Südsudan

Im Flüchtlingscamp von Gumbo kämpfen Frauen darum, ihr Leben neu aufzubauen – für sich und ihre Kinder. Eine Ausbildung und gezielte Unterstützung eröffnen ihnen echte Perspektiven.

Hoffnung im FlüchtlingscampStarthilfe für junge Frauen im Südsudan

Tanisha ist 25 Jahre alt und Mutter von zwei kleinen Jungen: John ist vier Jahre alt, Jamal wurde vor Kurzem fünf. Vor vier Jahren wurde ihr Dorf von bewaffneten Gruppen überfallen. Die Menschen verloren ihr Land, Frauen und Mädchen wurden Opfer grausamer Gewalt, viele Angehörige starben – auch Tanishas Mann wurde ermordet.

Leben im Flüchtlingscamp

Hochschwanger und mit ihrem einjährigen Sohn auf dem Arm floh Tanisha in das Flüchtlingscamp in Gumbo im Südsudan. Die ersten Jahre dort waren geprägt von harter körperlicher Arbeit: Sie sammelte Feuerholz, schleppte schwere Bündel, wusch Wäsche für andere – alles, um ihre Kinder irgendwie durchzubringen. Doch trotz all ihrer Mühen reichte es kaum zum Überleben. Seit einigen Monaten macht Tanisha nun bei Don Bosco eine Ausbildung zur Schneiderin – ein erster Schritt in eine bessere Zukunft.

So hilft Don BoscoFrauen und Kindern im Südsudan...

Frauen auf der Flucht

Viele Frauen im Camp kämpfen täglich ums Überleben – für sich und ihre Kinder.

Bildung

Die Kinder im Camp können die Don Bosco Schule besuchen

Gruppe kleiner Kinder im Camp Gumbo

Ernährung

Im Kinderzentrum können die Kinder spielen und lernen – und sich richtig satt essen.

Ausbildung

Tanisha möchte Schneiderin werden und ihr Wissen an andere Frauen in ihrer Heimat weitergeben.

Ausbildung schafft Zukunft

Über 10.000 Binnenvertriebene leben im Camp – vor allem Frauen und Kinder, die alles verloren haben. Um noch mehr Frauen wie Tanisha eine Perspektive zu bieten, plant Don Bosco die Erweiterung des Ausbildungszentrums auf dem Gelände des Camps. Dort können junge Frauen praxisnahe Ausbildungen absolvieren – unter anderem in Bäckereihandwerk, Catering, Bekleidungsherstellung und Landwirtschaft.

Aufbruch in ein selbstbestimmtes Leben

Während der Ausbildung sind die Kinder der Teilnehmerinnen in der Don Bosco Kinderbetreuung gut aufgehoben – ein geschützter Raum zum Spielen, Lernen und Sattwerden.
Don Bosco begleitet die Frauen zudem über die Ausbildung hinaus: Das Vermittlungsbüro unterstützt sie dabei, eine feste Anstellung zu finden oder den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen. Wer diesen Weg geht, erhält ein Starterpaket mit Werkzeugen und Materialien – eine wichtige Starthilfe in ein selbstbestimmtes Leben.

Familien in der Heimat stärken

Tanisha weiß genau, was sie will. Sie möchte Schneiderin werden, Kleider entwerfen und verkaufen. Ihr größter Wunsch ist es, mit einem Werkzeugset von Don Bosco in ihre Heimat zurückzukehren. „Ich möchte andere Frauen wie mich beschäftigen – besonders jene, die gelitten und alles verloren haben. Ich will ihnen beibringen, was ich gelernt habe, damit auch sie auf eigenen Beinen stehen und ihre Familien stärken können.“

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Einrichtungen gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße