Nachhaltigkeit in Indien

Weltweit ist die Zukunft von Kindern und Jugendlichen durch wachsende Umweltverschmutzung und Klimaveränderungen bedroht. Deshalb engagieren sich auch die Don Bosco Einrichtungen für Klimaschutz.

Gemeinsam Hoffnung pflanzen

Besonders deutlich tritt die Bedrohung des Klimawandels dort zu Tage, wo Armut und Bevölkerungsdichte die Probleme verschärfen – so wie in Tamil Nadu, einem Bundesstaat im Süden von Indien. Eine weitgehende Verstädterung drängt dort die Natur an den Rand der Belastbarkeit. Mit dem Programm „Green Hands“ möchte Pater Alphonse Arulandam an den 30 Don Bosco Schulen der Region einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen vermitteln.

Umweltbewusstsein schärfen

Die Bewahrung der Schöpfung für unsere Jugend kann man nicht im Alleingang lösen – und doch kommt es auf jeden einzelnen an, wenn Kinder und Jugendliche weltweit in einer gesunden Umwelt aufwachsen sollen. Dies ist die feste Überzeugung von Pater Alphonse und der Don Bosco Teams. Gemeinsam setzten sie sich für einen behutsamen Umgang mit der Umwelt ein und gleichzeitig auch für eine gesunde Ernährung von Familien.

"Green Hands" in Indien:

Erleben, Verantwortung und Freude am Erfolg

Reis, Erdnüsse, Mangos ... der Boden von Tamil Nadu bringt reiche Ernte. Doch seit den 1960er Jahren ist die Bevölkerungszahl in der Region gestiegen und viele Umweltprobleme werden hier wie mit einem Brennglas sichtbar. „Nur wenn wir die Jugend für die Umwelt sensibilisieren“, so Pater Alphonse, „haben sie eine Chance sich ihre Nahrungsgrundlage und ein gesundes Klima zu erhalten.“ „Green Hands“ ist ein Programm, das nicht nur auf schulische Bildung setzt, sondern auch auf konkretes Erleben, auf Verantwortung und Freude am Erfolg.

200 Bäume pro Schule

Zur Zeit wird jede der 30 Don Bosco Schulen mit einem Regenwasserauffangbecken ausgestattet, denn 200 Baumsetzlinge pro Schule brauchen Wasser, ebenso wie die vielen kleinen Kräuter- und Gemüsegärten, in denen die Kinder und Jugendlichen beobachten können, wie Nahrung gedeiht.

Über das Klassenzimmer hinaus

Über die Kinder erreicht das Projekt auch die Eltern. Die Trennung des Mülls, der Verzicht auf Plastiktüten ... ein Prozess des Umdenkens hat begonnen. „Unser Umweltprojekt fördert aktives Lernen und bürgerschaftliches Engagement gleichermaßen“, sagt Pater Alphonse, „und die jungen Menschen spüren, dass auch sie schon etwas bewegen können."

Noch Fragen?

Die meisten Straßenkinder kommen aus zerrütteten Familien. Sie fliehen vor Armut und Gewalt und leben deswegen auf der Straße. Viele Kinder laufen aber auch Gefahr, auf der Straße zu landen. Deswegen sind Straßenkinder für uns auch Kinder und Jugendliche, die öfter auf der Straße Zuflucht suchen oder auf der Straße arbeiten müssen, um zum Lebensunterhalt ihrer Familien einen Beitrag zu leisten. Auch Kinder, denen es an den wichtigsten Dingen wie Liebe, Geborgenheit, Essen und Schulbildung mangelt, laufen Gefahr, ganz auf der Straße zu landen. Dazu gehören zum Beispiel Schulschwänzer, missbrauchte Kinder oder Kindersklaven.

Weil Vorbeugen besser als Heilen ist, tun wir alles, was verhindert, dass junge Menschen auf der Straße landen. Unsere Aktivitäten sollen soziale Ungleichheiten überwinden und jungen Menschen neue Möglichkeiten eröffnen. Wir tun dies, indem wir benachteiligte Kinder und Jugendliche in Risikosituationen begleiten und ihnen Zugang zu Bildung und Ausbildung bieten. Dabei möchten wir jungen Menschen nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Werte.

Auf der ganzen Welt betreiben wir sogenannte Straßenkinder-Zentren, also Einrichtungen, in denen Straßenkinder Hilfe bekommen können. Der Besuch oder der Verbleib in den Straßenkinder-Zentren ist immer freiwillig. Für manche Kinder wird das Zentrum ein neues Zuhause, manche kommen nur ab und an zum Spielen vorbei oder um sich ein paar Stunden auszuruhen oder etwas zu essen.

Die Erstversorgung bspw. mit Kleidung und Essen ist notwendig, denn niederschwellige Angebote ermöglichen es uns, Kontakt zu Straßenkindern aufzubauen. Darüber hinaus ist uns langfristige, nachhaltige Hilfe ein besonderes Anliegen. Durch unsere Straßenkinder-Zentren gelingt es,

  • Kontakt zu Straßenkindern aufzunehmen und sie erstzuversorgen,
  • Straßenkindern ein Zuhause zu bieten mit Menschen, die sich um sie kümmern,
  • Kindern und Jugendlichen durch Bildung und Qualifikation neues Selbstvertrauen zu schenken,
  • Kinder und Jugendliche zu befähigen, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv in die Zukunft zu blicken.

Damit Straßenkinder von unseren Hilfsangeboten erfahren, suchen Streetworker die Straßenkinder direkt in ihrem Lebensumfeld auf, also auf der Straße. Sie sprechen sie an und versuchen, Kontakt aufzunehmen. So kann langsam und behutsam Vertrauen aufgebaut werden. Wenn das gelingt, bieten sie den Kindern Freizeit-, Lern- oder Gesundheitsangebote an. 

Für ein Leben jenseits der Straße