Laufen für Straßenkinder

Im Oktober 2022 besuchte Marathon-Läufer Luke Kelly die Don Bosco Einrichtung in Nairobi. Dort lernte er die Arbeit mit Straßenkindern kennen. Auch seine Leidenschaft für den Sport teilte er mit den Kindern und Jugendlichen vor Ort.

Schritt für Schritt. Gemeinsam.Luke Kelly und die Bosco Boys

Zu Beginn etwas schüchtern und mit leiser Stimme führt David* Luke durch die Räumlichkeiten des Bosco Boys Home. Die Don Bosco Einrichtung kümmert sich um Straßenkinder in Nairobi. Seit vier Monaten lebt David nun schon dort. Zu Beginn war es nicht einfach das Straßenleben hinter sich zu lassen, erzählt David. Aber inzwischen lebt er gerne bei Don Bosco und träumt davon, eine Ausbildung als technischer Ingenieur zu machen.

Besuch bei den #BoscoBoys

Die Chance ergreifen

Rund 50 ehemalige Straßenjungen wohnen bei Don Bosco. Manche haben Jahre auf der Straße verbracht. Regelmäßig gehen Einrichtungsleiter Father Chege Erastus SDB und sein Team in die Slums der Umgebung. Sie suchen Straßenkinder auf, sprechen mit ihnen über ihre Ängste und Sorgen. Oft bringen sie auch etwas zu essen mit. Dann erzählen sie den Jungen von den Angeboten bei Don Bosco. Viele Straßenkinder kommen mit in das Don Bosco Zentrum - in der Hoffnung das Leben auf der Straße endlich hinter sich zu lassen.

Eine gemeinsame Mission...

Gemeinsam helfen.

Seit drei Jahren gehen Luke und Don Bosco bereits gemeinsame Wege. Das Anliegen Don Boscos war Luke und seiner Familie schon weit vorher bekannt. Schließlich war Johannes Bosco der Lieblingsheilige seines Opas. Nach seiner Reise zu Don Bosco in Nairobi möchte Luke die Bosco Boys nun langfristig unterstützen.

„Als Marathonläufer wollte ich schon immer mal nach Kenia. Am liebsten nach Iten, denn da trainieren alle Athleten. Als ich aber von den „Bosco Boys“ hörte, wusste ich, das ist es! Das Projekt möchte ich unterstützen!“, so Luke.

 

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Sport vermittelt Werte

"Sport spielt bei der Arbeit mit ehemaligen Straßenkindern und für ihre Rehabilitation eine ganz besondere Rolle", so Father Chege. Viele Straßenkinder sind körperlich geschwächt, mussten auf der Straße Hunger leiden und haben regelmäßig Drogen genommen. "Der Sport hilft ihnen, wieder ein Bewusstsein für einen gesunden Körper zu entwickeln. Außerdem erlernen sie wichtige Werte wie Disziplin, Durchhaltvermögen und Gemeinschaft", so Father Chege weiter. Eigenschaften, die für ihren Weg in ein neues Leben von entscheidender Bedeutung sind.

Über die Ziellinie

Auch Marathon-Läufer Luke kann sich während seines Besuchs ausgiebig von dem sportlichen Ehrgeiz der Bosco Boys überzeugen. Heute stehen Laufwettkämpfe über unterschiedliche Distanzen sowie die Finals im Fußball und Basketball auf dem Programm. Auch David ist mit von der Partie. Am liebsten spielt er zwar Fußball, aber auch als Läufer geht er gerne mit Luke und den anderen Jungs an den Start. "Ich habe meine Zeit noch nie genommen, aber ich weiß, ich bin schnell", sagt er selbstbewusst und grinst. Beim 800-Meter-Rennen läuft David als erster über die Ziellinie.

*Name geändert

Don Bosco in Nairobi...

Ein neues Zuhause für Straßenkinder

Das "Boso Boys Home" in Nairobi

Tausende Kinder leben in Nairobi auf der Straße. Der Hauptgrund ist Armut oder Gewalt in der Familie. Viele leben in den Slums der Metropole. Steigende Lebensmittelpreise und die Energiekrise haben die Armut noch verschärft. Don Bosco kümmert sich um ausgegrenzte Kinder und Jugendliche in Nairobi. Ein Schwerpunkt bildet die Arbeit mit Straßenkindern. Im Don Bosco Straßenkinder-Zentrum „Bosco Boys Home“ haben derzeit 50 Jungen ein neues Zuhause gefunden. Schritt für Schritt können sie das Straßenleben hier hinter sich lassen.

Mit Hilfe des Sports

Sport in der Don Bosco Pädagogik

Sport, Spiel und Bewegung gehören in jeder weltweiten Don Bosco Einrichtung zum Alltag. Auch bei den Bosco Boys in Nairobi stehen jeden Tag zwei Stunden Sport auf dem Programm. Durch sportliche Aktivitäten können die ehemaligen Straßenkinder wieder ein gesundes Körpergefühl entwickeln und die Regeln des alltäglichen Miteinanders neu erlernen. Zudem stärkt der Sport den Team-Geist und das Selbstwertgefühl der Jugendlichen. Bei den Bosco Boys ganz hoch im Kurs stehen Fußball, Basketball und Wettläufe. 

Noch Fragen?

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Ob klassisch mit einer Spende oder lieber mit einer persönlichen Aktion: Du kannst dich auf ganz unterschiedliche Weise für benachteiligte Kinder und Jugendliche einsetzen. Klick dich doch einfach durch unsere Engagement-Möglichkeiten oder kontaktier uns einfach per Telefon unter 0228-53965-20 oder per E-Mail an info(at)strassenkinder.de. Wir freuen uns über dein Interesse.