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  • Peruanischer Junge schreibt in ein Heft
    Lebensgeschichten
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Lebensgeschichten von Straßenkindern

Weltweit leben schätzungsweise 100 Millionen Kinder und Jugendliche auf der Straße.

Jedes Straßenkind hat seine eigene Geschichte. Die Lebensgeschichten schildern das Schicksal von Jungen und Mädchen in aller Welt. Sie kommen aus Afrika, Asien, Lateinamerika oder auch Europa. Vieles haben sie gemeinsam: Armut, zerrüttete Familien und Gewalterfahrungen. Die Geschichten vermitteln aber auch Hoffnung. Denn sie zeigen, was wir tun können, um Straßenkindern weltweit zu helfen.

 

 

Antonio* (13 Jahre) aus Peru: "Für mich gibt es nichts Schöneres als zu Lesen."

 

Unsere Familie war immer schon arm. Unsere Mutter hat dafür gesorgt, dass wir alle zusammen halten. Ihr war es auch sehr wichtig, dass wir regelmäßig zur Schule gehen. Vor drei Jahren starb sie an Krebs, das war ein Schock für uns Kinder.

 

Ich habe noch einen größeren Bruder und eine Schwester. Für unsere 11jährige Schwester brach eine Welt zusammen. Sie hat viel geweint. Unser Vater konnte uns nicht helfen, unseren Schmerz zu überwinden. Wenn er zuhause ist, dann ist er fast immer müde. Er arbeitet als Lastenträger und am Wochenende zusätzlich noch als Nachtwächter. Ohne diese beiden Jobs würde das Geld für unsere Familie nicht reichen. Wir haben dann immer mehr Zeit auf der Straße verbracht: Freunde getroffen und Drogen ausprobiert. Auch kleine Diebstähle gehörten dazu.

 

 

Jugendliche in Peru, die an der Straße sitzen
©Don Bosco Mission Bonn/Florian Kopp

Straßenkinder in Peru

In vielen Ländern der Erde spielen sich ähnliche Szenen ab. Straßenkinder werden von der Polizei verfolgt und vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt. Dieses Schicksal widerfährt auch den vielen Straßenkindern in Lima, der Hauptstadt von Peru.

 

 

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Vater mit seinen zwei Söhnen und seiner Tochter
Die Don Bosco Mitarbeiter helfen dabei, dass die Familie wieder zueinander finden kann. ©Don Bosco Mission Bonn/Florian Kopp

 

 

 

Unsere Tante hat dann schließlich Kontakt mit dem Don Bosco Zentrum in Ayacucho aufgenommen. Das Zentrum kümmert sich vor allem um Straßenkinder. Die Salesianer Don Boscos (SDB) haben uns dann aufgenommen. Wir konnten auch wieder zur Schule gehen. Das fand ich toll! Vor allem, weil ich so gerne lese. 

 

Für mich gibt es nichts Schöneres als zu Lesen. Mein Bruder Manuel ist da schon eher praktischer veranlagt. Viele Bücher habe ich schon mehrmals gelesen, z. B. auch Fünf Freunde von Enid Blyton. Ich lerne gerne, in der Schule gefällt mir Mathematik besonders- auch wenn ich nicht so gut bin, wie die anderen. Ich habe fast zwei Jahre Schulbildung verpasst.

 

Manuel mag vor allem Computer. Er träumt davon neue Computer aus alten Teilen zusammenzubauen. Damit will er später sein Geld verdienen. Der Kontakt zu unserem Vater ist jetzt viel enger als vorher, wo wir noch zu Hause gewohnt haben. Die Don Bosco Mitarbeiter helfen uns dabei.

(*Name geändert)

 

 

 

 

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