie sind mit Bomben, Verfolgung und Flucht groß geworden und sind doch noch so sehr Kind. Wir haben uns teilweise gefühlt, als ob wir mit europäischen Kindern spielen würden. Die Erzählungen über das Erlebte von den älteren Jugendlichen war natürlich genauso prägend und erschütternd für uns.

 

Was hat euch auf eurer bisherigen Reise am nachdenklichsten gemacht?

 

Mit Abstand können wir sagen, dass die Tage hier bei den Salesianer zusammen mit den Flüchtlingen uns am meisten beeindruckt und geprägt haben. Wir haben erfahren mit was für Privilegien wir groß geworden sind und was für Glück wir bisher in unserem Leben gehabt haben.

 

 

18.07.2016: Gastfreundschaft (Türkeli, Türkei)

Jakob und Ernest sind inzwischen weiter durch die Türkei gezogen. Ihre Reise durch das Land ist vor allem von einem geprägt: der Gastfreundschaft der türkischen Bevölkerung.

 

Wenn Sie mehr über die Erlebnisse von Jakob und Ernest in der Türkei wie z.B. ihrer Schatzsuche in einem kleinen türkischen Dorf erfahren möchten, können Sie dies in ihrem Reiseblog nachlesen.

13.07.2016: Bericht über Don Bosco Istanbul (Amasra, Türkei)

"Don Bosco hat mich wieder zum Lächeln gebracht!" So hat uns ein Junge geantwortet, als wir ihn nach seiner Meinung über die Don Bosco Einrichtung gefragt haben. Dieser Satz hat mir sehr gefallen, aber ich versichere Euch, dass auch die anderen Antworten auf unsere Frage, uns stolz machen, seinen Namen durch die ganze Welt zu tragen. (Ernest)

 

Eindrücklich schildern Ernest und Jakob ihre Erlebnisse aus dem Don Bosco Zentrum in Istanbul in ihrem Reiseblog. Hier machten die beiden Radfahrer zwei Wochen Halt und nahmen sich Zeit für die Kinder und Jugendlichen, vor allem Flüchtlinge aus Syrien.

15.06.2016: Brücken bauen für Geflüchtete (Istanbul, Türkei)

Die erste große Etappe ist erreicht! Ernest und Jakob sind in Istanbul angekommen. Mehr als 3.500 km haben die beiden jungen Männer seit ihrem Start in Köln am 10. April auf dem Fahrrad zurückgelegt. Zwei Wochen werden sie in der türkischen Metropole bleiben, um das Don Bosco Zentrum für Flüchtlinge und Migranten in Istanbul zu unterstützen.

 

Vor allem Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak finden dort Zuflucht. Kinder und Jugendliche erhalten hier eine Mahlzeit, können spielen und werden in Englisch, Mathematik und Musik unterrichtet.

 

Im Reiseblog erzählen die beiden von Ihren Eindrücken und den Flüchtlingslagern an der griechisch-türkischen Grenze.

01.06.2016: Reisen baut Vorurteile ab (Florina, Griechenland)

"In unserer Gesellschaft urteilt man oft zu schnell über Dinge oder Menschen, ohne vorher eine sichere und gültige Information zu haben. Wir erfahren Einflüsse von den Medien, Freunden, der Familie oder Bekannten, die uns eine verzerrte Sicht von einer Person, einer Gruppe, einer Sache oder eines Landes vermitteln. Der große Fehler, den die meisten von uns begehen, ist, die Wirklichkeit nicht persönlich zu prüfen und uns selber eine Meinung zu bilden." (Ernest)

 

Ein Artikel, der zum Nachdenken anregt: Mehr über den Aufenthalt in Albanien und im Don Bosco Center Podgorica lesen und sehen Sie im Reisetagebuch von Ernest und Jakob.

20.05.2016: Von Nord nach Süd: Ernest und Jakob durchqueren Kroatien (Mlini, Kroatien)

Auf ihrem Weg vom Norden in den Süden Kroatiens kämpfen Ernest und Jakob mit einem schweren Gewitter, engen Küstenstraßen und unübersichtlichen Autoverkehr. Dennoch haben sie Zeit, die Veränderungen der schönen Landschaft Kroatiens wahrzunehmen und zu genießen.

 

Einen ausführlichen Bericht sowie wunderschöne Reisebilder finden Sie im Reiseblog der beiden.

09.05.2016: Auf die Alpenüberquerung folgt der Sonnenbrand (Lukovo Šugarje, Kroatien)

"Ein Ziel, das ich mir am Beginn dieser Reise gesetzt hatte, war zu erfahren, wie weit ich gehen kann. Wo sind meine physischen und psychischen Grenzen? Die Alpen sind spektakulär und wenn du sie mit dem Fahrrad überquerst, ist das sehr hart. Dank dieser beeindruckenden Bergkette konnte ich meine ersten Grenzerfahrungen machen." (Ernest)

 

Wie es für Ernest und Jakob weiter ging, erfahren Sie in ihrem Reisetagebuch.

28.04.2016: Winterfront in Österreich (Bruck, Österreich)

Aus dem Reiseblog von Ernest und Jakob:

 

„Cologne – Vietnam“. Wir hätten nie gedacht, dass uns dieses hinten am Fahrrad angebrachte „Nummernschild“ so viel bringen würde. Auf unserer ersten Etappe in Österreich mit Start in Kufstein dehnten wir unsere Muskeln wie jeden Tag nach den ersten Kilometern an einer Raststätte, um Muskelkater und Gelenkproblemen vorzubeugen. Plötzlich hielt neben uns ein Auto mit einer jungen Frau. Sie sei auf das Schild aufmerksam geworden und hat bei der nächsten Möglichkeit gewendet. Sie hat sich, was wir im Nachhinein erzählt bekommen haben, ausgemalt, dass eines Tages Ihr Sohn ebenfalls so eine Tour machen würde und sie sich freuen würde, wenn es Menschen gäbe, die ihn aufnehmen für eine Nacht. So ergab es sich dann, dass wir einen wundervollen Abend mit interessanten Menschen erlebten, leckeres Essen und einen warmen Schlafplatz bekamen.

 

 

18.04.2016: Die erste Reisewoche (Leutershausen, Bayern)

 Jakob und Ernest sind nun eine Woche unterwegs. Sie sind den Rhein bis Mainz heraufgefahren, haben dort einen Tag Pause eingelegt und sind dann in den darauffolgenden Tagen den Main und die Tauber entlang geradelt. Jetzt befinden sie sich an den Ufern der leicht Hochwasser-tragenden Altmühl. In den letzten Tagen waren sie zu Gast bei verschiedenen Leuten, die alle unglaublich hervorragende Gastgeber waren. Die Menschlichkeit, für die sie strampeln, die sie hoffen zu fördern und zu entdecken, finden die beiden jeden Tag in den zahlreichen Menschen, die ihnen begegnen.

 

Lesen Sie mehr von Jakob und Ernest in ihrem Reisetagebuch.

 

 

10.04.2016: Mit leichtem Gepäck nach Vietnam - Radtour von Jakob und Ernest gestartet

Frohen Mutes und mit leichtem Gepäck haben sich Jakob Steinkuhl und Ernest Roig vor der Kulisse des imposanten Kölner Doms auf ihre Räder geschwungen, um nach einem emotionalen Abschied von Familie, Freunden und Weggefährten ihre Abenteuerreise nach Vietnam zu starten.

 

Viele Menschen waren am Sonntag zum Kölner Dom gekommen, um ihnen Glück, Kraft und Ausdauer für ihre Tour um die halbe Welt zu wünschen. 13.000 Kilometer in rund 15 Monaten wollen die jungen Männer zurücklegen. Und das für einen guten Zweck: Sie sammeln Spenden für Don Bosco Straßenkinder.

 

Dazu wurden ihnen auch entsprechende Radtrikots gesponsert. Außerdem überreichte Don Bosco Straßenkinder jedem einen Karabinerhaken mit Gravur: "So ein Geschenk ist auf Reisen nicht nur sehr nützlich, sondern hat auch einen symbolischen Wert", sagt Dr. Nelson Penedo, Geschäftsführer von Don Bosco Mission Bonn. "Es verdeutlicht den Zusammenhang, den Halt und die Unterstützung, die die beiden erfahren."

 

Auf ihrer Tour werden sie auch Don Bosco Einrichtungen besuchen und deren Arbeit unterstützen. Geplant sind Aufenthalte in Istanbul, in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu und in Ho Chi Minh City, in ihrem Zielland Vietnam.

 

Die erste Herausforderung steht ihnen schon bald bevor: die Überquerung der Alpen. Dann werden sie die Reise über Kroatien und Griechenland fortsetzen, um ans Schwarze Meer zu gelangen. Von hier aus geht es dann weiter nach Georgien, Turkmenistan, bis nach China. Über Indien und Nepal soll schließlich das ersehnte Zielland Vietnam erreicht werden.

 

Mehr über die Motivation von Jakob und Ernest erfahren Sie in einem Interview von Lena Kretschmann / weltkirche.katholisch.de.