Hoffnung für Haitis StraßenkinderSicherheit, Bildung, Zukunft
Haiti gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Armut, Gewalt und Naturkatastrophen haben das Land über Jahre hinweg erschüttert. Besonders dramatisch ist die Lage in der Hauptstadt Port-au-Prince, wo eskalierende Bandengewalt Tausende in die Flucht treibt. Die Stadt versinkt im Müll – es gibt keine funktionierende Infrastruktur mehr. Die Preise für Lebensmittel und das tägliche Leben sind unerschwinglich geworden. Am härtesten trifft es die Schwächsten: die Straßenkinder. Sie leben in ständiger Gefahr – schutzlos, allein und ohne jede Sicherheit
Adans Geschichte
Adan ist einer von vielen Kindern, die als einzigen Außweg die Straße gesehen haben. Er verlor seine Eltern, als er acht Jahre alt war. Er kam zu einem entfernten Verwandten, doch statt Geborgenheit erlebte er Gewalt und Misshandlung. Mit zehn Jahren floh er auf die Straße – allein, ohne Schutz, ohne Perspektive. Zwei Jahre lang kämpfte er ums Überleben, schloss sich einer Gruppe anderer Straßenkinder an, um nicht ganz allein zu sein. Doch auch diese fragile Gemeinschaft wurde durch Banden zerschlagen. Wo seine Freunde heute sind, ob sie überhaupt noch leben, weiß er nicht.
So helfen wir Straßenkindern...Don Bosco in Port-au-Prince

Ernährung
Ein warmes Essen und ein eigenes Bett geben den Jungen nicht nur neue Kraft, sondern auch das Gefühl, endlich zuhause zu sein.

Schule
Regelmäßiger Unterricht eröffnet den Jungen Zukunftsperspektiven. Wer möchte, kann später auch eine Berufsausbildung beginnen und eigene Träume verwirklichen.

Spiel und Sport
Beim Spielen und Sporttreiben schließen die Jungen Freundschaften und erleben, was es heißt, Teil einer Gemeinschaft zu sein.

Schutz
Unter der Obhut von Pater Robenson finden die Jungen Sicherheit und Geborgenheit – bei Don Bosco finden sie einen geschützten Ort, an dem sie wieder Kind sein dürfen.
Don Bosco als Zuflucht
Bei Don Bosco in Cap Haitien finden Kinder wie Adan, die alles verloren haben, Sicherheit, Zuwendung und eine echte Chance auf ein neues Leben. Pater Robenson und sein Team
nehmen derzeit so viele Kinder auf wie nie zuvor - denn die katastrophale Lage in Port au Prince zwingt viele von ihnen zur Flucht. Mit einem sorgsam aufgebauten Drei-Stufen-Programm begleitet Don Bosco die jungen Menschen Schritt für Schritt.
Schritt für Schritt in ein neues Leben...Das 3 Stufen Programm

Larue
(die Straße)
Sozialarbeiter suchen die Kinder dort auf, wo sie leben – auf der Straße. Sie hören zu, bauen Vertrauen auf und laden sie ein.

Lakou
(der Hof)
Ein geschützter Ort zum Ankommen. Es gibt warmes Essen, saubere Kleidung, Spielmöglichkeiten und erste Lernangebote – ganz ohne Zwang.

Lakay
(das Haus)
Wer bereit ist, bekommt ein festes Zuhause, Schulunterricht, Ausbildung und Begleitung auf dem Weg zum selbstbestimmten Leben.
Echte Hoffnung
Adan lebt seit einem halben Jahr bei Don Bosco. Er besucht die Schule, hat neue Freunde gefunden und träumt davon, Elektriker zu werden. Zum ersten Mal seit Jahren fühlt er sich sicher – Teil einer Gemeinschaft, die ihn stärkt und an ihn glaubt. Bei Don Bosco finden Kinder Schutz, Zuwendung und neue Perspektiven: Sie bekommen medizinische Hilfe, nahrhaftes Essen, ein eigenes Bett, Zugang zu Bildung – und sie dürfen endlich unbeschwert Kind sein.
*Name geändert
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Flucht aus der Armut
Jabari lebte auf den Straßen des Armenviertels Makululu.

Hoffnung in den Straßen von Santa Cruz
Straßen-Sozialarbeit in Bolivien

Endstation Bahnhof Bangalore
Hilfe für gefährdete Kinder

In den Gassen von Fianarantsoa
In der ganzen Stadt ist die Armut der Menschen sichtbar.

Zuversicht und Neubeginn
Straßenkinder in Bangalore

Ein Bus der Hoffnung
Ein Bus bringt Abwechslung in den Alltag von Straßenkindern.

Mehr als ein Dach über dem Kopf
Eine Zukunft für Straßenkinder in Bolivien

"Wir möchten das Image von Straßenkindern ändern."
Rund zehn Millionen Kinder leben in Indien auf der Straße.
Noch Fragen?
Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.
Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.
Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.
Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Einrichtungen gelingt es,
- Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
- Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
- Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
- Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.
Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an.